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Fair Play von Jochen Bülte und der HSG Ascheberg/Drensteinfurt

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Von: Matthias Kleineidam

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Die HSG Ascheberg/Drensteinfurt sorgt durch Fair Play für positive Schlagzeilen.
Die HSG Ascheberg/Drensteinfurt sorgt durch Fair Play für positive Schlagzeilen. © HSG

Wie Fair Play geht, zeigten die Handballerinnen der HSG Ascheberg/Drensteinfurt zum Rückrundenstart. Weil der Gegner keine komplette Sieben aufbieten konnte, verzichteten die Gastgeberinnen auch auf eine Spielerin.

Frauen, Kreisliga 2 Münsterland: HSG Ascheberg/Drensteinfurt – DJK SV Mauritz 30:12 (13:7). „Es war schon echt deutlich“, sagte HSG-Trainer Jochen Bülte, dessen Team seiner Favoritenrolle gegen die weiterhin punktlosen Münsteranerinnen gerecht wurde, sich nach vier Niederlagen in Serie den Frust von der Seele warf und den höchsten Saisonsieg feierte. „Leider hat nicht jede Spielerin ein Tor geworfen, das hat nicht ganz geklappt“, sagte Bülte.

Dass Mauritz überhaupt in der Dreingau-Halle antrat, war ein kleines Wunder. „Respekt, dass sie gekommen sind mit fünf Feldspielerinnen und einer Torhüterin“, sagte Bülte. „Aufgrund dessen haben wir von Anfang an auch nur zu sechs gespielt.“ Für Bülte war es eine ungewohnte Situation. „Ich hatte es noch nie erlebt, aber ich finde, man muss schon respektieren, dass die sechs Leute losgefahren sind“, sagte er. Es sei eine Selbstverständlichkeit gewesen, auch auf eine Spielerin zu verzichten. „Mit sieben zu spielen, das wäre unfair gewesen.“

Respekt, dass sie gekommen sind mit fünf Feldspielerinnen und einer Torhüterin.

Jochen Bülte

Das 0:1 (1.) war die erste und einzige Führung des Tabellenvorletzten. Die HSG zog auf 6:2 (16.) davon. „Ich habe komplett durchgewechselt. Innerhalb von 20 Minuten stand eine komplett andere Mannschaft auf dem Feld. Jede sollte ihre Spielanteile bekommen“, berichtete der Coach. Zur Pause lag die Spielgemeinschaft mit sechs Treffern vorne. 18:8 stand es nach 40 Minuten, am Ende waren es sogar 18 Tore Differenz.

--- Die Tabelle ---

Nach dem ersten Sieg seit acht Wochen soll am kommenden Sonntag (5. Dezember) der nächste folgen. Um 18 Uhr tritt die HSG bei der Warendorfer SU II an, die mit 0:16 Punkten noch schlechter als Mauritz und Tabellenletzter ist.

HSG: Lohmann – Große Westermann (6 Treffer), Lützow (6), S. Bultmann (6/1 davon per Siebenmeter), Breuer (4), Entrup (3), Schlamann (2), M. Schmidt (1), Wenning (1), Israel (1), Roggenkamp, Feige, van Roje

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