Fortuna-Radsport

Extreme Herausforderung: Tönnishoff meistert Platintour in den Schweizer Alpen

Ein herrlicher Ausblick: Anne Tönnishoff, Radsportlerin von Fortuna Walstedde, absolvierte die Platintour beim Swiss Cycling Alpenbrevet.
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Ein herrlicher Ausblick: Anne Tönnishoff, Radsportlerin von Fortuna Walstedde, absolvierte die Platintour beim Swiss Cycling Alpenbrevet.

Anne Tönnishoff, Mitglied der Rennradgruppe von Fortuna Walstedde, hat die Platintour beim Swiss Cycling Alpenbrevet bewältigt. „Es ist einer der härtesten und spektakulärsten Radmarathons in Europa“, sagte sie. Ihr Ergebnis konnte sich sehen lassen.

Walstedde – Nach einer Zwangspause 2020 und aufgrund eines „guten Corona-Schutzkonzeptes“ (Tönnishoff) konnte das Starterfeld mit 3000 Teilnehmern in Andermatt über die Schweizer Pässe rollen. Von den vier angebotenen Touren (Platin, Gold, Silber, Bronze) stellte sich Tönnishoff der härtesten Herausforderung beim Alpenbrevet.

Während der Überquerung von den „fünf epischen Pässen“ (Susten-, Grimsel-, Nufenen-, Lukmanier- und Oberalppass) galt es bei der Platintour 268 Gesamtkilometer und 7090 Höhenmeter zu bewältigen. „Nirgendwo sonst bei einem Radmarathon können an einem Tag so viele Pässe und Höhenmeter wie auf der Platintour des Alpenbrevets gefahren werden“, so Tönnishoff. Dabei ist das Starterfeld auf 500 Teilnehmer limitiert.

Starke Leistung

Die Radsportlerin von Fortuna zeigte dabei eine sehr starke Leistung und fuhr nach 12:02:02 Stunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 21,4 km/h als dritte Frau über die Ziellinie in Andermatt.

„Bedingt durch die harte und anspruchsvolle Strecke starten auf der Platintour allgemein wenig Frauen“, sagte sie. In diesem Jahr gingen elf Frauen, darunter zwei Deutsche, an den Start. Von ihnen hätten sieben diese Aufgabe gemeistert. „Ich freue mich wahnsinnig, eine der wenigen Frauen zu sein, die sich die Platintour als Ziel gesetzt haben, und bin stolz darauf, diese extreme Herausforderung geschafft zu haben – und das noch mit einem so tollen Ergebnis“, so Tönnishoff.

„Berühmt-berüchtigter“ Sustenpass

Die Strecke der Platintour führte vom Start um 6 Uhr morgens in Andermatt durch die berüchtigte Schöllenenschlucht nach Wassen. Auf dem Weg nach Innertkirchen wurde der „berühmt-berüchtigte“ Sustenpass (2224 Meter über dem Meeresspiegel) überquert. Auf einer Länge von 18 Kilometern wurden die ersten 1300 Höhenmeter mit einer durchschnittlichen Steigung von 7,3 Prozent erklommen. Nach einer 28 Kilometer langen Abfahrt ging es für Tönnishoff weiter in Richtung Grimselpass (2164 m ü. M.). Es folgte ein 26 Kilometer langer Anstieg mit einer durchschnittlichen 5,9-prozentigen Steigung und eine technische Abfahrt, ehe es die höchste Schweizer Passstraße zu bezwingen galt. Der Anstieg zum Nufenenpass ist für viele Teilnehmer der härteste der Platintour. Auf 13 Kilometern werden 1120 Höhenmeter mit einer durchschnittlich 8,6-prozentigen Steigung bewältigt. Nichts für schwache Beine!“, beschrieb Tönnishoff den Teil der Strecke. Auf 2478 Metern über dem Meeresspiegel wurde die Sportlerin von Fortuna mit einer herrlichen Aussicht ins Wallis belohnt.

Anschließend gab es eine 60 Kilometer lange Abfahrt über Airolo bis nach Biasca. Der Anstieg zum Lukmanierpass (1915 m ü. M.) mit einer durchschnittlichen Steigung von 5 Prozent und 1620 Höhenmetern verteilte sich auf über 40 Kilometer. Die rasante Abfahrt führte nach Dissentis. Der Oberalppass stellte sich als letzte Hürde der Platintour in den Weg. Mit durchschnittlich 4,4 Prozent sei die Steigung angenehm gewesen, so Tönnishoff. Der Oberalppass liegt 2044 m ü. M. und führt anschließend auf einer zehn Kilometer langen Abfahrt zum Ziel nach Andermatt. „Ein unbeschreibliches emotionales Gefühl“, berichtete Tönnishoff

Es war ein unvergessliches Radabenteuer.

Anne Tönnishoff

„Durch meine Erfahrungen im Langstreckenbereich wusste ich, wie ich mich optimal auf diese extreme Herausforderung vorbereite. Auch im Verlauf des Rennes konnte ich meine Kenntnisse und Erfahrungen erfolgreich umsetzen. Während viele Teilnehmer sich schon in den ersten Anstiegen verausgabten, fuhr ich kontinuierlich meinen Rhythmus, fokussiert auf den weiteren schweren Streckenverlauf“, so Tönnishoff.

Sie freute sich riesig, diesen Alpenklassiker als Highlight in ihrem zehnten Radsportjahr so erfolgreich geschafft zu haben, und sprach von einem „unvergesslichen Radabenteuer in den faszinierenden Schweizer Alpen“.

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