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Ehemaliger SVD-Spieler glänzt mit Viererpack

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Von: Matthias Kleineidam

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Im Trikot des SV Drensteinfurt: In der Saison 2014/15 erzielte Bünyamin Tas acht Tore in 14 Spielen. Foto: Kleineidam
Im Trikot des SV Drensteinfurt: In der Saison 2014/15 erzielte Bünyamin Tas acht Tore in 14 Spielen. © Kleineidam

Gerade mal sechs Monate war Bünyamin Tas beim SV Drensteinfurt. In der Saison 2014/15 lief er nach der Winterpause für die Stewwerter Fußballer auf und erzielte immerhin acht Tore in 14 Partien, ehe er zum SVW Soest zurückkehrte. Mittlerweile spielt Tas in der Landesliga und glänzte zuletzt mit einem Viererpack.

Drensteinfurt/Hilbeck – Es war eine kurze Zeit beim SV Drensteinfurt. In der Saison 2014/2015 trug Bünyamin Tas nach der Winterpause das Trikot der Stewwerter, die damals Ivo Kolobaric trainierte. Der SVD reagierte mit der Verpflichtung des damals 23-Jährigen aus Ahlen auf den Wechsel von Dennis Drepper zu Landesligist TuS Haltern. Tas kam vom Liga-Rivalen SV Westfalia Soest und erzielte immerhin acht Tore in 14 Partien, ehe er im Sommer 2015 nach nur einem halben Jahr zum SVW Soest zurückkehrte.

Mittlerweile läuft Tas in der Landesliga auf – und glänzte am Sonntag mit einem Viererpack. In den ersten acht Saisonspielen hatten die Fußballer des SV Hilbeck insgesamt nur sechsmal getroffen. Am 9. Spieltag platzte der Knoten – und wie. Völlig überraschend deklassierte das Team auf fremdem Platz Schwarz-Weiß Wattenscheid 08. Großen Anteil am höchsten Landesliga-Sieg in der SVH-Geschichte hatte Bünyamin Tas. Der schnelle Angreifer traf gleich viermal. Matthias Kleineidam unterhielt sich mit dem 30-Jährigen.

8:1 in Wattenscheid – wie kam das denn zustande?

Wir haben einfach einen richtig guten Tag erwischt, waren alle fokussiert. Die beiden Trainer hatten uns auch gut vorbereitet. Wir hatten ein klares Ziel, wollten definitiv gewinnen und drei Punkte mit nach Hause nehmen. Wir können nicht jedes Mal die Verletzten als Ausrede vorschieben. Wer den Anspruch hat, in der Landesliga zu spielen, muss es auch unter Beweis stellen. Ich finde, das ist uns am Sonntag sehr gut gelungen. Wir sind mehr gelaufen als der Gegner, die Zweikämpfe wurden gut angenommen. Der Mannschaft konnte man nichts vorwerfen. Was ich auch super fand: dass wir zum ersten Mal 90 Minuten konzentriert durchgespielt haben.

Ist Ihnen zuvor schon mal ein Viererpack gelungen? Falls ja, wann und für welchen Verein?

Ich meine, bei den Senioren war es mir schon einmal gelungen – für Westfalia Soest in der Bezirksliga. In der Jugend war es öfters der Fall, dass ich vier Tore in einem Spiel erzielt habe.

Nach einer verletzungsbedingten Pause wurden sie zunächst zweimal eingewechselt, gegen Wanne und Wattenscheid haben sie durchgespielt. Sind Sie schon wieder zu 100 Prozent fit?

Es war einfach blöd, dass ich sechs Wochen verletzt ausgefallen bin wegen muskulärer Probleme. Mittlerweile bin ich auf einem guten Weg. Ganz zufrieden bin ich aber noch nicht. Konditionell bin ich erst bei 70, 80 Prozent, wenn ich ehrlich bin. Da ist noch Luft nach oben. Jeder, der mich kennt, weiß ganz genau, dass ich immer fit sein und noch eine Schippe mehr als die anderen drauflegen will.

Wie viele Tore nehmen Sie sich für die restlichen 25 Spiele vor?

Vor dem Saisonbeginn hatte ich mir 15 Tore fest vorgenommen. Jede Woche zu treffen, ist für mich erst mal wichtig. Zwölf bis 15 Tore sind realistisch, aber ich stecke mir ehrlich gesagt ein höheres Ziel.

Kriegt Hilbeck nun die Kurve?

Zurzeit harmonieren wir als Mannschaft. Es hat zwar immer eine Harmonie gegeben, aber es waren zu viele Verletzte. Ich hoffe und bin mir ziemlich sicher, dass wir die Kurve kriegen. Denn in den nächsten Wochen kommen immer mehr Spieler dazu, sodass der Kader größer wird. In Philipp Schnettker, Dennis Idczak, Yasin Toy und Sascha Schröder, der neu dazugekommen ist, fehlen ja Leistungsträger. Das macht sich auf dem Platz bemerkbar. Wenn du die dabei hast, ist das Spiel ein ganz anderes.

Was ist beim Blick auf die Tabelle in dieser Saison möglich für den SVH?

Auch wenn wir nicht so optimal gestartet sind, sehe ich meine Mannschaft im sicheren mittleren Bereich – wenn nicht sogar im oberen Drittel. Ich finde, wir waren in keinem Spiel deutlich schlechter als der Gegner. Auch gegen Türkspor Dortmund haben wir gut mitgehalten. Das 1:7 hört sich zwar krass an. Aber wer sich das Spiel angeschaut hat, weiß, dass sie einen Sahnetag erwischt haben und jeder Schuss gesessen hat.

Zur Person

Name: Bünyamin Tas

Alter: 30

Familienstand: ledig

Beruf: Auszubildender zum Werkzeugmechaniker

Bisherige Vereine: Ahlener SG, SC Peckeloh, SV Drensteinfurt, RW Westönnen, Westfalia Soest, SV Hilbeck

Im Verein seit: 2020

Position: Sturm

Rückennummer: 17

Ich spiele Fußball, weil „es meine größte Leidenschaft ist und ich beim Fußballspielen abschalten kann“.

Beim SV Hilbeck Fußball zu spielen, „ist für mich eines der schönsten Dinge, weil man familiär miteinander umgeht und ich mich sehr gut aufgehoben fühle“.

Lieblingsvereine: Borussia Dortmund, Fenerbahçe Istanbul

Fußballerisches Vorbild: Alex de Souza

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