Fußball

Kreise Beckum und Münster informieren Vereine über mögliche Saisonfortsetzung

Spielten zuletzt am 25. Oktober: Alexander Kiel (l.) und der SV Rinkerode.	Foto: Kleineidam
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Spielten zuletzt am 25. Oktober: Alexander Kiel (links) und der SV Rinkerode.

Seit fast fünf Monaten wird in den Ligen des FLVW-Kreises Münster kein Fußball gespielt. Die letzten Partien fanden Ende Oktober statt. Im Kreis Beckum waren die Spieltage Corona-bedingt noch eher abgesetzt worden. Nun informierten beide Kreise die Vereine – dazu zählen auch der SV Drensteinfurt, der SV Rinkerode und Fortuna Walstedde – über eine mögliche Saisonfortsetzung.

„Im Januar hatten wir Sie darüber in Kenntnis gesetzt, dass der FLVW (Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen/Anmerkung der Redaktion) und seine Kreise die Fortsetzung des Spielbetriebs planen, sofern die Pandemie und die aktuellen Bestimmungen es zulassen“, teilte der Vorsitzende des FLVW-Kreises, Norbert Krevert, in seiner E-Mail an die Vereine mit. Die Lockerungen zuletzt hätten den Verantwortlichen die Möglichkeit gegeben, die Planungen für eine Saisonfortsetzung zu konkretisieren. „Demnach soll nach aktuellem Stand die Saison im Kreis Münster ab Ende April/Anfang Mai fortgeführt und bis zum 30. Juni 2021 abgeschlossen werden. Ebenso soll der Pokalwettbewerb in dieser Zeit einen sportlichen Abschluss finden“, so Krevert.

Die Zielrichtung sei, in allen Staffeln mindestens 50 Prozent der Spiele zu absolvieren, damit eine Wertung vorgenommen werden kann. „So wie nach dem Abbruch der letzten Saison (Aufstieg nach Wertung) sehen wir uns auch in dieser Saison dazu verpflichtet, den Vereinen eine Chance zu geben, die sportlichen Entwicklungen und damit verbundenen Ziele mit einem Aufstieg zu verwirklichen“, heißt es weiter. „Auf der anderen Seite tritt die vor der Saison veröffentlichten Abstiegsregelung in Kraft.“ Sollte in einzelnen Staffeln die 50-Prozent-Marke nicht erreicht werden, wird in diesen Ligen keine Wertung vorgenommen.

Konkretes erst Ende März

Krevert bittet die Vereine in seinem Schreiben um Verständnis, „dass wir noch keine konkreten Pläne veröffentlichen können. Wir wollen die Entwicklung noch bis Ende März abwarten und laden Sie dann ein zu einer Videokonferenz, wo wir Ihnen die Pläne und Rahmenbedingungen der Fortsetzung vorstellen möchten.“

Fest stehe allerdings schon, „dass wir im Falle einer Fortsetzung die Zeit bis zum 30. Juni nutzen möchten, um möglichst viele Spieltage durchzuführen“. Spiele unter der Woche sollen dabei die Ausnahme darstellen. Auch plant der FLVW-Kreis, pünktlich mit der neuen Saison 2021/22 zu beginnen. „Unsere gemeinsame Hoffnung beruht darauf, dass wir dann endlich wieder eine Saison ohne Unterbrechungen spielen können“, so Krevert.

Da den Funktionären die Gesundheit der Spielerinnen und Spieler sehr am Herzen liege, bittet der Kreis die Vereine, die Aktiven über die angestrebte Saisonfortsetzung zu informieren, damit sich alle angemessen auf einen möglichen Re-Start vorbereiten könnten. „Im Rahmen der angestrebten Fortsetzung gehen Sie bitte davon aus, dass die strengen Hygienevorschriften weiterhin gültig sind“, heißt es in dem Schreiben weiter. „Wir haben allerdings keine Zweifel daran, dass Sie gemeinsam mit den Corona-Beauftragten die Bestimmungen wieder verantwortungsbewusst umsetzen. Schon im letzten Jahr haben Sie in dieser Hinsicht eine überzeugende Arbeit geleistet und dazu beigetragen, dass die Saison überhaupt angepfiffen werden konnte.“

Krevert sei „durchaus bewusst, dass der Re-Start an einigen Stellen in den Vereinen mit Anstrengungen verbunden ist. Ebenso muss ich davon ausgehen, dass es für diese Pläne immer eine zweite oder auch dritte Meinung gibt. Ich bitte allerdings um Verständnis, dass es nur eine gemeinsame Lösung geben kann. Lassen Sie uns die möglichen zwei Monate Spielbetrieb als Chance wahrnehmen, den Sport wieder zum Leben zu erwecken.“ Das Vereinsleben sei für die Menschen aller Altersklassen „ein wichtiger Anker in unserer Gesellschaft“.

Deutliche Kritik in Richtung Verband

Per Videokonferenz trafen sich unterdessen Vertreter der Vereine aus dem FLVW-Kreis Beckum zum Staffeltag. Einziges Thema war eine mögliche Saisonfortsetzung. Der Kreisvorsitzende Peter Wiethaup und der Vorsitzende des Kreisfußballausschuss, Lukas Wickenkamp, äußersten sich. „Uns ist wichtig: Wir wollen die Saison nicht unbedingt durchdrücken. Wir wollen in den Spielbetrieb zurückkehren. Ob es dann zu einer Wertung kommt oder nicht, wird man dann sehen“, betonte Wickenkamp.

Von den Vereinen gab es einem Bericht der „Glocke“ zufolge deutliche Kritik in Richtung FLVW, dass sie in die Entscheidung nicht einbezogen würden und der Verband die Saison auf Biegen und Brechen beenden wolle.

Im Kreispokal sind die Viertelfinalspiele noch nicht ausgetragen worden. Unter anderem trifft A-Kreisligist Fortuna Walstedde auf den Liga-Konkurrenten SuS Ennigerloh. „Wir versuchen, den Kreispokal über die Bühne zu kriegen“, sagte Pokalspielleiter Sascha Bork. Das Hauptaugenmerk liege aber auf den Ligen. Sollte es hart auf hart kommen, könnte der Teilnehmer am Westfalenpokal in der neuen Spielzeit auch per Losentscheid ermittelt werden, hieß es beim Online-Staffeltag.

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