Stadt erhöht Zuschüsse für Investitionen von Sportvereinen nicht

Vier Sportvereine hatten einen gemeinsamen Antrag eingereicht, in dem sie dafür warben, die Investitionskostenzuschussquote für alle Sportvereine von 50 auf 80 Prozent zu erhöhen.
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Vier Sportvereine hatten einen gemeinsamen Antrag eingereicht, in dem sie dafür warben, die Investitionskostenzuschussquote für alle Sportvereine von 50 auf 80 Prozent zu erhöhen.

Die Stadt Drensteinfurt wird die Zuschüsse für von Sportvereinen getätigte Investitionen nicht erhöhen. Das haben die Mitglieder des Ausschusses für Schule, Sport und Kultur in der jüngsten Sitzung einstimmig entschieden.

Drensteinfurt – Vier Vereine (Fortuna Walstedde, der SV Drensteinfurt, die DJK Olympia Drensteinfurt und der Tennis-Club Drensteinfurt) hatten einen gemeinsamen Antrag eingereicht, in dem sie dafür warben, für das laufende Jahr die Investitionskostenzuschussquote für alle Sportvereine von 50 auf 80 Prozent zu erhöhen. Grund für den Antrag war, dass die Einnahmen der Vereine wegen der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr bei gleichbleibenden laufenden Kosten deutlich gesunken waren. „Trotzdem ist es notwendig, im Jahr 2021 Investitionen vorzunehmen, um einen geregelten Sportbetrieb wiederaufzunehmen und weiterzuführen“, heißt es in dem Antrag.

Dieser Argumentation folgten die Mitglieder des Ausschusses nicht. Stattdessen stimmten sie der Verwaltung zu, die sich gegen den Antrag ausgesprochen hatte. Der Wunsch der Sportvereine sei zwar verständlich. „Aber auch die Verwaltung muss hinter geplante Investitionen ein Fragezeichen setzen“, erklärte Bürgermeister Carsten Grawunder.

Gesamtfördersumme gedeckelt

Zudem mahnte die Verwaltung in ihrer Begründung an, dass die Erhöhung der Zuschüsse nicht automatisch auch dazu führe, dass den Vereinen mehr Geld zur Verfügung stünde: „Bislang war die Gesamtfördersumme für solche Maßnahmen auf 100 000 Euro im Haushaltsjahr gedeckelt. Dies ist auch für das Jahr 2021 im Haushalt so vorgesehen.“ Die Erhöhung der Investitionskostenzuschussquote von 50 auch 80 Prozent würde also dazu führen, dass die Stadt deutlich weniger Einzelmaßnahmen fördern könnte, weil pro Maßnahme deutlich mehr Fördergelder fließen würden. Statt wenige teure Maßnahmen zu unterstützen, wünsche die Verwaltung sich, eine breitere Auswahl an Maßnahmen mit Fördermitteln zu begleiten.

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