Ivo Kolobaric fühlt sich „richtig wohl beim SVD“

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Seit 2009 ist Ivo Kolobaric Coach bei den Fußballern des SV Drensteinfurt. Zurzeit macht dem 43 Jahre alten Münsteraner die Arbeit beim Bezirksligisten besonders viel Spaß.

DRENSTEINFURT ▪ Die Überraschungsmannschaft der Fußball-Bezirksliga 7 kommt aus Drensteinfurt. Der SVD hat als einziges Team der Liga – ungeschlagen ist keins – erst ein Mal verloren und steht nach zwölf von 30 Spieltagen punktgleich mit Spitzenreiter SuS Bad Westernkotten auf dem zweiten Tabellenplatz.

Am Sonntag (Anstoß 14.30 Uhr) kommt es im Sportzentrum Erlfeld zum Gipfeltreffen mit dem Team aus Erwitte im Kreis Soest. Matthias Kleineidam sprach mit SVD-Coach Ivo Kolobaric (43) über den bisherigen Saisonverlauf, die Ursachen für den Erfolg und seinen Vertrag beim Sportverein.

Hand aufs Herz! Hätte jemand vor der Saison gesagt , der SVD stehe nach zwölf Spieltagen auf Platz zwei, was hättest du geantwortet?

Kolobaric:Dass er noch mal nachdenken muss.

Was sind die Gründe für den Erfolg des SVD?

Kolobaric: Es gibt mehrere. Wir haben im Sommer gute Verstärkungen bekommen, die passen einfach. Und die Jungs, die aus der A-Jugend hochgekommen sind, haben Qualität und geben richtig Gas. Das Training ist viel intensiver geworden. Die letzten Jahre hatten wir Leute dabei, die satt waren. Außerdem spielen wir jetzt so, wie ich immer wollte – ziemlich schnell nach vorn und defensiv sehr stark. Wir sind die einzige Mannschaft in der Liga, die mit Dreierkette spielt, und zeigen einen unglaublichen Siegeswillen.

Welche Spieler überraschen dich am meisten?

Kolobaric: Yannick Niehues und die beiden Außenspieler Markus Fröchte und Sven Grönewäller. Richtig verbessert hat sich Leon van Elten. Er hat einen Sprung gemacht. Auch das, was Julian Heinsch nach seiner langen Pause gezeigt hat, war okay.

Wo siehst du Verbesserungsbedarf?

Kolobaric: Wir spielen in letzter Zeit nicht so gut. Wir müssen Konstanz in unser Spiel bekommen.

Wer ist für dich am Sonntag Favorit und warum?

Kolobaric: Bad Westernkotten war für mich von Anfang an Favorit. Die haben sich ein paar Spieler aus der Oberliga geholt. Zu Beginn haben sie geschwächelt, die letzten sechs Spiele aber alle gewonnen. Aber wir werden ihnen die Hölle heißmachen.

In den ersten beiden Bezirksliga-Spielzeiten habt ihr jeweils 43 Punkte geholt. Jetzt sind es schon 25. Wie viele sollen es werden?

Kolobaric: Das ist schwer zu sagen. Ich wollte zehn Punkte mehr holen als vergangene Saison. Aber natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen.

Es ist jetzt deine sechste Saison als Trainer des SVD. Ist ein Ende absehbar?

Kolobaric: Das weiß ich nicht. Mir macht’s Spaß. Ich habe lange gekämpft um das, was ich jetzt habe, und fühle mich zurzeit richtig wohl beim SVD. Ich arbeite gerne mit jungen Leuten. ▪ mak

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