Jugendtag des KSB beim TCD

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Trafen sich in Drensteinfurt und tauschten sich aus: (von links) Christof Kelzenberg und Kristina Hegenkötter vom KSB Warendorf, Referent Stefan Vögele vom KSB Steinfurt, Warendorfs KSB-Präsident Ferdi Schmal, Zwergenburg-Leiterin Petra Wrede, Bürgermeister Carsten Grawunder und TCD-Geschäftsführer Gerhard Herrmann.

DRENSTEINFURT - Zu einem Austausch und zur Diskussion rund um das Thema Jugendarbeit hatte der Kreissportbund (KSB) Vertreter von Sportvereinen aus dem Kreis Warendorf ins Vereinsheim des Tennis-Clubs Drensteinfurt eingeladen. Rund 40 Gäste kamen.

Kristina Hegenkötter, beim KSB Fachkraft „NRW bewegt seine Kinder“, und Präsidiumsmitglied Christof Kelzenberg eröffneten die Veranstaltung mit einem geselligen Gespräch und mit der Verlosung einer Teilnahme am „Fun & Action“-Camp. Neben einer zehntägigen Reise nach Österreich bietet dieses die Möglichkeit, sich zum Gruppenhelfer fortbilden zu lassen.

Anschließend widmeten sich die Teilnehmer ernsteren Themen. Stefan Vögele, stellvertretender Vorsitzender des KSB Steinfurt, referierte über die „Prävention sexualisierter Gewalt im Sport“. Ausgehend von der Frage, was gute Jugendarbeit ausmache, erklärte er, wie Täter sich die Vertrauensstruktur von Vereinen zunutze machten. Neben einigen Statistiken zum Problem stellte Vögele auch den entsprechenden Handlungsleitfaden des Landessportbundes vor und erklärte die steigende Bedeutung polizeilicher Führungszeugnisse.

Weiterer Themenpunkt war der zunehmende schulische Druck auf Kinder und Jugendliche und die dadurch veränderte Stellung von Sportvereinen in der Tagesgestaltung. Hegenkötter stellte hierzu die geplante Sternfahrradtour „von überall nach Sendenhorst“ am 21. Juni vor. Als Zeichen des Protestes sollen dort alle Interessierten nach einer gemeinsamen Radtour einen „Freiräumer“-Stein unterschreiben. Symbolisch soll später mit den Steinen aus ganz NRW eine Mauer des Protestes vor dem Düsseldorfer Landtag gebaut werden.

Bereits jetzt müssten jedoch auch die Sportvereine immer stärker auf die Schulen zugehen, so Drensteinfurts Bürgermeister Carsten Grawunder. Innerschulische Angebote wie AGs seien wichtig, um die „besondere Bedeutung von Sportvereinen zu erhalten“. Diesem Gedanken folgend, überreichte Kelzenberg zum Ende der Veranstaltung je 1000 Euro aus dem Landesprogramm „1000x1000 - Anerkennung für den Sportverein“ an Vereine, die in besonderem Maße mit Kindertagesstätten und/oder Schulen kooperieren. Für die Zusammenarbeit des Tennis-Clubs mit der Zwergenburg nahmen TCD-Geschäftsführer Gerhard Herrmann und Kita-Leiterin Petra Wrede die Fördermittel entgegen. - dpp

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