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Drensteinfurt löst „eklige“ Pokal-Aufgabe in Davensberg

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Von: Matthias Kleineidam

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Den Ball im Blick: (von links) Jens-Uwe Niemeyer, Mehdi Dirani, Eric Schouwstra und Rassam Hassanzadeh Ashrafi. Foto: Kleineidam
Den Ball im Blick: (von links) Jens-Uwe Niemeyer, Mehdi Dirani, Eric Schouwstra und Rassam Hassanzadeh Ashrafi. © Kleineidam

Drensteinfurt - Die Bezirksliga-Fußballer des SV Drensteinfurt haben wie im vergangenen Jahr die erste Hürde im Kreispokal übersprungen, A-Kreisligist Davaria Davensberg ist wieder bereits in Runde eins ausgeschieden. Der Favorit gewann am Ende zwar deutlich, hatte aber mehr Mühe als im lieb war.

Kreispokal, 1. Runde: SV Davaria Davensberg – SV Drensteinfurt: 2:5. Die Schlüsselszene war der von Mohamed Morsel vergebene Elfmeter beim Stand von 2:1 für die Gastgeber in der 53. Minute. Eric Schouwstra hatte den Ball im Sechzehner mit der Hand gespielt, Drensteinfurts Tobias Kofoth parierte den Schuss und hielt sein Team im Spiel. „Das war die spielentscheidende Szene“, sagte Davarias Spielertrainer Masen Mahmoud direkt nach dem Abpfiff. „Ich bin mir 100-prozentig sicher, dass wir die Partie gewonnen hätten, wären wir 3:1 in Führung gegangen.“

Gästecoach Oliver Logermann war erleichtert, dass seine Jungs die „eklige Aufgabe“ gegen einen „unangenehmen Gegner“ gelöst hatten, und freute sich bereits auf das Duell mit dem ambitionierten Bezirksligisten FC Nordkirchen, der am Sonntag den C-Ligisten SG DJK Dyckburg mit 4:0 schlug. Die 2. Runde ist für Donnerstag, 30. August, angesetzt.

Drei Tore von Brüggemann – zwei per Elfmeter

In der ersten Halbzeit sahen die rund 70 Zuschauer im Waldstadion nur wenige Höhepunkte – dafür aber drei Tore. In der 18. Minute verlor Davensbergs Keeper Andreas Stilling den Ball unnötig an Falk Bußmann. Der spielte quer vors leere Tor, wo Marvin Brüggemann nur noch einschieben musste. „Bis zum 1:0 war es ordentlich. Danach haben wir total den Faden verloren und viele Fehler gemacht“, monierte Logermann. Den Ausgleich erzielte Mahmoud. Er traf mit einer Direktabnahme, die für Kofoth unhaltbar abgefälscht wurde (23.). „Wir haben die Räume im Mittelfeld eng gemacht“, lobte der Spielertrainer seine Elf. Kurz vor dem Pausenpfiff köpfte Kelvin Shabani nach einer Ecke das 2:1 für die Davaren (45.+5).

In der 61. Minute zeigte Schiedsrichter Christian Arends erneut auf den Elfmeterpunkt. Diesmal ahndete er ein Handspiel der Gastgeber. Brüggemann verwandelte souverän zum 2:2 (61.). Nachdem Jens-Uwe Niemeyer links vorbeigeschossen hatte (73.), gab es den dritten Elfmeter. Wieder ließ sich Brüggemann die Chance nicht nehmen – 2:3 (76.). „Beim zweiten bin ich mir nicht so sicher, ob es einer war“, merkte Mahmoud an. Zwei Minuten später leitete der eingewechselte Paul Bisping einen Konter ein, Niemeyer legte quer, und Brüggemann drückte die Kugel links am leeren Tor vorbei (78.). Das hätte sich beinahe gerächt. Doch Rassam Hassanzadeh Ashrafi ließ zwei große Chancen zum Ausgleich liegen (85., 89.). In der Nachspielzeit machte Stewwerts Bußmann mit einem schönen Schuss ins lange Eck alles klar (90.+2). Sehenswert war auch das 2:5. Niemeyer war mit einem Lupfer über Stilling erfolgreich (90.+5).

Drensteinfurt: Kofoth, Schouwstra, Fröchte, Günner, Westhoff (86. Gollan), Niehues, S. Wiebusch, Niemeyer, Chelvanathan (46. Bisping), Bußmann, Brüggemann (90.+2 Kröger)

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