SVD verliert gegen Vorwärts Ahlen zwei Punkte

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Yannick Gieseler (rechts), hier im Zweikampf mit einem Ahlener, spielte mit dem SVD 1:1 gegen Vorwärts Ahlen.

DRENSTEINFURT - Kolobaric war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Dass seine Jungs durch das vierte Remis der Saison nach vier Spieltagen den Spitzenplatz räumen mussten, konnte der Coach der SVD-Fußballer verkraften – nicht aber, dass sie den sechsten Sieg im sechsten Heimspiel verpassten.

„Wir haben zwei Punkte verloren“, sagte ein „trauriger“ Kolobaric kurz nach dem Abpfiff. Aber „ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Alle haben alles gegeben.“

Im Duell mit einem von vielen Verfolgern hatte Dennis Drepper den frühen Rückstand (3.) in der 78. Minute ausgeglichen und dafür gesorgt, dass die Drensteinfurter nicht die zweite Niederlage nacheinander kassierten und in der Tabelle auf Platz vier abrutschten. Durch den einen Punkt ist der SVD nun punktgleich mit dem neuen Spitzenreiter Bad Westernkotten, der 4:0 beim Türkischen SC Hamm gewann, Zweiter – weil Westfalia Rhynern II (bei Westfalia Soest) und RW Westönnen (gegen die SpVg Bönen) ebenfalls nur 1:1 spielten.

Wie eine Woche zuvor beim 0:1 in Rhynern lagen die Stewwerter bereits nach drei Minuten zurück. „Wir haben geschlafen“, ärgerte sich Kolobaric. Eine lange Flanke verwertete Jonas Strupat zur Führung für Vorwärts. Dem SVD fiel vor rund 140 Zuschauern in der ersten Halbzeit nicht viel ein. Der wie gewohnt starke Yannick Niehues versuchte es mit einem Schlenzer (15.), Isse Sanders Schuss wurde geblockt (30.).

Im zweiten Durchgang erhöhten die Gastgeber das Tempo merklich. „Wir haben mehr über die Seiten gespielt“, analysierte Trainer Kolobaric. Erst forderten die Drensteinfurter nach einem vermeintlichen Foul an Sander Elfmeter (53.), dann köpfte der Torjäger drüber (56.). Glück hatten die Platzherren in der 65. Minute, dass die Ahlener den Ball nach einem Konter nur hauchdünn am Tor von Damian Liesemann vorbeischossen. Danach kam von Vorwärts in der Offensive fast nichts mehr. Chancen hatte nur noch der SVD. Dreppers Linksschuss parierte der Keeper (67.). Sehenswert war der Spielzug zehn Minuten später. Niehues bediente Drepper, doch dessen Schuss aus 15 Metern war zu unplatziert. Besser machte es der Youngster in der 78. Minute, als er die Stewwerter für ihr Engagement belohnte und nach einem guten Zuspiel von Oliver Logermann ausglich – sein sechstes Saisontor. Der SVD wollte mehr, wollte die drei Punkte. „Der Druck war da“, sagte Kolobaric. Nach einer Flanke des eingewechselten Lars Hülsmann köpfte Logermann knapp links vorbei (88.).

In der Nachspielzeit sah Marcel Hahnemann, ein Akteur des Tabellensiebten aus Ahlen, wegen einer Grätsche von hinten an der Mittellinie zu Recht die Rote Karte. In Überzahl kamen die Gastgeber noch zu einer Chancen – einer richtig guten. Doch Sander scheiterte aus kurzer Distanz an der Fußspitze des Torwarts (90.+3.). ▪ mak

SVD:Liesemann, Fröchte, van Elten, Gieseler, J. Wiebusch, Niehues, Drepper, Sander, Kowalik, D. Heinsch, Logermann (eingewechselt: S. Wiebusch, Hülsmann, Pankok)

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