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Kein Rassismus zu ermitteln beim Spiel des SVD in Oestinghausen

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Von: Thomas Müller

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Der SV Drensteinfurt kann das Thema abhaken.
Der SV Drensteinfurt kann das Thema abhaken. © Verein

Im Konflikt um die Rassismus-Vorwürfe im Spiel der Fußball-Bezirksliga 7 zwischen SG Oestinghausen und dem SV Drensteinfurt ist bald das letzte Wort gesprochen. Georg Hein vom Verbandssportgericht bestätigte nun, dass sich dieses noch einmal mit dem Fall befasst habe. 

Drensteinfurt/Oestinghausen – „Wir können die Rassismus-Vorwürfe nicht ermitteln. Wir erkennen ein grundsätzlich unsportliches Verhalten des Spielers, aber die Oestinghauser Vorwürfe sind nicht nachzuweisen“, erklärt Hein.

Im Nachgang der Partie am Sonntag, 12. September, hatten Oestinghauser Spieler und Verantwortliche sich über rassistische Äußerungen eines Drensteinfurter Spielers beschwert und den sportrechtlichen Weg beschritten. Das Sportgericht konnte diese Vorwürfe aber nicht zweifelsfrei ermitteln, sodass der Spieler nur wegen „unsportlichen Verhaltens“ für zwei Spiele gesperrt wurde. Die Sperre hat er längst abgesessen.

Die Vorwürfe waren für uns nicht nachzuweisen.

Georg Hein

„Die Oestinghauser Vorwürfe waren für uns nicht nachzuweisen“, so Hein, der berichtete, dass ja sogar einem eigenen Mitspieler das Verhalten missfallen habe. Allerdings ließ sich aus diesen Äußerungen kein Rassismus herleiten: „Er habe vieles gemacht, aber sich nicht rassistisch verhalten.“ Auch der Schiedsrichter habe nach dessen Aussage keinen Anlass gehabt, um zu reagieren. Einen Eintrag im Spielbericht gab es bekanntlich auch nicht.

Nun müsse allerdings noch ein Korrekturbeschluss gefasst werden, da vom FLVW-Sportgericht eine fehlerhafte Begründung gesprochen wurde. So sei der Spieler verurteilt worden wegen „unsportlichen Verhaltens“ und nicht – wie dort steht – wegen „rassistischer Beleidigung“.

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