RVD ist Vize-Westfalenmeister

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Die Drensteinfurter Juniorinnen sind in Brakel überraschend Vizewestfalenmeister geworden: (von links) Longenführerin Jennifer Hoffmann, Inga Faiß, Alena Beuing, Wiebke Kantimm, Malina Pilz, Jacquelin Borgheyink und Saphira Blümer.

Drensteinfurt - Besser hätte es für die Voltigiererinnen des RVD bei der Landesmeisterschaft in Brakel nicht laufen können.

Nach einem äußerst durchwachsenen Saisonstart mit vielen Verletzungen und krankheitsbedingten Ausfällen hatte wohl niemand damit gerechnet, dass die Juniorinnen hinter dem Vize-Europameister Brakel die Silbermedaille erhalten würden.

Angesichts der Tatsache, dass die Mannschaft um die Trainerinnen Corinna und Jennifer Hoffmann in dieser Saison noch kein Turnier bestritten und für die Landesmeisterschaft eine Sonderstartgenehmigung erhalten hatte, war der Druck besonders hoch - könnte man meinen. „Wir waren bemüht, allen Druck von den Mädels fernzuhalten und wollten alle zusammen einfach nur unser Ding machen: mit viel Freude voltigieren und eine möglichst gute Leistung abliefern“, so Longenführerin Jennifer Hoffmann.

Dies gelang den Drensteinfurterinnen scheinbar besser als den anderen Teams. Die Routiniers aus Wehdem-Oppendorf und Büren konnten nicht an ihre Leistungen aus den Qualifikationen anknüpfen, und so schob sich der RVD Durchgang für Durchgang nach vorne. Die mentale Stärke der Stewwerterinnen kommt nicht von ungefähr. „Unser Kürtraining fand in diesem Jahr tatsächlich häufiger im Kopf, auf dem Standpferd oder am Boden statt als auf ,Roccomo‘“, sagte Corinna Hoffmann. Stammmitglied Wiebke Kantimm fiel bereits nach der Deutschen Meisterschaft im vergangenen Jahr für längere Zeit aus. Auch Inga Faiß, in den letzten beiden Jahren zu einer großen Stütze in der Mannschaft geworden, laborierte an einer Knieverletzung. Zuletzt traf es „Küken“ Saphira Blümer, die sich ebenso wie Malina Pilz am Fuß verletzte. Die Mannschaft setzte wegen der Ausfälle der Teammitglieder verstärkt auf Mentaltraining. Kadertrainer Christian Peiler rückte beim abschließenden gemeinsamen Training vor der Landesmeisterschaft auch die letzten Sequenzen ins richtige Bild. „Hätte man uns im Winter gesagt, dass wir die Silbermedaille erhalten, wir hätten sofort unterschrieben“, waren sich alle einig.

Bittersüß ist die Silbermedaille bei aller Freude über die „grandiose Leistung“ (Jennifer Hoffmann) dennoch. Denn das Sichtungsgremium nominierte den Vizewestfalenmeister im Anschluss an die Meisterehrung nicht für die nationalen Wettkämpfe in Krumke (Sachsen-Anhalt). Lediglich die Drittplatzierten aus Wehdem-Oppendorf erhielten neben den bereits für die Deutsche Meisterschaft gesetzten Siegern aus Brakel einen Fahrschein. Der Pferdesportverband Westfalen lässt somit zwei von drei zusätzlichen Startplätzen verfallen. „Ein guter Wettkampf reichte den Sichtern nicht aus. Das Risiko aufgrund der Ausfälle im Vorfeld sei zu hoch, außerdem zweifelt man an unserer Pflichtstärke. Zumindest dies ist, nachdem wir im vergangenen Jahr auf einem fremden Pferd auf Platz zehn in der Pflicht gelandet waren, schwer nachzuvollziehen“, meint Hoffmann.

Zum erfolgreichen Juniorteam Drensteinfurt gehören Alena Beuing, Wiebke Kantimm, Malina Pilz, Inga Faiß, Jacqueline Borgheyink sowie Saphira Blümer. Außerdem fieberten die Ersatzleute Jule Tiggemann, Sina Thissen, Hanna Tölle, Emma Menne sowie Sophie Brolle mit. - da

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