RVD-Juniorteam qualifiziert sich für Deutsche Meisterschaften

Saphira Blümer ist in der Kür auf Roccomo ganz oben unterwegs.

Drensteinfurt - Was für ein Erfolg: Im Rahmen der Westfalen-Woche fanden in Münster-Handorf die Westfälischen Jugendmeisterschaften im Voltigieren statt. Das Team des Reitvereins Drensteinfurt schaffte es beim Wettbewerb auf Landesebene nicht nur aufs Treppchen, sondern qualifizierte sich auch noch für die Deutsche Jugendmeisterschaft im September.

Optimal vorbereitet und mit dem Wunsch, sich eine Medaille zu ergattern, waren die jungen Stewwerterinnen nach Münster gefahren. Der 13-jährige Hannoveraner „Roccomo“ absolvierte seinen VET-Check mit Longenführerin Jennifer Hoffmann ohne Probleme. Alena Beuing, Wiebke Kantimm, Sophie Brolle, Malina Pilz, Inga Faiß und Saphira Blümer setzten schon mit ihrer Pflicht ein deutliches Zeichen, führten bis zum letzten Starter und platzierten sich nur knapp hinter dem führenden Team aus Büren.

„Glücklich“, so Hoffmann, wurde mit Freunden und Eltern die Zeit bis zur Kür verbracht. „Die Kür verlief ohne große Patzer, doch auf diesem Niveau reichen schon kleinste Fehler aus und kosten viele Punkte“, sagte die Trainerin und Longenführerin nach einer nicht ganz fehlerfreien Vorstellung.

Besonders freuten sich die Mädchen über das Lob für ihre neuen Trikots. Noch bis in die Nacht hatte Trainerin Corinna Hoffmann an dem Outfit geschneidert. „Wir hatten uns viel vorgenommen diese Saison, doch die Vorbereitungen verliefen nicht immer positiv. Die Mannschaft hat hart an sich gearbeitet und gezeigt, was sie alles erreichen will und kann“, sagte sie. Den ersten Wettkampftag schlossen die Drensteinfurterinnen mit einem tollen dritten Platz ab.

„Der Finaltag war einfach wie aus einem Märchen“, berichtete Jennifer Hoffmann. Zunächst wurde geschminkt, frisiert und das rote Outfit hervorgeholt. Direkt nach den Einzelküren standen die Gruppenküren der sechs besten Finalteilnehmer auf dem Programm.

„Die Mannschaft und auch ,Rocco’ waren super drauf“, so Hoffmann. Ein letztes Mal in die stimmungsvolle Halle - Richtergruß, Stille, Kürmusik. Nach dem Auftritt verließen die Athletinnen begleitet von vielen Freunden, Eltern und der zweiten Voltigiermannschaft des RVD den Zirkel - und zwar hochzufrieden. „Das war die Kür unseres Lebens“, betonte Hoffmann.

Die Bekanntgabe der Noten war reine Nebensache. „Das Team hat bis zum Ende gekämpft und eine super Leistung abgegeben. Wir sind überglücklich“, waren sich die Trainerinnen einig. Die Meisterehrung auf dem großen Springplatz und die Bronzemedaille, überreicht vom Disziplinbeirat und dem Präsidenten des Pferdesportverbandes, Erbprinz Rudolph von Croÿ - Momente, die die RVD-Voltis wohl so schnell nicht vergessen werden.

Anschließend wurden die Drensteinfurterinnen vom Disziplinbeirat für die Deutschen Jugendmeisterschaften im September in Münchehofe nahe Berlin nominiert. Sie dürfen neben dem Westfalenmeister aus Büren und dem Vizemeister aus Wehdem-Oppendorf sowie der Bundeskadermannschaft aus Brakel dort die westfälischen Farben vertreten. „Ich kann es gar nicht glauben. Es war immer mein größter Traum, einmal zu den Deutschen Meisterschaften zu fahren, und das haben wir uns jetzt erfüllt. Ich bin unendlich stolz“, fasste Sophie Brolle, die in ihrem letzten Juniorjahr ist, ihre Gefühle in Worte. - da

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