Fußball

Walsteddes Trainer Marcel Schlüter: „Nervig nicht, eher notwendig“

Paul Junfermann von Fortuna Walstedde II wurde am ersten Spieltag eingewechselt und spielte viermal von Beginn an.
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Paul Junfermann von Fortuna Walstedde II wurde am ersten Spieltag eingewechselt und spielte viermal von Beginn an.

Nur fünf Spiele hat die zweite Fußballmannschaft von Fortuna Walstedde absolviert. Neun Punkte holte sie in der Kreisliga C Beckum. Für Marcel Schlüter fällt die Zwischenbilanz „sehr durchwachsen“ aus. Im WA-Interview spricht er über die Fortsetzung der Saison und seine Tätigkeit als Trainer.

Walstedde – Mit neun von 15 möglichen Punkten ist die zweite Mannschaft von Fortuna Walsteddes Fußballabteilung in die Saison gestartet. Das letzte Spiel vor dem Teil-Lockdown war Anfang Oktober. Im Interview mit dem WA zieht Marcel Schlüter, Trainer des C-Kreisligisten, eine erste Bilanz und spricht über die vielen Spielabsagen bislang, die Fortsetzung der Saison und seine Tätigkeit als Coach.

Drei Siege und zwei Niederlagen nach fünf Spielen – wie fällt die Zwischenbilanz aus?
Sehr durchwachsen. Aber ich denke, das war erst mal im Rahmen unserer Möglichkeiten. Klar kann man eventuell aus den beiden Spielen, die wir verloren haben, mehr mitnehmen und auch solchen Gegnern gefährlich werden, aber zu der Zeit war mehr nicht drin.
Ihr wart mit einem 15:0-Sieg gegen die Ahlener SG II in die Saison gestartet und seid durch die 0:4-Niederlage bei ASK Ahlen II schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. War der zweistellige Sieg zum Auftakt vielleicht sogar kontraproduktiv?
Der Saisonstart war gut, keine Frage, aber dem Gegner geschuldet. Es war keine Glanzleistung von uns. Wir als Trainerteam hatten den Jungs direkt nach dem Abpfiff schon angedeutet, dass es nicht in jedem Spiel so läuft. Als kontraproduktiv würde ich den Sieg nicht werten, aber als nicht aussagekräftig, wie man die Woche danach gesehen hat. Im zweiten Spiel wurden uns nämlich die Grenzen aufgezeigt, obwohl es auch an einem perfekten Tag unheimlich schwierig gewesen wäre, was mitzunehmen. Bei ASK steht unheimlich viel Potenzial auf dem Platz. Ich denke, die Spiele danach waren wieder besser. Wir haben Enniger II geschlagen (1:0/Anmerkung der Redaktion), Gas gegeben und sind auch besser geworden. Ein Dämpfer war die 2:5-Niederlage in Vellern. Dort ist es ähnlich wie bei ASK, Vellern hat wirklich gute Jungs dabei, die normalerweise höher spielen müssten. Gegen Dolberg II haben wir mit einer völlig durchgewürfelten Truppe gewonnen (4:2).
Zuletzt wart ihr am 4. Oktober im Einsatz, also vor sieben Wochen. Wie nervig war es, dass immer wieder – auch kurzfristig – Spiele ausgefallen sind?
Nervig würde ich nicht sagen, eher notwendig. Es ist zwar schade, dass man seinem Hobby nicht mehr nachgehen und seine Kollegen nicht sehen kann, aber was bleibt einem anderes übrig. Die Gesundheit steht über allem.
Die drei Spieltage im Dezember sind angesichts der hohen Fallzahlen auch abgesetzt und werden erst nach der Winterpause nachgeholt. Hat der FLVW die richtige Entscheidung getroffen?
Als Mensch, der sein Hobby liebt und wie ich Fußball besessen ist, hätte ich es schön gefunden, rauszukommen und sich auf dem Platz zu bewegen. Aber um Vernunft walten zu lassen, würde ich sagen, es ist richtig.
Acht Nachholspiele und insgesamt noch 21 Partien habt ihr im Normalfall vor euch. Kann das überhaupt funktionieren?
Die Nachholspiele sind natürlich so ein Problem. Es müssten viele Spiele in einen relativ kleinen Zeitraum gepackt werden. Klar wäre damit die Intensität höher, die freien Zeiträume würden weniger. Wie viele Mannschaften können das durchziehen? Ich denke, fast keine in dem Leistungsbereich. Wieso dann nicht die Spiele über den Mai oder Juni hinaus ziehen und später die Saison beenden? Oder man spielt nur die Hinrunde aus und wertet diese.
Wäre es denn sinnvoller, vielleicht nur die Spiele der Hinserie auszutragen?
Eine schwierige Entscheidung. Die will ich nicht treffen.
Was ist für euch nach oben noch möglich?
Es kommt ganz darauf an, wie über den weiteren Saisonverlauf entschieden wird. Ich denke, wir mussten uns finden und wollen nach dem Lockdown als Truppe noch mal angreifen und die Marschrichtung nach oben vorgeben. Falls es Rückspiele geben sollte, haben wir gegen die Gegner, gegen die wir nicht so gut ausgesehen haben, etwas wiedergutzumachen.
Wie es diese Saison sportlich weitergeht, ist ungewiss. Habt ihr – du und dein Bruder René als Co-Trainer – euch denn schon Gedanken über die nächste Spielzeit gemacht?
Zur nächsten Saison haben wir uns ehrlich gesagt noch keine Gedanken gemacht. Für mich zählt immer noch, dass ich es unheimlich gerne mache und unser Hobby mit der Truppe sehr gerne zusammen betreibe.

--- Die Kreisliga C Beckum ---

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