Kapitäne Bertels und Düker vom SV Rinkerode über Ausnahmesituation

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„Ich glaube nicht, dass es nach sechs Wochen weitergeht“, sagt Marc Düker vom SV Rinkerode.

Rinkerode – Sportlich läuft es in dieser Saison nicht rund für die Fußballer des SV Rinkerode. Doch ein Ende, wie es aufgrund der Corona-Krise droht, hatten sie sich nicht gewünscht. Im WA-Interview sprechen die beiden Spielführer Marc Düker und Luis Bertels über die außergewöhnliche Situation.

Die Fußballer des SV Rinkerode spielen die schlechteste Saison seit vier Jahren. 2016 beendeten sie die Spielzeit auf Platz elf, aktuell stehen sie in der Kreisliga A2 Münster nur an zwölfter Stelle. Von daher hätten die Jungs von Trainer Roland Jungfermann gerne schnell einen Haken hinter die Saison gemacht. Doch ein Ende, wie es aufgrund der Corona-Krise droht, hatten sich die Rinkeroder nicht gewünscht. Elf Spieltage sind noch zu absolvieren. Ob alle ausgetragen werden, nur ein Teil oder sogar gar keiner mehr, ist völlig offen. Der WA sprach mit den beiden Spielführern des SVR, Marc Düker und Luis Bertels, über die außergewöhnliche Situation und ihre (sportlichen) Beschäftigungen in der freien Zeit.

Was ist es für ein Gefühl, an den nächsten fünf Wochenenden auf Spiele und unter der Woche auch noch aufs Training verzichten zu müssen?

Bertels: Es ist komisch, nichts mehr vorzuhaben. Mit dem Fußball hatte man die Trainisgsabende verplant. Außerdem habe ich mich immer auf das Spiel am Sonntag gefreut. Jetzt muss ich mal gucken, was ich mit der ganzen freien Zeit, die ich lieber mit Fußballspielen und meinen Mannschaftskameraden verbracht hätte, anfängt.

„An ein paar Vormittagen passe ich auf die Nachbarskinder auf, weil die Eltern beide arbeiten“, sagt Luis Bertels (links).

Düker: Es ist ein Gefühl der Vernunft, weil Gesundheit das Wichtigste ist. Ich glaube aber nicht, dass es nach sechs Wochen weitergeht. Es ist aber schon ungewohnt, so viel Zeit zu haben. Es ist ja nicht nur, dass man selber nicht trainiert und spielt, man kann auch kein Fußball gucken.

Zum sportlichen Alternativprogramm: Wie hältst du dich in den nächsten Wochen fit?

Bertels: Ich spiele neben dem Fußball noch Tennis. Die Mannschaftsspiele und das Training sind auch abgesagt. Bis Anfang der Woche dachte ich, dass wir noch einmal in der Woche trainieren, da man beim Tennis den Kontakt mit dem Gegner vollständig vermeiden kann.

Düker: Ich werde mir regelmäßig die Laufschuhe anziehen und eine Runde joggen.

Wofür nutzt du die zusätzliche freie Zeit?

B ertels: Was ich an den Trainingsabenden mache, weiß ich selber noch nicht. An ein paar Vormittagen passe ich aber auf die Nachbarskinder auf, weil die Schulen ja geschlossen und die Eltern beide arbeiten sind.

Düker: Da ich verheiratet bin und zwei Kinder habe, werde ich die freie Zeit mit meiner Familie verbringen. Am Sonntag haben wir das gute Wetter genutzt und waren mit dem Rad unterwegs. Es stehen aber auch Aktivitäten wie Schuppen aufräumen, Gartenarbeit usw. auf den Plan.

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