SVD holt in Soest zwei Mal Rückstand auf

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Drensteinfurts Torwart Till Trautmann musste den Ball in Soest zwei Mal aus seinem Kasten holen. SVD-Kapitän Dominik Heinsch (links) kommt in dieser Szene zu spät.

DRENSTEINFURT - Bezirksliga 7: SV Westfalia Soest - SV Drensteinfurt: 2:2. Das war ein kurzes Intermezzo: Nach nur einer Woche mussten die Fußballer des SVD den Platz an der Spitze wieder räumen. Immerhin reichte es bei den heimstarken Soestern nach zweimaligem Rückstand zu einem Remis. In der Tabelle ging es für Drensteinfurt runter auf Rang drei.

Mit „gemischten Gefühlen“ machte sich Trainer Ivo Kolobaric auf den Heimweg nach Münster. Einerseits „muss ich zufrieden sein. Soest ist eine richtig gute Mannschaft, und wir haben schlecht gespielt.“ Andererseits war ein Sieg möglich. Doch der Schiedsrichter habe etwas dagegen gehabt. Oliver Logermann traf in der Nachspielzeit per Kopf. Allerdings erkannte der Referee das Tor nicht an. „Im Basketball wäre das vielleicht ein Foul gewesen, im Fußball aber auf keinen Fall“, ärgerte sich Kolobaric. Außerdem habe der Unparteiische „sieben, acht Aktionen mit Abseits abgepfiffen“.

Gegen die seit August in der Meisterschaft zu Hause ungeschlagenen Soester zeigten die Stewwerter zunächst wenig. „Die erste Halbzeit war wie eingeschlafen. Das war nicht viel“, kritisierte Kolobaric. In der 13. Minute gingen die Gastgeber in Führung. Nur eine Minute später gelang Sander per Volleyschuss der Ausgleich - sein 13. Saisontor. Das 2:1 (33.) war ein „dummes Tor. Das darf uns nie passieren“. Nach einem Steilpass tauchte ein Soester frei vor dem SVD-Tor auf, ließ Schlussmann Till Trautmann aussteigen und schob zur erneuten Führung ein.

Nach dem Seitenwechsel sei der Aufstiegsaspirant von der 60. Minute an „besser ins Spiel gekommen“, sagte Drensteinfurts Coach. „Bei Soest ließ die Kraft nach.“ Nur acht Minuten nach seiner Einwechselung schaffte der junge Markus Fröchte den Ausgleich. Weitere gute Chancen ließen der ebenfalls eingewechselte Davor Brajkovic, dessen Schuss der Keeper parierte, Yannick Gieseler, der vorbeischoss, und Sander liegen. Ärgerlich war aber vor allem, dass Sander beim Stand von 2:2 zurückgepfiffen wurde, obwohl er Kolobaric zufolge aus der eigenen Hälfte gestartet war. Bünyamin Tas blieb gegen seinen Ex-Klub blass und wurde in der Pause ausgewechselt.

Während der SVD den vierten Sieg in Serie verpasste, eroberte der SV Westfalia Rhynern II durch einen 3:1-Sieg beim Schlusslicht SVF Herringen die Tabellenführung zurück und hat nach zwei Dritteln der Saison zwei Zähler Vorsprung. Auch der SuS Bad Westernkotten zog durch einen 2:0-Erfolg bei der DJK Vorwärts Ahlen aufgrund des besseren Torverhältnisses an Drensteinfurt vorbei. „Der erste Platz tut meiner Mannschaft nicht so gut“, mutmaßte Trainer Ivo Kolobaric direkt nach dem Abpfiff. Aus dem Gejagten ist wieder ein Jäger geworden. Am kommenden Sonntag greift der SVD im Heimspiel gegen den Tabellenneunten Warendorfer SU neu an. - mak

SVD: Trautmann, Gieseler, J. Wiebusch, Tas, Niehues, Sander, Kowalik, D. Heinsch, Wagner, Logermann, Eising (eingewechselt: Brajkovic, Grönewäller, Fröchte)

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