„Casanova d’Amour“ macht auf sich aufmerksam

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„Casanova d’Amour“ vom Stall Drensteinfurt überzeugt.

Drensteinfurt - Außergewöhnliche Erfolge hat „Secret Boy“ vom Stall Drensteinfurt bereits eingefahren. Doch auch das zweite Pferd „Casanova d’Amour“ macht auf sich aufmerksam, wie der Sportliche Leiter des Rennvereins Drensteinfurt. Detlef Orth, berichtet.

„In der Zwischenzeit hatte auch die zweite Waffe von Heinz Kuhlmann und Klaus Storck Gelegenheit, in die Fußstapfen des großen Stallgefährten ,Secret Boy‘ zu treten“, so Orth. „Casanova d’Amour“, der fünfjährige Spross von „Roc de Montfort“, ebenfalls in Ascheberg geboren, brachte es mittlerweile bei 20 Starts auf sieben Volltreffer und elf weitere gute Platzierungen. „Eine derartige Bilanz lag zu Beginn seiner Laufbahn aber noch in fernen Sternen, denn der hellbraune Wallach entpuppte sich als Spätzünder par excellence“, teilt Orth mit. „Zunächst wollte sich überhaupt nichts in erfolgsträchtige Bahnen lenken. Der Wallach präsentierte sich unauffällig, war im Umgang sehr, sehr ängstlich, wirkte schlaksig, trabte schlecht, und an eine wirkliche Rennlaufbahn war kaum zu denken.“ Besitzer und Trainer waren geneigt, frühzeitig das Handtuch zu werfen. Dennoch blieb das Team bei der Stange, denn Übung macht bekanntlich den Meister.

Nachdem die morgendlichen Arbeitsleistungen peu à peu besser wurden, ging es zu Beginn der vergangenen Saison in die erforderliche Qualifikation auf die Rennbahn nach Mönchengladbach. Die schaffte das Sorgenkind in ordentlicher Manier. Damit war „Casanova d’Amour“ für den offiziellen Rennbetrieb qualifiziert und schaffte nur wenige Tage später einen Ehrenplatz bei seinem ersten rennsportlichen Auftritt. „Von da an war der ,Herzensbrecher‘ kaum noch aufzuhalten, gewann Rennen in Mönchengladbach, Dinslaken und Gelsenkirchen, überzeugte trotz weiter Wege auch in äußeren Spuren“, so Orth. „Sein Husarenstück legte er bei seinem Sieg in Gelsenkirchen ab, wo er in trabersportlich starken 1:14,8 Minuten für den Kilometer gewinnen konnte.“

Pflegerin Iris Schneider ist ständige Begleiterin von „Casanova d’Amour“, kommt aus dem Schwärmen nicht mehr heraus und war auch am Mittwoch bei einem Qualifikationslauf im niederländischen Wolvega dabei, wo sich der fünfjährige Stewwerter für einen Auftritt in Frankreich qualifizieren musste. Er schaffte die geforderte Qualifikationsnorm mit Bravour in flotten 1:16,0 Minuten und bestätigte die großen Erwartungen von Trainer und Fahrer Jochen Holzschuh, der dem Franzosen eine erfolgsträchtige Zukunft voraussagt. Holzschuh, der seine Pferde auf der Columbus-Farm in Dülmen vorbereitet, scheint das richtige Rezept für den siebenfachen Sieger gefunden zu haben. Er gönnt „Casa“ unter anderem einen täglichen Weidegang. „Ein artgerechtes Leben seiner Pferde in einem Offenstall gehört zu seinem Erfolgsrezept“, so Orth. Dennoch bleibe „Casanova d’Amour“ ein Pferd mit Gebrauchsanweisung, ziehe die Möhre dem Apfel vor, sei kaum bestechlich, und seine Zuneigung und Akzeptanz müsse man sich „step by step“ erarbeiten. „Er ist eben ein Charakterpferd mit eigenem Kopf“, sagt der Sportliche Leiter.

„Secret Boy“ am 30. April wieder gefordert

Der mittlerweile neunjährige Oldie des Stalles, „Secret Boy“, hatte zuletzt reihenweise für Topmeldungen gesorgt. Das Aushängeschild war in den vergangenen Jahren von Sieg zu Sieg geeilt und hat bei seinen Tempoläufen mittlerweile 25 Siege und eine Gewinnsumme von 127 000 € herausgelaufen. Der in Ascheberg bei Heinrich Platvoet geborene „Allison Hollow“-Sohn hatte die Fachwelt serienweise in Erstaunen versetzt, war im französischen Le Croise Laroche und Chartres zweimal Alleinunterhalter im Trabreiten als auch im Fahren. Am 30. April wird sich „Secret Boy“ nach wohlverdienter Verschnaufpause im holländischen Duindigt erstmals wieder der Konkurrenz stellen.

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