Horstkötter nimmt an legendärer „4L Trophy“ teil

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Zu den sechs Studierenden gehört der Drensteinfurter Fabian Horstkötter (kniend) vom Team Orange.

SOEST/DRENSTEINFURT -  Im Morgengrauen und bei eisigen Temperaturen ist das „R4 Team Westfalen“ in seinen Renaults 4 in Richtung Frankreich gestartet. Die sechs Studierenden der Soester Fachbereiche Elektrische Energietechnik und Maschinenbau-Automatisierungstechnik, darunter Fabian Horstkötter aus Drensteinfurt, wollen an der legendären „4L Trophy“ von Paris nach Marrakesch teilnehmen.

Der Weg führt durch die Wüste – eisig wird es also nicht bleiben.

„Viele neue Eindrücke sammeln, Leute kennenlernen, andere Länder sehen und vor allem: heil ankommen!“ – das haben sich die Studierenden fest vorgenommen. Für den Start hatten die fünf Fahrer und eine Fahrerin ihre kultigen Kastenwagen herausgeputzt und teils bis zuletzt noch daran geschraubt. Lukas Siepmann aus Welver und Björn Tumulla aus Möhnesee (Team Grün), Marcel Redeker aus Hamm und Fabian Horstkötter (Team Orange) sowie Nele Rost aus Essen und Hardy Köckemann aus Soest (Team Rot) haben gleich am ersten Tag 540 Kilometer bis nach Moulin, Frankreich, zurückgelegt.

Weiter geht es nach Biarritz, wo die Soester Studierenden auf die anderen rund 1500 teilnehmenden R4-Teams aus ganz Europa treffen und an diesem Donnerstag gemeinsam den eigentlichen Start der mehr als 6000 Kilometer langen Rallye „zelebrieren“ wollen. Über Orléans, Bordeaux, Madrid und Málaga geht die bunte Tour, um später auf dem Seeweg die Straße von Gibraltar zu überqueren. Erste Wüstenluft werden die Studierenden beim Durchqueren der marokkanischen Sahara schnuppern, bevor es am 1. März hoffentlich für alle Teams heißt: Ziel erreicht.

Abenteuer durch die Wüste

Bereits im sechsten Jahr nehmen Studierende der Fachhochschule Südwestfalen an der Rallye teil. Die Tour geht auf die Idee sechs französischer Studenten zurück, die 1998 erstmals das Abenteuer durch die Wüste im einstigen Kultmobil der französischen Studentenbewegung wagten. Keineswegs handelt es sich dabei um eine studentische Jux-Tour. Wie seine Vorgänger hat auch das „Team Westfalen 2015“ jeweils mehr als 50 Kilogramm Schulmaterial und Lebensmittel für marokkanische Kinder an Bord. Der Dank gelte allen Sponsoren und Unterstützern, so die Studierenden einstimmig. Auch geht es bei der Rallye nicht um Schnelligkeit, sondern um Teamgeist, Durchhaltevermögen und Sportlichkeit, denn der Streckenabschnitt in der Wüste muss mit Kompass, Karte und sogenannter Roadmap bewältigt werden.

Voraussetzungen für die Teilnahme sind die Immatrikulation als Studierender und ein fahrtüchtiger R4, was in Biarritz kurz vor dem Start von den Veranstaltern überprüft wird. „Das wird ein Klacks werden“, sagt Lukas Siepmann, gut „behütet“ mit der 4L-Strickmütze von Oma Elfriede. Schließlich glänzen die Oldtimer bereits mit einem deutschen TÜV-Siegel. Begleitet werden die Teams während der Rallye von Ärzten, Mechanikern und weiteren Helfern. Zusätzlich soll das Militär die Camps entlang der Route sichern.

Ursprünglich war der Tourstart mit fünf Fahrzeugen geplant. Zwei Teams hatten aufgrund einer Warnung des Auswärtigen Amtes abgesagt und waren stattdessen auf eine eigene humanitäre Tour durch Europa gegangen. Wegen eines technischen Defekts mussten sie ihre Rallye vorzeitig abbrechen. - da

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