FLVW-Kreis

Großes Lob vom Vorsitzenden Norbert Krevert an die Vereine

Norbert Krevert, Vorsitzender des FLVW-Kreises Münster
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Norbert Krevert, Vorsitzender des FLVW-Kreises Münster .

In seinem Bericht zum Jahresende, den er an die Vereine des FLVW-Kreises 24 Münster geschickt hat, blickt der Vorsitzende Norbert Krevert auf das schwierige Jahr 2020 zurück und „mit Hoffnung und Zuversicht“ auf 2021.

Drensteinfurt/Rinkerode/Münster – Seit mittlerweile Ende Oktober ruht der Ball, auf den Sportplätzen ist so gut wie nichts los. „Dabei waren wir vorsichtig optimistisch, dass wir nach dem Re-Start im September eine Saison ohne eine erneute Unterbrechung durchführen können“, schreibt Krevert. „Zumindest durften wir feststellen, dass der Sport nicht die Ursache der steigenden Infektionszahlen und der damit verbundenen erneuten Saisonunterbrechung war.“ Die Vereine hätten die Hygiene-Konzepte erfolgreich umgesetzt und sich verantwortungsvoll mit den Anforderungen auseinandergesetzt. „Das war der Grundstein dafür, dass die Saison überhaupt starten konnte.“

Das Jahr 2020 war laut dem Kreisvorsitzenden „gefüllt mit Sorgen, Ängsten und Hoffnung. Aber auch ,Verzicht‘ war ein prägender Begriff, welcher uns vor allem seit März begleitet.“ Nie zuvor fanden so wenige Fußballspiele statt wie im ablaufenden Jahr. Nie zuvor wurde so wenig trainiert. Und nie zuvor gab es so wenig Vereinsleben. „Ein Jahr ohne Meisterfeiern und Ehrungen. Ein Jahr ohne Emotionen im Endspurt einer Meisterschaft und im Kampf um den Klassenerhalt“, so Krevert. „Dabei sind es oft genau diese Momente der Entscheidungen im sportlichen Wettkampf, warum wir den Mannschaftssport so sehr lieben.“

Nie zuvor fanden so wenige Fußballspiele statt.

Norbert Krevert

Der Nachfolger von Norbert Reisener vermisst auch die Turniere in der Winterpause, die die Fußballer im FLVW-Kreis seit Jahrzehnten zum Jahreswechsel begleiten. Als Beispiele nennt er die Stadtmeisterschaften in Münster, den Ausber-Cup in Everswinkel und die Warendorfer HKM. „Auch die vielen Turniere der Juniorinnen und Junioren reihen sich ein“, schreibt Krevert. Bei diesen Turnieren gehe es nicht nur um „herausragende Wettkämpfe“, teils vor vollen Rängen. „Hier kommen auch Menschen aus allen Vereinen und Funktionsebenen zusammen, die den Kreis Münster prägen und gestalten. Die vielen Gespräche, die während der Turniere stattfinden, sind eine sehr wichtige Basis für die Arbeit in den Vereinen und im Kreis.“

Krevert liegt es am Herzen, den Organisatoren und Helferteams aller Turniere der vergangenen Jahre für die unzähligen Stunden der Vorbereitung und Durchführung zu danken. „Diesen Dank verbinde ich mit der Bitte und dem Wunsch, dass alle Turniermacher im nächsten Jahr mit dem gleichen Eifer wieder zur Stelle sind. Denn alle Turniere sind weitaus mehr als Pausenfüller, sondern teils auch Traditionsturniere mit einer hohen Bedeutung für die Vereine und den gesamten Fußballkreis Münster.“

Eng zusammengerückt

Krevert schreibt in seinem Bericht weiter: „So schwer uns allen der Verzicht fällt, so notwendig sind die Maßnahmen und Einschränkungen.“ Trotz der Krise und vielen offenen Fragen habe er einen Fußballkreis erlebt, der in einer schweren Zeit eng zusammengerückt sei. „Die vielen Gespräche, die ich, meine Kollegen aus dem Vorstand und den Ausschüssen führen durften, waren geprägt von Respekt, Wertschätzung und Verantwortung.“

Nach der Pandemie müsse es das Ziel sein, „dass wir die Mitglieder unserer Vereine wieder zu den Sportanlagen locken“. Denn das Risiko, dass sich Mitglieder während der sportfreien Zeit vom Verein abwenden, sei nicht zu unterschätzen. „Ich habe mit großer Begeisterung feststellen dürfen, wie kreativ sich manche Vereine auch über die sozialen Netzwerke organisieren und mit einem digitalen Vereinsangebot nicht nur präsent sind, sondern damit auch Mitglieder begeistern, binden und vielleicht auch gewinnen.“

Präventionsbeauftragte „Gewalt und Missbrauch“

Doch im Jahr 2020 drehte sich für Krevert nicht alles um die Pandemie. Im Februar wurde die Vorsitzende für Vereins- und Kreisentwicklung, Irmi Venschott, mit dem Sport-Oscar ausgezeichnet, im November folgte der NRW-Preis für die Kategorie „Gewaltfrei“. Venschott habe es geschafft, ein Tabuthema zu brechen und verbandsweit zu platzieren. Ab der neuen Saison stellt jeder Verein im Kreis verpflichtend einen Präventionsbeauftragten zum Thema „Gewalt und Missbrauch“. Es müsse oberstes Gebot sein, dass sich Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene im Sportverein sicher und geborgen fühlen, so Norbert Krevert.

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