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Drensteinfurt gibt Führung aus der Hand

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Von: Karsten Steenbrede

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Der SV Drensteinfurt hatte trotz der Führung im Kellerduell in Heessen das Nachsehen.
Der SV Drensteinfurt hatte trotz der Führung im Kellerduell in Heessen das Nachsehen. © szkudlarek

Nach einer 1:3 (0:0)-Niederlage im Kellerduell beim SVE Heessen hat der SV Drensteinfurt die große Chance vertan, in der Tabelle der Fußball-Bezirksliga an der Eintracht vorbeizuziehen und sich etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen.

Hamm – Nun beträgt der Abstand auf das rettende Ufer bereits fünf Zähler und die Stewwerter müssen in den kommenden Partien endlich punkten, um den Anschluss nicht zu verlieren.

„Die Saison ist lang, wie haben noch genug Spiele“, gibt SVD-Trainer Thorsten Heinze zu bedenken und fordert: „Wir müssen jetzt mal einen Dreier einfahren.“

Von Beginn an entwickelte sich vor gut 200 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz im Marienstadion ein durch Nervosität und Fehler geprägtes Duell, in dem keine der beiden Mannschaften ein großes Risiko eingehen wollte. Auch wenn die Eintracht den besseren Start erwischte und eine Doppelchance durch Lennard De Graaf besaß (4.), prägten viele einfache Fehler, ungenaue Aktionen und ein schnell wechselnder Ballbesitz das Geschehen zwischen beiden Strafräumen. Die beiden Trainer nahmen es im ersten Durchgang noch mit Humor. „Habt ihr genug Bälle?“, fragte SVD-Coach Thorsten Heinze seinen Kollegen an der Seitenlinie, als die Hausherren innerhalb kürzester Zeit den zweiten Ball über den Fangzaun ins Wohngebiet geschossen hatten. „Acht sind noch da“, konterte Meschede mit einem Schmunzeln.

Bei den Stewwertern war es vor allem Andre Vieira Carreira, der um Ordnung im Mittelfeld bemüht war und Sicherheit im Kombinationsspiel ausstrahlte. Er war es auch, der es nach einer Viertelstunde mit einem Fernschuss versuchte. Etwas später traf Maximilian Groß nach einer Einzelaktion aus spitzem Winkel nur das Außennetz (32.). „Wir haben schon gut nach vorne gespielt, waren nur im letzten Drittel nicht konsequent genug“, so Heinze. „Wenn wir es besser ausspielen, machen wir auch die Tore.“

Sven Wiebusch als Unglücksrabe

So wie Maximilian Groß, der seine Freiheiten am SVE-Strafraum nutzte, um Maß zu nehmen und das Leder aus gut 20 Metern unhaltbar zum 0:1 einzuschießen (58.). Heessen drängte nun auf den Ausgleich. Nach einem Foul von Sven Wiebusch an Yunus Kämper verwandelte Dominik Giffey den Elfmeter zum 1:1 (73.). Nur drei Minuten danach legte der eingewechselte Konstantin Rühl nach einem Konter perfekt für Yunus Kämper auf, der SVD-Keeper Steffen Scharbaum mit einem platzierten Flachschuss überwand. Kurz vor dem Ende sorgte die Eintracht für die Entscheidung. Wieder war Sven Wiebusch in einem Zweikampf mit Konstantin Rühl der Unglücksrabe, der einen Strafstoß verursachte und erneut netzte Dominik Giffey zum 3:1 ein (87.).

„Bis zum Elfmeter haben wir es richtig gut gemacht und nichts zugelassen. Beim ersten Elfer war unser Torwart noch dran, aber da fehlt uns momentan auch das Glück. Und das 2:1 war die erste wirklich herausgespielte Situation der Heessener“, so Heinze. „Am Ende war es dann ein offener Schlagabtausch.“  

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