Weitere Plätze

Boulefreunde des SV Drensteinfurt erfüllen sich langen Wunsch

Neue Plätze für die Boulefreunde: Ein Teil des sogenannten Grascheplatzes ist umgestaltet worden.
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Neue Plätze für die Boulefreunde: Ein Teil des sogenannten Grascheplatzes ist umgestaltet worden.

Seit der Gründung im Jahr 2009 legt die Bouleabteilung des SVD viel Wert auf Eigenleistung. Die „akribische Suche nach Fördermitteln“ erfüllte laut Geschäftsführer Thomas Volkmar viele Wünsche. Nun steht ein weiteres Projekt vor dem Abschluss. Weitere Bouleplätze stehen zur Verfügung stehen.

Drensteinfurt – Als sich die Bouleabteilung „Klack ‘09“ des SVD im Jahr 2009 gründete, wurden die Mitglieder der ersten Stunde noch belächelt. „Niemand in Drensteinfurt hatte damit gerechnet, dass die Abteilung einmal so erfolgreich sein wird“, sagt Thomas Volkmar, der Geschäftsführer und stellvertretende Obmann. Heute gehört „Klack ‘09“ mit 115 Mitgliedern in NRW zu den größten Boulevereinen/-abteilungen.

Schon seit der Gründung legen die Verantwortlichen viel Wert auf Eigenleistung. Die „akribische Suche nach Fördermitteln“ – laut Volkmar kamen 32 000 Euro von 2009 bis 2020 zusammen – erfüllte viele Wünsche. Und so wurde in den vergangenen Jahren, ohne auf Gelder des Gesamtvereins zurückgreifen zu müssen, ein Boulodrom geschaffen, das einem Vergleich gut standhalten könne.

Vor elf Jahren wurden die ersten vier Plätze im Sportzentrum Erlfeld gebaut, die aufgrund der schnell steigenden Mitgliederzahl aber schon bald nicht mehr ausreichten. 2011 folgte der Bau sechs weiterer Felder. „Ein Heim, Flutlicht und viel Grün machen das Boulodrom zu einem Schmuckstück“, so Volkmar.

Vor einigen Wochen wurde die neue Flutlichtanlage, die durch Fördermittel des Landessportbundes (LSB) und einen Investitionskostenzuschuss der Stadt möglich wurde, an den vorhandenen zehn Plätzen errichtet.

Ausrichtung von öffentlichen Turnieren

In diesen Tagen steht ein weiteres Projekt vor dem Abschluss. Eigentlich reichen die vereinseigenen Plätze für die üblichen Treffen, die fünfmal in der Woche stattfinden, aus, können doch zirka 40 Personen gleichzeitig Boule spielen. Bei den Turnieren werde es aber eng, sagt Volkmar. Seit der Umwandlung des Aschenplatzes in den sogenannten Grascheplatz nutzen die Boulefreunde oft die Laufbahn um den Rasenplatz. „Dieses ist aber nur möglich, wenn der Rasenplatz nicht am selben Tag von den Fußballern genutzt wird.“ Und weil „Klack ‘09“ seit 2010 Teams für den Meisterschaftsbetrieb des Boule- und Pétanque-Verbandes NRW (BPV) meldet, sei der Wunsch nach einer Ausrichtung eines Ligaspieltages und von öffentlichen Turnieren in Drensteinfurt in den vergangenen Jahren immer größer geworden. „Aber allein hierfür werden bis zu 30 Plätze mit den Mindestmaßen 12 mal 3,50 Meter benötigt“, erklärt Volkmar.

Grascheplatz verkleinert

Als absehbar war, dass die Politik plant, die Aschelaufbahn in eine Tartanbahn umzuwandeln, mussten die Boulefreunde des SVD eigenen Angaben zufolge aktiv werden. Denn Boulesport auf Rasen oder einer Kunststoffbahn sei nicht möglich. In zahlreichen Gesprächen mit der Verwaltung und der Politik wurde der Wunsch nach weiteren Plätzen geäußert. Bei den Sitzungen im April dieses Jahres entschieden die Politiker in den Fachausschüssen die Bereitstellung einer Fläche für weitere Bouleplätze. Da der Grascheplatz mit einer Länge von 110 Metern ohnehin sehr groß angelegt war, beschlossen die Verantwortlichen, diesen um zwölf Meter zu kürzen. „Bei dieser Entscheidung wurden auch die Fußballer mit eingebunden, die ebenfalls zustimmten“, sagt Volkmar.

3200 Euro Eigenleistung

Für das Versetzen des Ballfangzaunes und das Abschieben des Bodens standen 10 000 Euro im Haushalt 2020 zur Verfügung. Für die weiteren Arbeitsschritte, wie zum Beispiel die Verteilung und das Walzen des Dolomitsandes sowie das Erstellen der Einfassungen und der Abgrenzung zum Fahrweg, waren die Boulefreunde zuständig. Damit der nun ebene Bereich auch als Multifunktionsfläche von den Fußballern genutzt werden kann, werden die Spielfelder mit Bändern markiert, die vor jeder Nutzung aufgebracht werden. Für die Eigenleistung mussten etwa 3200 Euro aufgewendet werden. „Die verschiedensten Fördertöpfe vom Land, Kreis oder der Stadt wurden in den letzten Jahren für solche Projekte angezapft“, so Volkmar zu den „Investitionen für die Zukunft“.

Die verschiedensten Fördertöpfe wurden angezapft.

Thomas Volkmar

2021 steht als vorerst letztes Projekt die Erneuerung der Bänke im Boulodrom auf der Agenda der Abteilung. Auch dafür wurden bereits Fördergelder generiert. Die Boulefreunde hoffen, die Aktion zu Beginn der Saison im Frühjahr umsetzen zu können. „Solche Maßnahmen sind nur mit viel Eigenleistung möglich“, betont Volkmar. Daher ist der Abteilungsvorstand stolz auf die vielen Helfer um Platzwart Josef Schürmann. Für das Bauteam ist das Jahr noch nicht beendet. Es stehen noch Restarbeiten an den neuen Plätzen, der Außenanstrich des Bouleheims sowie Strauch- und Baumschnitt an.

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