Dennis Drepper schießt SVD zum 4:2-Heimsieg

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Wiescherhöfens Torschütze zum 4:2-Endstand, der eingewechselte Erkan Baslarli (links), schirmt den Ball vor Drensteinfurts Spielführer Dominik Heinsch ab.

Bezirksliga 7: SV Drensteinfurt - TuS Wiescherhöfen: 4:2. Individuelle Fehler der Wiescherhöfener und ein eiskalter Dennis Drepper aufseiten der Drensteinfurter prägten das Spitzenspiel in der Fußball-Bezirksliga 7.

"Wir haben es selbst entschieden“, sagte der gesperrte TuS-Spielertrainer Steven Degelmann kurz nach dem Abpfiff und ärgerte sich maßlos, dass seine Jungs an den Gegentoren „gehörig beteiligt“ waren. Sein Gegenüber, SVD-Coach Ivo Kolobaric, hatte nichts zu meckern. Er freute sich, dass seine Elf zum ersten Mal in dieser Saison „richtig extremes Pressing“ gespielt und „ganz viele Bälle erobert“ habe.

Matchwinner war Drepper. Der 20-Jährige, der in der Winterpause zu Landesligist TuS Haltern wechseln wird, entschied die Partie mit vier Toren quasi im Alleingang. Während die Hammer die zweite Auswärtsniederlage kassierten, den Kontakt zur Tabellenspitze verloren und auf Platz fünf abfielen, bleibt der SVD zu Hause ungeschlagen. Die Drensteinfurter sind nun punktgleich mit Herbstmeister SuS Bad Westernkotten, der bei der Warendorfer SU in der 89. Minute gegen acht Mann zum 2:2-Endstand ausglich, und dem Zweiten Westfalia Rhynern II (1:0 beim Schlusslicht SV Lippstadt II).

Die wenigen Zuschauer - nur 50 waren ins Erlfeld gekommen - sahen bereits in der 2. Minute das erste Tor. Nach einer Flanke von Dominik Heinsch traf Drepper aus kurzer Distanz zum 1:0. Einen Versuch von Sven Wiebusch wehrte TuS-Keeper Martin Kliem mit dem Fuß ab (22.). In der 33. Minute glichen die Wiescherhöfener nach einer Ecke aus. Hüseyin Kücüks Schuss aus der zweiten Reihe war unhaltbar. Kurz darauf war Kliem wieder Sieger im Duell mit Wiebusch, der es aus gut 20 Metern mit dem Außenrist probierte (35.). Kurz vor der Pause, als der TuS besser im Spiel war, holte der SVD zum Doppelschlag aus. Zunächst brachte Leon van Elten den Ball vorher, Drepper war im zweiten Versuch erfolgreich (43.). Eine Minute später drückte er den Ball nach einer Flanke von Oliver Logermann ins lange Eck - 3:1. „Drei Fehler, drei Gegentore“, schimpfte Degelmann. Jan Wiebuschs Kopfball ging am Tor vorbei (45.).

In der 52. Minute zog sich Schiedsrichter Luis Torres (Gütersloh) den Unmut der Gastgeber zu, als er einen Treffer von Logermann wegen eines vermeintlichen Fouls nicht anerkannte. Dabei war Kliem mit einem Mitspieler zusammengeprallt. Kurzzeitig wurde es hektisch. Chancen gab es in dieser Phase kaum. Vor allem Wiescherhöfen fiel vorne nichts ein. „Drensteinfurt steht in der Defensive gut“, so Degelmann. Kopfbälle von Yannick Gieseler (61.) und Logermann (69.) parierte Kliem. Die Entscheidung fiel in der 79. Minute, als Dennis Drepper vom Elfmeterpunkt zum vierten Mal an diesem Tag zuschlug - sein zwölftes Saisontor. „Dennis können wir nicht ersetzen“, sagte Kolobaric. Sein Abgang „tut richtig weh“, aber Stewwerts Trainer habe sich damit abgefunden. Kurz vor Schluss vertändelte SVD-Torwart Damian Liesemann den Ball, der eingewechselte Erkan Baslarli war der Nutznießer (88.).

„Ich habe mit 15 Gegentoren nach 15 Spielen geplant. Dank Damian sind es jetzt 16“, sagte Kolobaric nicht ganz ernst gemeint. Er hatte nach der besten Bezirksliga-Hinrunde der Drensteinfurter - 30 von 45 möglichen Punkten - allen Grund zum Scherzen. - mak

SVD: Liesemann, J. Heinsch, Fröchte (79. T. Wiebusch), van Elten, Gieseler, J. Wiebusch, Pankok, Drepper, S. Wiebusch (68. Grönewäller), D. Heinsch, Logermann (88. Bolmerg)

TuS: Kliem, Gümüs, Behnke, Peper, Heinze, Lorengel, Kücük (79. Kosian), Hussein (75. Markandesar), Wünnemann, Lübeck (46. Baslarli), Rohlmann

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