Tennis

TC Drensteinfurt ist „voll im Wintermodus“

Pause auf der Außenanlage: Die Sandplätze beim TC Drensteinfurt jetzt noch mal zu aktivieren, würde für den Verein viel Arbeit bedeuten.
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Pause auf der Außenanlage: Die Sandplätze beim TC Drensteinfurt noch mal zu aktivieren, würde für den Verein viel Arbeit bedeuten.

Einzel sind auf den Tennis-Außenplätzen erlaubt, Doppel dagegen nicht. Allerdings verzichten die Mitglieder des TC Drensteinfurt während des Lockdowns auch auf Einzel. „Wir haben unsere Anlage runtergefahren, sind seit Anfang November voll im Wintermodus“, sagt der Platzwart Manfred Dresenkamp.

Drensteinfurt – Die Verlängerung des Teil-Lockdowns hat natürlich auch Auswirkungen auf die Tennisclubs und Tennisabteilungen. Die Vereine in Nordrhein-Westfalen (Landesverbände WTV, TVM und TVN) dürfen die Hallen aufgrund der verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie voraussichtlich weiterhin nicht öffnen, organisierter Trainings- und Sportbetrieb ist nicht gestattet, und die Trainer können ihrer Erwerbstätigkeit nicht nachgehen.

Für den TC Drensteinfurt heißt das: Auch die nächsten Wochen ruht das Vereinsleben wohl. Sport- und Platzwart Manfred Dresenkamp und seine Vorstandskollegen können aktuell nicht agieren, sondern nur auf die Beschlüsse von Bund und Ländern reagieren. „Es ist ein laufender Prozess. Wir müssen selbst erst mal sehen, was auf uns zukommt, und uns abstimmen“, sagt Dresenkamp.

Wir müssen selbst erst mal sehen, was auf uns zukommt, und uns abstimmen.

Manfred Dresenkamp

Einzel auf den Außenplätzen sind als Individualsport erlaubt, Doppel dagegen nicht – auch nicht mit Personen aus dem eigenen Haushalt. Denn bei einem Doppel handelt es sich um Teamsport, und der ist gemäß Coronaschutzverordnung des Landes NRW verboten. Allerdings verzichten die Mitglieder des TCD auch auf Einzel. „Letztlich haben wir unsere Anlage runtergefahren. Wir sind seit Anfang November voll im Wintermodus“, erklärt Dresenkamp. Die Sandplätze noch mal zu aktivieren, mache keinen Sinn und würde viel Arbeit bedeuten. „Das wäre jeden Tag mit der Hoffnung verbunden, dass es keinen Frost gibt, die Plätze trocken bleiben und nicht durchweichen. Die Plätze leiden enorm durch die Wetterschwankungen.“

Er sei allerdings auch nicht von Mitgliedern angesprochen worden, ob der Club die Plätze wieder öffnen könne, sagt Dresenkamp. „Sie hatten ihre Hallenzeiten gebucht und sind erpicht darauf, dass sie in der Halle spielen können.“ Der TCD habe einen enormen Zuwachs an Buchungen, und der Trainingsbetrieb sei schon im Oktober komplett in der Halle gewesen.

Halle gut ausgelastet

Dass die Halle vor dem Start des Teil-Lockdown am 2. November sehr gut ausgelastet war, bestätigte der 1. Geschäftsführer Gerhard Herrmann schon Anfang des Monats, nachdem das neue Beleuchtungssystem sowie die leistungsstärkeren und umweltschonenden Heizstrahler in Betrieb genommen worden waren. „Die Halle war am Samstag und Sonntag von morgens um 9 Uhr bis abends um 22 Uhr durchgängig belegt. Wir hatten kaum eine freie Stunde, alle haben die Zeit noch mal genutzt“, sagte Herrmann und bedauerte die Situation: „Jetzt steht die schöne Halle leer.“

Der Start der Winterhallenrunde 2020/21 im Westfälischen Tennis-Verband (WTV), in der es keine Auf- und Absteiger geben wird, verschiebt sich durch den verlängerten Lockdown weiter nach hinten. Die Partien im November wurden gestrichen und sollen nicht nachgeholt werden. Der TCD hatte für die Wintersaison drei Senioren- und zwei Jugendteams gemeldet. Für November waren drei Spiele mit Drensteinfurter Beteiligung angesetzt, für Dezember lediglich zwei. Die Herren 40 um Mannschaftsführer Andre Niewöhner hätten in der Münsterlandliga am 5. Dezember beim TC Wolbeck und am 20. Dezember beim Werner TC aufgeschlagen. Die anderen vier Teams wären im letzten Monat des Jahres ohnehin nicht im Einsatz gewesen. Für sie ändert sich also erst mal nichts.

Saisonstart im Januar?

Sollten die beiden ersten Aufgaben der Herren 40 ersatzlos gestrichen werden, würden sie nur noch drei Partien zu absolvieren haben – die erste am 16. Januar gegen den VfL Sassenberg, sollte die Hallenrunde nach dem Jahreswechsel starten können. Die Damen 40 würden in der Bezirksliga mit dem Heimspiel gegen den TC Handorf II ebenso am 9. Januar starten wie die Herren 50, die in der Bezirksliga zu Gast beim TC Ochtrup wären. Die U15-Junioren würden am 23. Januar mit dem Duell gegen den 1. TC Hiltrup II einsteigen. Die erste Aufgabe für die Juniorinnen U18 ist eh erst für den 24. Januar angesetzt (gegen den TC Wolbeck).

Ob es sinnvoll sei, alle Spiele, die für November und Dezember geplant waren, grundsätzlich zu streichen anstatt sie bis Ende März gegebenenfalls nachzuholen, will Manfred Dresenkamp nicht beurteilen. Die restlichen Partien „werden nur noch freundschaftliche Begegnungen sein“, sagt der TCD-Sportwart. „Ob die Mannschaften überhaupt noch antreten werden, ist eine andere Frage.“ Im Sommer konnten die Vereine die gemeldeten Mannschaften aufgrund der Corona-Pandemie vom Spielbetrieb zurückziehen, ohne dass Kosten entstehen.

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