Boule

Es klackt wieder bei „Klack‘ 09“ im Boulodrom

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Kalle Bartram (rechts) freut sich, wieder in Gemeinschaft spielen zu können.

Drensteinfurt – Es klackt wieder bei „Klack‘ 09“. Nach zehnwöchiger Zwangspause wegen der Covid-19-Pandemie sind auf der Bouleanlage des SV Drensteinfurt wieder kurze, harte Töne zu hören, wenn die Eisenkugeln aufeinandertreffen. Am Freitag wurden die ersten Spiele absolviert.

Boule statt Bundesliga: Helmut Schmand zieht das französische Kugelspiel aktuell dem Profifußball vor. „Ich habe Boule mehr vermisst als die Bundesliga. Das ist richtiger Sport, hier geht‘s nicht ums Geld“, sagte der Anhänger des Rekordmeisters FC Bayern München, als das Boulodrom wiedereröffnet wurde. Das Ehren- und ehemalige Vorstandsmitglied des SVD war bis zum Beginn der gravierenden Einschränkungen regelmäßig auf der Anlage im Erlfeld, um zu spielen. Dass die Plätze wieder freigegeben sind, freut Schmand „riesig“.

Zum Auftakt waren 19 Mitglieder gekommen – darunter auch Kalle Bartram. Er ist froh, wieder in Gemeinschaft Kugeln werfen zu können. Der Walstedder, der die Bouleangebote des SVD gerne nutzt und auch mit anpackt, wenn es etwas zu tun gibt, hatte in der Zeit ohne Vereinsaktivitäten „ein paar Mal“ auf einem öffentlichen Platz im Lambertusdorf trainiert.

Appell von Obmann Walter

Friedel Walter, seit Januar Obmann der Boulefreunde, hatte die Teilnehmer des erstens Treffens auf der Anlage begrüßt und sie mit dem Hygienekonzept der Abteilung vertraut gemacht. „Ich hoffe, dass ihr es richtig interpretiert“, sagte er und betonte: „Wir werden hier spielen und nichts anderes.“ Nicht nur das Konzept, das der Abteilungsvorstand erarbeitet hatte, müsse umgesetzt werden, sondern auch das des Gesamtvereins. Zudem hätten sich die Boulesportler an die Verordnungen von Stadt und Land zu halten. Walter appellierte: „Ihr müsst alle mithelfen, dass es funktioniert.“

Teilnehmerzahl soll unter 30 bleiben

Jedes Mitglied der Abteilung erhält die Regeln persönlich und in schriftlicher Form. Unter anderem ist ein Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Personen einzuhalten. Auf den zehn Bouleplätzen könnten maximal 40 Mitglieder gleichzeitig spielen. In der Regel sollte die Teilnehmerzahl aber unter 30 bleiben. Wer keine Kugeln hat, bekommt vom Verein einen Satz geliehen und gibt diesen erst wieder ab, wenn die Einschränkungen nicht mehr gelten. Bei Fragen ist Friedel Walter, Telefon 02508 / 8439, der Ansprechpartner.

Applaus gab es für Josef Schürmann, den Platzwart der 2009 gegründeten SVD-Abteilung. Er und sein Team hatten die Bouleplätze nach der langen Pause in den Tagen zuvor vorbereitet. Ein Geschenk gab es auch noch. Oliver Schlering, Geschäftsführer einer Rinkeroder Firma, hatte einen Kanister Desinfektionsmittel mitgebracht.

Kein Ligaspielbetrieb

Da eine faire Saison nur möglich sei, wenn alle Mannschaften antreten können und wollen, hat der Vorstand des Boule- und Pétanque-Verbandes Nordrhein-Westfalen beschlossen, in diesem Jahr komplett auf den Ligabetrieb zu verzichten. Der NRW-Cup könnte im (Spät-)Sommer ausgetragen werden.

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