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Jens-Uwe Niemeyers Abschiedsspiel für den SVD

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Von: Matthias Kleineidam

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Jens-Uwe Niemeyer spielte seit Sommer 2015 für den SV Drensteinfurt. Foto: Kleineidam
Jens-Uwe Niemeyer spielte seit Sommer 2015 für den SV Drensteinfurt. Weitere Bilder von Niemeyer gibt es in der Foto-Galerie weiter unten. © Kleineidam

Drensteinfurt - Sollte auf dem Rasenplatz an der Brandstraße in Mastholte gespielt werden können, absolvieren die Bezirksliga-Fußballer aus Drensteinfurt am Sonntag ihre letzte Partie vor der Winterpause. Für Jens-Uwe Niemeyer und Maximilian Dahlhoff ist es sogar die (vorerst) letzte für den SVD.

Bezirksliga 7: Rot-Weiß Mastholte – SV Drensteinfurt (Sonntag, 14 Uhr). In der Ortschaft von Rietberg kann es Prognosen zufolge morgens bei Werten um den Gefrierpunkt zu Schneefällen kommen. Weil Mastholte nur einen Naturrasen- und keinen Kunstrasenplatz hat, ist es unwahrscheinlich, dass die Partie angepfiffen wird – zumal vergangene Woche schon das Heimspiel gegen den TuS Freckenhorst ausfiel.

SVD-Coach Oliver Logermann hat am Freitagmorgen einen Verantwortlichen der Rot-Weißen kontaktiert. Der schrieb zurück: „Es wird zumindest eng. Der Platz ist sehr tief, jetzt kommt noch der Frost hinzu. Ich hoffe, dass die Entscheidung spätestens morgen fallen wird“ – also an diesem Samstag. Darauf hofft auch Logermann. „Ich spiele grundsätzlich gerne, aber ich habe keine Lust, dass wir am Sonntag dahin fahren und der Schiri dann sagt: Fahrt wieder zurück.“ Der 33-Jährige geht „stark davon aus, dass sie es absagen“.

Falls gekickt wird, sind die Drensteinfurter als Dritter beim Zwölften favorisiert. „Ich schätze die aber nicht so schlecht ein wie sie in der Tabelle stehen. Die müssten ein paar Plätze höher stehen“, sagt Logermann. Für Jens-Uwe Niemeyer und Maximilian Dahlhoff wäre es ihr Abschiedsspiel. „Beide wollen sich mit einem Sieg verabschieden.“ Niemeyer wird nach der Winterpause nicht mehr für den SVD auflaufen. „Er studiert in Osnabrück und sein Stundenplan ändert sich. Der Aufwand wird ihm einfach zu groß. Das ist absolut nachvollziehbar. Er ist die letzten Monate teilweise von Osnabrück zum Training gependelt“, sagt Logermann über den 26-Jährigen, der seit 2015 für Drensteinfurt auflief, und fügt hinzu: „Mit ,Strahli‘ verlieren wir nicht nur sportlich einen guten Mann – er war so ein bisschen ein Allrounder –, sondern auch menschlich einen super Typen, weil er ganz viel für die Truppe gemacht hat. Es tut schon weh, dass er uns verlässt.“

Auch der Drittliga-erfahrene Dahlhoff wird auf jeden Fall vorerst nicht mehr für den SVD spielen. „Er schreibt im Februar seine Bachelor-Arbeit und schafft es nicht zu trainieren in der Zeit. Nach dem Studium verreist er, und dann steht noch nicht fest, wo er arbeiten wird“, erklärt Logermann. Und weil auch Sinthusen Chelvanathan von Mitte Januar bis Mitte März nicht da sein wird, werde es „ein bisschen eng in der Rückrunde“. Deshalb laufen gerade Gespräche mit potenziellen Neuzugängen. „Wir gucken, dass wir noch ein, zwei Leute kriegen. Das ist nicht so einfach im Winter, aber es sieht nicht so schlecht aus“, berichtet der Trainer über den Stand der Dinge.

In Mastholte müssen die Stewwerter, die im Hinspiel eine ihre besten Saisonleistungen gezeigt und 4:0 gewonnen haben, auf mehrere Akteure verzichten. Marvin Brüggemann, Patrick Günner, Tobias Brune und Sven Wiebusch sind nicht dabei, Tobias Kofoth, Robin Wichmann und Sven Grönewäller weiter verletzt. Für Keeper Kofoth wird erneut Christopher Kemper zwischen den Pfosten stehen und versuchen, wie in Unna zu null zu spielen. Yannick Westhoff hat nach seiner langen Verletzungspause am Donnerstag erstmals wieder trainiert und wird auf der Bank sitzen. Leon van Elten nach seiner Gelb-Rot- und Max Schulze-Geisthövel nach seiner Gelb-Sperre sowie Dennis Popil, und Eric Schouwstra kehren ebenfalls in den Kader zurück.

Chance auf Platz zwei zu klettern

Sollte der SVD (34 Punkte), der auswärts nur eine von acht Partien verloren hat, drei Punkte holen, würde er am SuS Cappel (35), der spielfrei hat, vorbeiziehen und als Tabellenzweiter überwintern. Herbstmeister IG Bönen (38/beim Tabellen-13. SV Geseke) ist zu weit weg.

Der Gegner

RW Mastholte stieg 2014 aus der Westfalen- und in diesem Jahr aus der Landesliga ab. Das Team ist mit fünf Siegen, drei Unentschieden und sieben Niederlagen Tabellenzwölfter. Nur eine der jüngsten sieben Partien (3:1 gegen Sünninghausen) gewann Mastholte. Zuletzt gab es vor zwei Wochen eine 2:3-Schlappe beim FSC Rheda. 0:3 verloren die Rot-Weißen gegen Spitzenreiter IG Bönen, 0:7 gegen den Tabellenzweiten SuS Cappel. Erst 23 Tore haben sie erzielt. Nur der Drittletzte Rot-Weiß Unna und Schlusslicht SV Westfalia Rhynern II haben seltener getroffen – nämlich 22 Mal.

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