Fußball

Fortunas Coach Eddy Chart hatte einiges zu verdauen

Frostige Stimmung gab es in Walstedde: Trainer Eddy Chart. Foto: Kleineidam
+
Eine frostige Stimmung herrschte zwischenzeitlich in Walstedde: Trainer Eddy Chart.

Walstedde – Zweiter, Dritter, Zweiter: Erfolgsverwöhnt waren die Fußballer von Fortuna Walstedde in den vergangenen Jahren. In dieser Saison gab es schon viele Enttäuschungen. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Dass die Fortunen mit acht Siegen, sechs Niederlagen und einem ausgeglichenen Torverhältnis zur Winterpause nur Tabellensechster sind, komme nicht von ungefähr, sagt Eddy Chart, der seit 2015 als Trainer für die erste Mannschaft verantwortlich ist. „Wir haben uns das selbst zuzuschreiben.“ Chart spricht in diesem Zusammenhang von einem „Gesamtpaket“. Für die durchwachsene Hinserie gebe es „mehrere Gründe. Es hat ein Stück weit mit der Einstellung zu tun.“ Eine schlechte Trainingsbeteiligung ziehe mangelnde Fitness nach sich. „Auch waren viele Zufälle dabei“, sagt Chart und erinnert an die vielen krankheits-, verletzungs- und berufsbedingten Ausfälle. 28 Spieler wurden in den 18 Partien eingesetzt. „Nur einmal, wenn überhaupt, sind wir mit der gleichen Mannschaft in ein zweites Spiel gegangen.“

Dass die Fortunen nach der ersten Hälfte der Saison schon so oft verloren hatten wie in der gesamten Vorsaison, als sie hinter Westfalen Liesborn Vizemeister in der Kreisliga A wurden, sei zwar ärgerlich, kam aber auch nicht völlig überraschend. „Wir wussten, dass diese Saison nicht zu vergleichen sein wird mit den vergangenen und dass wir nicht ganz oben um den Aufstieg mitspielen werden“, sagt Chart. „Wir haben großen Wert darauf gelegt, die A-Junioren zu integrieren. Es waren immer mindestens drei, vier, die von Beginn an gespielt haben.“

Besonders bitter waren die drei aufeinanderfolgenden Pleiten gegen Vorwärts Ahlen (1:4), Westfalia Vorhelm (0:4) und Spitzenreiter SV Neubeckum (1:3).Welche Gedanken ihm nach der Negativserie durch den Kopf gingen? „Viele“, gibt der Coach zu. „Ich identifiziere mich mit dem Verein, bei dem ich arbeite, und mit der Mannschaft. Es ärgert uns als Trainerteam natürlich, wenn die Leistungen nicht stimmen, weil wir wissen, zu welchen Leistungen wir fähig sind.“ Mit „wir“ meint er seinen Sohn André Chart, der als spielender Co-Trainer fungiert, und Torwarttrainer Dominic Willner. Die ungewohnte Erfolglosigkeit „wurmt einen natürlich sehr. Man ist ja dafür verantwortlich, deswegen ist es doppelt so schwer, solche Spiele zu verdauen.“

Auch wenn es besser hätte laufen können – noch ist einiges möglich. „Es war von Anfang an unser Ziel, unter die ersten fünf zu kommen. Natürlich freust du dich, wenn es mehr wird. Dafür arbeiten wir ja auch“, sagt Chart. Zuletzt gab es immerhin vier Spiele ohne Niederlage, darunter das achtbare 1:1 gegen den Tabellenzweiten SuS Ennigerloh und das 4:4 gegen Stromberg nach einem 1:4-Rückstand. Das sollte Mut machen für 2020.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare