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Die zwei Gesichter des SV Drensteinfurt

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Von: Karsten Steenbrede

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Drensteinfurts Dennis Popil läuft dem Ahlener Ahmet Bastürk im Testspiel davon.
Drensteinfurts Dennis Popil läuft dem Ahlener Ahmet Bastürk im Testspiel davon. © Karsten Steenbrede

Eine Woche nach Beginn der Saisonvorbereitung hat der SV Drensteinfurt im ersten Freundschaftsspiel beim 1:1 (1:0) gegen die DJK Vorwärts Ahlen zwei ganz unterschiedliche Gesichter gezeigt.

Drensteinfurt - Nach einer starken ersten Halbzeit bauten die Stewwerter nach dem Seitenwechsel merklich ab und hatten am Ende das nötige Quäntchen Glück und mit Keeper Steffen Scharbaum einen starken Rückhalt, die Partie nicht noch zu verlieren.

„Die erste Hälfte war richtig gut, obwohl heute etliche Spieler gefehlt haben“, bilanzierte Drensteinfurts Co-Trainer Andre Budde, der Coach Thorsten Heinze (Urlaub) an der Seitenlinie vertrat. „Das Unentschieden ist am Ende gerechtfertigt, weil wir in der zweiten Halbzeit abgebaut haben.“

Vor nur 30 Zuschauern „Im Erlfeld“ fanden die Hausherren gut in die Begegnung und erspielten sich gleich zu Beginn mehrere gute Einschussmöglichkeiten. Lars Hülsmann zog aus halbrechter Position knapp am langen Pfosten vorbei (1.), Sven Grönewäller setzte einen Freistoß knapp über das Tor (7.) und Falk Bußmann scheiterte aus aussichtsreichen Positionen gleich zweimal an DJK-Schlussmann Nico Kundt (13., 20.).

Der SVD attackierte früh und so hatte Vorwärts Ahlen große Probleme im Spielaufbau. Schon Torwart Kundt fehlten häufig Anspielmöglichkeiten und auch in der Offensive präsentierten sich die Gäste bis auf eine Ausnahme sehr harmlos. Lediglich ein Schuss von Jonathan Dehardt, an den SVD-Torhüter Scharbaum nur mit den Fingerspitzen kam, musste von Leo Steinert kurz vor der Linie geklärt werden (7.). Ansonsten bestimmten die Drensteinfurter das Geschehen und waren vor allem über die starke rechte Seite mit Leo Steinert und Sven Grönewäller gefährlich. Nur manchmal agierten die Gastgeber zu hektisch im Spiel nach vorne, weswegen Andre Budde immer wieder mehr Ruhe einforderte, um Ball und Gegner laufen zu lassen. Fünf Minuten vor der Pause gelang dem SVD dann die Führung. Nico Kundt holte Lars Hülsmann von den Beinen und Falk Bußmann verwandelte den fälligen Elfmeter im Nachschuss zum 1:0 (40.).

Drensteinfurt nach der Pause wie ausgewechselt

Nach dem Kabinengang agierten die Stewwerter plötzlich wie ausgewechselt, waren zu weit von ihren Gegenspielern entfernt und fanden überhaupt nicht mehr in die Zweikämpfe. Dagegen witterte Ahlen Morgenluft, nutzte seinen größeren Spielerkader bei den fliegenden Wechseln und legte Fußballtugenden wie Laufbereitschaft, Aggressivität und Zielstrebigkeit an den Tag. „Wir haben in der letzten Woche hart gearbeitet und waren dann platt“, erklärte Andre Budde den Leistungsabfall seines Teams in Durchgang zwei. „Wir haben nicht gegen irgendeinen Gegner gespielt, sondern gegen eine Mannschaft, die Ambitionen hat, in die Bezirksliga aufzusteigen.“

Während der SVD immer passiver wurde, erspielte sich Ahlen durch Ahmet Bastürk (47., 52), Loris Uhlenbrock (62., 65.) und Alper Yildirim (78.) gleich fünf hochkarätige Chancen zum Ausgleich. Doch das verdiente 1:1 sollte erst kurz vor dem Ende gelingen, als Sebastian Aksan einen Konter über die linke Außenbahn mit einem platzierten Flachschuss abschloss (87.).

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