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RVD profitiert von seiner großen Anlage – Turniere für 2021 angemeldet

Andreas Kurzhals ist der 1. Vorsitzende des RV Drensteinfurt.
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Andreas Kurzhals ist der 1. Vorsitzende des RV Drensteinfurt.

Der RV Drensteinfurt ist einer der wenigen Vereine im Kreisreiterverband Warendorf, die trotz der Pandemie in diesem Jahr ein Turnier anderer Art ausgerichtet haben. Auch für das kommende Jahr ist einiges geplant.

Drensteinfurt – Während des erneuten Lockdowns passiert auf der Anlage am Hof Nathrath allerdings relativ wenig. „Die Situation ist so ähnlich wie im Frühjahr. Wir mussten wieder alles zurückschrauben“, sagt der 1. Vorsitzende Andreas Kurzhals.

Die Voltigierabteilung bewegt und longiert ihre Pferde, ansonsten sei in diesem Bereich gar nichts möglich. Und „für die Reiter gibt es natürlich keinen Reitunterricht“, sagt Kurzhals. „Der Vorteil des Reitervereins ist, dass er diese recht große Anlage hat. Wir haben gute Verhältnisse, zumindest was das Bewegen der Pferde betrifft.“ Zum einen ist die Halle mit 65 mal 20 Metern „Reitmaß“ relativ groß. „Nach den Richtlinien dürfen bei der Größe sogar sechs Pferde geritten werden. Damit kommen wir gut aus“, so Kurzhals. Die großen Plätze – dazu zählen der Turnierplatz (100 mal 60 Meter), das Dressurviereck (60 mal 20 Meter) und die Rennbahn – können die Reiter beim RVD ebenfalls nutzen.

„Wir haben 30 bis 50 Pferde, für die eine Hallennutzungsgebühr gezahlt wird“, erläutert Kurzhals. „Aber die kommen auch nicht täglich. Ich schätze mal, dass jeden Tag zehn bis 20 Pferde bewegt werden.“ An die Grenzen des Erlaubten stößt der Stewwerter Reiterverein nicht, „weil die Plätze so groß sind und sich das so entzerrt“. Laut den Richtlinien dürften auf der Anlage bis zu 30 Pferde gleichzeitig bewegt werden, sagt Kurzhals. Auf so eine Zahl komme der RVD gar nicht.

Verschiedene Richtlinien

Dass in dem einen Bundesland Reitunterricht erlaubt ist, in dem anderen aber nicht, ist auch für Kurzhals unverständlich. „Es gibt verschiedene Richtlinien und eine Riesendiskussion“, sagt der Vorsitzende. Teilweise gebe es vom Ministerium unterschiedliche Aussagen. „Der eine sagt, Einzelunterricht im Außenbereich sei zulässig, der andere sagt, er sei nicht zulässig. Das widerspricht sich“, sagt Kurzhals.

Damit der RVD die behördlichen Auflagen einhält, seien die Verantwortlichen „ständig im Austausch“ mit dem Ordnungsamt. Da passt es natürlich gut, dass Steffi Schouwstra, Schriftführerin des Reitervereins, für den städtischen Fachbereich Sicherheit und Ordnung arbeitet. „Sie stimmt es ab“, freut sich Kurzhals.

Trotz der außergewöhnlichen Umstände steht beim RVD mehreres auf der Agenda. „Wir wollen eine neue Beregnungsanlage in die Halle einbauen und Dinge anschaffen durch die Zuschüsse, die wir vom Land kriegen“, erklärt Kurzhals. „Deswegen mussten wir uns zu einer Vorstandssitzung treffen, die wir Corona-konform erstmalig im Sitzungssaal der Alten Post abhalten konnten.“ In der Reithalle wäre die Sitzung bei den Temperaturen nicht so angenehm gewesen. Wie berichtet unterstützt das Land NRW den Reiterverein im Rahmen des Sportstättenförderprogramms „Moderne Sportstätte 2022“ mit insgesamt 49 568 Euro.

Neuer Traktor

Ein weiteres Projekt, das es in der nächsten Zeit umzusetzen gilt, ist eine neue Umzäunung für das Dressurviereck. Außerdem möchte der RVD einen neuen Traktor anschaffen. „Der alte ist in die Jahre gekommen“, sagt Kurzhals. „Wir haben noch einiges vor, aber es ist nicht so einfach, alles zu organisieren.“

Organisiert werden müssen auch die Turniere im Jahr 2021 – auch wenn unklar ist, ob die überhaupt stattfinden können. „Wir müssen die Termine beim Pferdesportverband Westfalen immer bis Oktober anmelden“, sagt Andreas Kurzhals. Der RVD hat mehrere Turniere angemeldet, um das Ganze zu entzerren. Der Verein beabsichtigt, am 26. und 27. Juni, also am traditionellen Wochenende, ein Springturnier auszurichten. Für den Samstag und Sonntag zuvor (19. und 20. Juni) ist ein Dressurturnier und für das Wochenende 3. und 4. Juli „der Form halber“ (Kurzhals) ein Ausweichtermin angemeldet.

Neujahrsturnier wohl später

Das alljährliche Neujahrsturnier ist zwar erst mal für Sonntag, 7. Februar, terminiert. „Wir glauben aber nicht, dass der Reitertag stattfindet, weil er in der Halle wäre.“ Bei der Vorstandssitzung wurde besprochen, „dass wir lieber Ende März/Anfang April einen Reitertag auf dem Außengelände veranstalten. Irgendwas werden wir bestimmt machen, da bin ich ganz zuversichtlich“, betont Kurzhals.

Erfahrungen mit Veranstaltungen in Corona-Zeiten hat der Verein ja. Im vergangenen Juni wurden statt des großen Sommerturniers zwei Trainingstage ausgerichtet – in abgespeckter Version und ohne Zuschauer. Das war ein Novum in der Geschichte des 1924 gegründeten Reit- und Fahrvereins Drensteinfurt. Für die „sportliche Aktivität im Freien“ gab es 567 Anmeldungen. „Wir hatten eine hohe Starterfüllung von 80, 90 Prozent. Das ist schon gut gelaufen“, sagt Kurzhals und fügt an: „Ich Nachhinein kann man sagen, dass es genau richtig war, dass wir das Turnier ausgerichtet haben.“

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