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Die SVD-Trainer Heinze und Budde streifen das Trikot über

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Von: Benedikt Ophaus

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Testspiel: SV Drensteinfurt – BSV Roxel 2:3
Thorsten Heinze musste am Mittwochabend auf dem Feld ran. © Kleineidam

Die Zuschauer „Im Erlfeld“ mussten am Mittwochabend zweimal hinschauen. Tatsächlich standen beim SV Drensteinfurt Trainer Thorsten Heinze und sein Co Andre Budde auf dem Rasen. 

Drensteinfurt - Die Personalnot in Reihen der Gastgeber hatte es notwendig gemacht. Heinze, Budde und ihre Mitspieler mussten in ihrem dritten Turnierspiel des 2. SVD-Schlering-Cups ihre zweite Niederlage hinnehmen: Das Spiel um Platz drei gegen den A-Ligisten TuS Ascheberg verlor der SVD mit 0:1 (0:0). Die Entscheidung fiel in der 88. Minute. „Da waren wir zu weit aufgerückt“, sagte Heinze.

Drensteinfurts Trainer hatte lediglich sieben Spieler seines eigentlichen Kaders zur Verfügung. Akteure der 2. und 3. Drensteinfurter Mannschaft halfen aus, das genügte aber noch nicht. Also zogen sich auch Heinze und Budde ein Trikot an – und spulten gleich die kompletten 90 Minuten ab. „Viele sind aktuell im Urlaub oder verletzt, andere haben aus beruflichen Gründen gefehlt“, sagte der Coach. Längerfristige Ausfälle seien aber kaum dabei. „Bei einigen sind es kleine muskuläre Geschichten. Das sollten wir schnell wieder in den Griff bekommen.“ Voraussichtlich schon beim Erstrundenspiel des Münsteraner Kreispokals am Sonntag (15 Uhr) bei GW Marathon Münster. „Die, die arbeiten mussten, kehren auf jeden Fall zurück. Und auch zwei Urlauber stehen wieder zur Verfügung. Wir werden am Sonntag eine Mannschaft mit mehr Potenzial aufbieten können.“ Was bedeutet, dass Heinze und Budde wohl wieder an der Seitenlinie stehen werden. „Das soll eine Ausnahme bleiben“, sagte der Coach. „Wir trainieren ja gar nicht mit.“ Heinze scherzte nach dem Spiel: „Ich werde morgen wohl einen Zivildienstleistenden benötigen, der mich aus dem Bett holen muss.“

Mit dem Auftritt des SVD beim eigenen Turnier war der Trainer nicht zufrieden. Einzig die erste Halbzeit im Auftaktspiel gegen Rinkerode (3:2) habe überzeugt. „Da waren wir auch gut besetzt“, sagte er. „Danach war klar zu erkennen, dass uns nach den Vorbereitungswochen die Kraft fehlte.“ Und das Personal.

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