1. wa.de
  2. Sport
  3. Drensteinfurt

Familie, Festessen, Tannenbaum: So feiern Spieler, Trainer und Verantwortliche Weihnachten

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Matthias Kleineidam

Kommentare

Fußbälle, Schienbeinschoner oder Fußballschuhe werden sicherlich als Geschenke unter dem einen oder anderen Tannenbaum liegen.	Foto: Kleineidam
Fußbälle, Schienbeinschoner oder Fußballschuhe werden sicherlich als Geschenke unter dem einen oder anderen Tannenbaum liegen. © Kleineidam

Die Sportler legen eine Pause ein – nicht nur wegen der anhaltenden, außergewöhnlichen Situation, sondern vor allem, weil Weihnachten eine Zeit zum Innehalten ist. WA.de hat sich bei Spielern, Trainern und Vorstandsmitgliedern umgehört, wie sie Weihnachten feiern und auf welche kulinarischen Köstlichkeiten sie sich freuen.

Klassisch

Volker Rüsing, Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Drensteinfurt: „Heiligabend feiern wir – meine Frau und meine beiden Töchter – mit meinen Schwiegereltern. Da gibt es immer klassisch lecker Gulasch mit Klößen, Spätzle oder Nudeln. Das traditionelle Treffen am ersten Weihnachtstag fällt diesmal aus. Da sind wir normalerweise zum Büfett bei Frenking in Ascheberg. Sie bieten es in diesem Jahr wegen der Pandemie nicht an. Am zweiten Weihnachtstag feiern wir auf jeden Fall mit meiner Familie. Einen Tannenbaum gibt es bei uns natürlich auch. Normalerweise holen wir den in Stewwert, aber diesmal habe ich einen geschenkt bekommen.“

Aufwendig

Burkhard Weber, Fußballabteilungsleiter des SV Rinkerode: „Seitdem wir eine Familie sind, wird bei uns ganz traditionell gefeiert. Es gibt immer einen Weihnachtsbaum, der auf den letzten Drücker geholt wird. Fichte oder Nordmanntanne, das ist egal – Hauptsache grün. Früher zu Hause haben wir den Baum immer im Wald geholt, jetzt holen wir ihn hier. Ich komme aus dem Siegerland, meine Frau aus dem Sauerland. Von daher ist bei uns Weihnachten immer Reisezeit zu den Familien angesagt. Das wird langsam weniger, weil Elternteile gestorben sind. Hier haben wir überhaupt keine Verwandten. Dieses Jahr sind wir – meine Frau, meine beiden Töchter und ich – ausnahmsweise an beiden Tagen in Rinkerode, ansonsten waren wir immer unterwegs. Das Essen wird immer großgeschrieben, wobei mir das nicht so wichtig ist. Traditionell aus dem Siegerland kenne ich Fleischwurst und Kartoffelsalat an Heiligabend. Aber die Seite meiner Frau macht schon sehr aufwendiges Essen. Ich koche zwar nicht, bin aber gerne mit dabei. Der Spruch meines Schwiegervaters an Weihnachten war immer: ,Das ist ja wie in ersten Häusern.‘“

Ruhig

Jochen Bülte, Trainer der Handball-Frauen der HSG Ascheberg/Drensteinfurt: „An Heiligabend bin ich mit meinen Eltern bei meiner Schwester. Das ist schon ewig und drei Tage so. Sie wohnen auch in Sendenhorst. Normalerweise treffen wir uns am zweiten Weihnachtstag mit allen, dann kommt mein Bruder aus dem Sauerland auch. Aber das haben wir in diesem Jahr wegen Corona abgesagt. Von daher wird Weihnachten ruhig. Die Feiertage liegen diesmal ja am Wochenende, von daher ist es nichts Besonderes in dem Sinne. Was wir essen, ist unterschiedlich. Das ist nicht so traditionell wie bei anderen.“

Gans mit Knödeln und Rotkohl steht an Weihnachten bei dem einen oder anderen auf dem gedeckten Tisch.
Gans mit Knödeln und Rotkohl steht an Weihnachten bei dem einen oder anderen auf dem gedeckten Tisch. © Tobias Hase/dpa

Traditionell

Gordon Gödde, 2. Vorsitzender von Fortuna Walstedde: „Ich feiere Weihnachten mit meiner Familie, also meinen beiden Kindern – 14 und 18 Jahre – und meinen Eltern. Natürlich mit einer Nordmanntanne, die am Vorabend des Heiligabends zusammen mit den Kids geschmückt wurde. Da sich der Klassiker Kartoffelsalat mit Würstchen vor vielen Jahren nicht durchgesetzt hat, gibt es am Heiligen Abend Schweinefilet mit einer Whiskey-Pfeffersauce und dazu grüne Brechbohnen im Speckmantel und Kroketten. An Weihnachten verspeisen wir traditionell bei meinen Eltern nach einer leckeren Suppe eine große Pute mit Beilagen wie Kartoffeln und verschiedenen Gemüsen. Um die Kalorien noch zu erhöhen, gibt es als Nachtisch noch ein weihnachtliches Eishaus.“

Aus den eigenen Kulturen

Kordula Wernsmann, Abteilungsleiterin Voltigieren beim Reitverein Drensteinfurt: „Wir feiern ganz normal Weihnachten mit der Familie. Es gibt nicht jedes Jahr das gleiche Essen. Heiligabend wird bei uns in Mersch gegessen. Dann kommen meine Mama und mein Bruder, die Kinder sind da. Meine Mutter bringt das Fleisch mit, wir machen den Rest. Es gibt eine Suppe, Gemüse, andere Beilagen und einen Nachtisch. Dann lassen wir es ruhig angehen, weil wir alle genug Stress vor Weihnachten hatten mit dem Weihnachtsbaumverkauf auf dem Hof meiner Eltern (Hof Jeymann/Anmerkung der Redaktion). Unser Tannenbaum ist natürlich aus den eigenen Kulturen, eine Blaufichte. Sie ist von den Kindern ausgesucht worden und wird auch von ihnen geschmückt. Darauf habe ich gar keinen Einfluss mehr (lacht). Gemütliches Kaffeetrinken gehört an Weihnachten bei uns natürlich auch dazu. Ich als Abteilungsleiterin und die anderen Trainerinnen sind zwischendurch am Stall anzutreffen, um die Pferde über die Feiertage zu versorgen.“

An der Quelle

Robin Wichmann, Fußballer des SV Drensteinfurt: „Bei uns ist es eigentlich sehr traditionell mit der ganzen Familie und auch mit einem großen Tannenbaum, der ausgiebig geschmückt wird. Zu essen gibt es meistens eine Pute. Wir sitzen ja an der Quelle, meine Eltern betreiben eine Putenaufzucht.“

Würstchen mit Kartoffelsalat gibt es in vielen Familien an Heiligabend.	Foto: dpa
Würstchen mit Kartoffelsalat gibt es in vielen Familien an Heiligabend. © Soeren Stache/dpa

Kartoffelsalat und Bockwurst

Heinz Huhnhold, Coach der Bezirksliga-Handballer der HSG Ascheberg/Drensteinfurt: „Wir feiern traditionell mit Familie und Tannenbaum. Den haben wir am Mittwoch aufgestellt. Zu essen gibt es das Übliche: an Heiligabend Kartoffelsalat und Bockwurst, am ersten Weihnachtstag Ente mit Knödeln und am zweiten vielleicht Raclette. Meine Schwiegermutter wird kommen, sie wohnt ja auch in Hamm. Meine Mutter und meine Geschwister kommen aber nicht, weil sie zu weit weg wohnen. Meine Mutter wohnt unten in Baden-Württemberg, meine beiden Brüder wohnen in Thüringen.“

Auch interessant

Kommentare