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Das trauen Experten der HSG dem Nationalteam bei der EM zu

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Von: Matthias Kleineidam

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Ist guter Dinge: Alfred Gislason, Trainer der Handball-Nationalmannschaft. Foto: dpa
Ist guter Dinge: Alfred Gislason, Trainer der Handball-Nationalmannschaft. © Uwe Anspach/dpa

Die Handball-Nationalmannschaft startet in die Europameisterschaft. Inwieweit verfolgen sie die EM, wie sind Chancen der Deutschen und wer sind die Favoriten? Julia Feige, Jan Schemmelmann und Heinz Huhnhold von der HSG Ascheberg/Drensteinfurt haben auf die Fragen geantwortet.

Drensteinfurt – Die Handball-Europameisterschaft in Ungarn und der Slowakei ist gestartet. 24 Teams sind dabei, Titelverteidiger ist Spanien. Für Deutschland, das alle drei Gruppenspiele in Bratislava austrägt, geht es an diesem Freitag (14. Januar, 18 Uhr) mit dem Spiel gegen Belarus los. Der WA hat bei den Handballern der HSG Ascheberg/Drensteinfurt nachgefragt, inwieweit sie die EM verfolgen, wie die Chancen der Deutschen sind und welche Nationen zum Favoritenkreis zählen. Julia Feige von den Kreisliga-Frauen sowie Jan Schemmelmann und Trainer Heinz Huhnhold von den Bezirksliga-Männern nahmen sich Zeit, um zu antworten.

Wie wird die Gruppenphase aus deutscher Sicht laufen? Qualifiziert sich das DHB-Team als Erster für die Hauptrunde?

Feige: Deutschland sollte sich schon als Erster durchsetzen können. Aber letztendlich entscheidet die Tagesform und welche Mannschaft ihre Stärken besser abrufen kann.

Schemmelmann: In der Gruppenphase werden wir Erster, aber ein Unentschieden wird es geben. Es sind drei Spiele auf Augenhöhe, wobei Belarus der leichteste Gegner ist.

Huhnhold: Es wird schwer, als Gruppenerster in die Hauptrunde einzuziehen. Das entscheidet sich im Spiel zwischen Deutschland und Polen.

Alfred Gislason hat viele Turnier-Neulinge in den Kader berufen. Wie weit kommt die deutsche Mannschaft bei der EM?

Feige: In der Hauptrunde werden die Gegner auf jeden Fall stärker. Dann kommt es darauf an, ob wir dem Druck standhalten können. Wir haben gute Jungs, keine Frage, allerdings sind sie zum großen Teil noch sehr unerfahren. Zumal der Bundestrainer nicht so viel Zeit hatte, dem neu formierten Team gemeinsame Spielstrukturen und Laufwege einzuhauchen.

Schemmelmann: Die Deutschen werden sich für die Halbfinals oder das Spiel um Platz fünf qualifizierten. Was in einem Halbfinale passiert, ist unberechenbar.

Huhnhold: Das Halbfinale müsste drin sein – und auch das Ziel sein. Aber es wird natürlich schwer.

Wer sind die Favoriten und welche Nation setzt sich am Ende durch?

Feige: Da sehe ich andere Nationen weiter vorn. Favoriten sind eher die üblichen Verdächtigen wie Frankreich, Dänemark und Spanien. Wir spielen eher die Außenseiterrolle, aber mit Gislason haben wir einen super Regisseur. Mal schauen, wie weit er die Jungs treibt ...

Schemmelmann: Ein Land aus dem Norden. Sei es Dänemark, Schweden oder Norwegen. Wobei Island die Überraschung der EM wird.

Huhnhold: Für mich zählen Dänemark, Frankreich, Schweden und Spanien zum Kreis der Favoriten.

Inwieweit verfolgst Du die EM? Nur die Spiele der Deutschen oder weitere?

Feige: Als zweifache Mutter von Kleinkindern hat man nicht so viel Zeit, zur Abendessenszeit Spiele zu schauen. Aber die 20.30-Uhr-Spiele schaue ich mir gerne an, und zu den 18-Uhr-Spielen der Deutschen gibt‘s das Butterbrot mit der ganzen Familie dann halt mal vorm Fernseher.

Schemmelmann: Ich werde so viele Spiele gucken wie möglich, aber auf jeden Fall die Spiele der Deutschen.

Huhnhold: Ich schaue mir nur die deutschen Spiele an.

Spielerin der HSG Ascheberg/Drensteinfurt: Julia Feige.
Spielerin der HSG Ascheberg/Drensteinfurt und zweifache Mutter: Julia Feige. © Feige

Zu den 18-Uhr-Spielen der Deutschen gibt‘s das Butterbrot mit der ganzen Familie halt mal vorm Fernseher.

Julia Feige

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