Fußball

Castro und Lübke mit Logermann zu Roxel, Wunschtrainer sagt SVD ab

Verlässt den SV Drensteinfurt nach dieser Saison: Antreiber Christoph Lübke (rechts).
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Verlässt den SV Drensteinfurt nach dieser Saison: Antreiber Christoph Lübke (rechts).

Jan Wiebusch ist zurzeit nicht zu beneiden. Der Seniorenfußball-Obmann des SV Drensteinfurt ist seit gut vier Monaten im Amt – und hat einiges zu tun. Einer nach dem anderen verlässt den Verein.

Drensteinfurt – Oliver Logermann wechselt nach der Saison zum BSV Roxel. Und nicht nur das. Der Trainer nimmt auch noch Christoph Lübke und Diogo Castro mit. Zu allem Überfluss muss Wiebusch einen neuen Co-Trainer für die erste Mannschaft finden, weil Marcel Bonnekoh zum TuS Ascheberg geht, und einen Coach für die Zweitvertretung. „Wir haben mehrere Baustellen. Das hätte ich mir zum Start nicht so vorgestellt“, sagt Wiebusch.

Als kurz vor Weihnachten feststand, dass Logermann den SVD nach vier größtenteils erfolgreichen Jahren verlassen wird, war auch klar, dass ihm gestandene Spieler, die er nach Drensteinfurt geholt hatte, folgen werden. Die ersten beiden Wechsel sind von Roxeler Seite mittlerweile verkündet. Christoph Lübke, ein zweikampfstarker Führungsspieler, und Diogo Castro, der in der vergangenen Saison mit 20 Toren einen großen Anteil am Aufstieg in die Landesliga hatte, hören nach zwei Jahren beim SVD auf. Weitere Abgänge sind nicht ausgeschlossen.

Auch bald weg: Angreifer Diogo Castro vom SV Drensteinfurt, ab Sommer BSV Roxel.

Schwierig gestaltet sich die Trainersuche. Wiebusch hatte gehofft, schon in dieser Woche Vollzug melden zu können. Doch Matthias Gerigk hat abgesagt. „Ich habe gedacht, dass es was wird. Er hat sich aber für Union Lüdinghausen und gegen uns entschieden“, sagt der Obmann. Gerigk, der 2012 als Spieler mit dem SVD Meister der Kreisliga A wurde und den Sprung in die Bezirksliga schaffte, sei der Wunschkandidat gewesen. Momentan ist er Coach des A-Kreisligisten SC Blau-Weiß Ottmarsbocholt. Lüdinghausen ist Bezirksligist.

Mit anderen Kandidaten führen Wiebusch und Dennis Popil, der nicht nur Spieler der ersten Mannschaft ist, sondern sich seit Kurzem auch als Obmann der Zweit- und Drittvertretung engagiert, in diesen Tagen Gespräche – Corona-bedingt natürlich erst mal telefonisch. „Uns schweben zwei, drei Namen im Kopf“, sagt Wiebusch, ohne konkrete zu nennen. Er will so schnell wie möglich einen Nachfolger präsentieren, eine voreilige Entscheidung aber vermeiden. „Bis Ende des Monats wollen wird das Thema erledigt haben. Und ich denke, dass wir das auch tatsächlich schaffen.“ Schließlich sollen auch die Spieler für die nächste Saison planen können. Noch-Coach Logermann ist laut Wiebusch nicht mehr in die Trainersuche involviert. „Er gibt natürlich noch Tipps.“ Final werde Rücksprache mit dem Vorstand gehalten.

Wer folgt Heinsch?

Auch in der zweiten Mannschaft gibt es eine Baustelle. Spielertrainer des B-Kreisligisten ist seit Herbst 2019 Dominik Heinsch. Schon länger steht fest, dass er das Amt zum 30. Juni 2021 niederlegt, weil er eine weitere berufliche Ausbildung beginnen wird. Wer Heinsch folgt, ist dagegen noch unklar. „Leider gibt es noch nichts Neues“, sagt Obmann Wiebusch. Marcel Bonnekoh fällt als Option auf jeden Fall weg. „Das ist sehr schade, aber für ihn vielleicht der richtige Schritt, um Erfahrungen zu sammeln“, sagt Wiebusch.

Wessel bleibt

Bei der dritten Mannschaft hat Malte Wessel das Sagen. Er wird im Sommer in seine vierte Saison als Coach der jungen Truppe gehen. „Ich werde es auf jeden Fall weitermachen. Komme, was wolle! Es macht mir einfach Spaß“, hatte der Student Ende November in einem WA-Interview gesagt. „Malte macht auf jeden Fall weiter“, bestätigt Jan Wiebusch.

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