SVD-Rumpftruppe verliert Spitzenspiel gegen Rhynern II

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Der SV Drensteinfurt, hier Markus Fröchte (vorne links), musste sich Jan Kleine und Rhynern II geschlagen geben.

DRENSTEINFURT - Bezirksliga 7: SV Drensteinfurt - SV Westfalia Rhynern II: 0:1. Blerton Jashari hatte einen Geistesblitz. Nachdem sein Team in einer Sturm- und Drangphase mehrere richtig gute Chancen fahrlässig vergeben hatte, fasste sich Rhynerns Joker ein Herz, zog aus gut 30 Metern einfach mal ab und traf den Ball perfekt - 0:1 in der 78. Minute, 16 Minuten nach seiner Einwechslung. Es war das erste und einzige Tor im Spitzenspiel zwischen dem SVD und Westfalias zweiter Mannschaft.

Drensteinfurt ist als Tabellenvierter raus aus dem Aufstiegsrennen, Rhynerns Reserve bleibt Bad Westernkotten dicht auf den Fersen. Thomas Schneider sah einen „aufgrund der zweiten Halbzeit absolut verdienten Sieg“. In der ersten Hälfte habe sein Team teilweise zu hektisch agiert und sich zu viele Ballverluste geleistet, resümierte Rhynerns Coach. Mitte des zweiten Durchgangs „haben wir uns Chancen im Drei-Minuten-Takt erarbeitet“. SVD-Trainer Ivo Kolobaric war nach der vierten Niederlage in Serie einerseits zufrieden mit der Leistung seiner Rumpftruppe: „Hut aber vor meiner Mannschaft“. Andererseits sparte er nicht mit Kritik: „Meine größte Sorge ist, warum wir zu elf waren. Wenn man oben steht, muss man sich auch mal selbst opfern.“

Die Drensteinfurter waren mit elf Mann aus dem Kader der ersten Mannschaft in die Partie gegangen - ohne Sander, Logermann, Gieseler, Eising, Wagner und Kowalik. Dominik Kunz aus der zweiten Mannschaft und A-Junior Robin Wichmann, die beide vorher schon gespielt hatten, saßen auf der Bank. Die nur rund 50 Zuschauer im Erlfeld sahen eine maue erste Halbzeit. Das Topspiel wurde seinem Namen nicht gerecht, Chancen waren Mangelware. Lediglich Rhynerns Andrei Lorengel versuchte es zwei Mal aus der Distanz (37., 45.).

Die erste vielversprechende Gelegenheit hatte Sebastian Jakob, der den Ball drei Minuten nach dem Wiederanpfiff nicht richtig traf. Dann begann die beste Phase der Gäste. Erst beendeten sie einen Angriff in Überzahl mit einer Rückgabe (67.), eine Minute später missglückte Kapitän Jan Kleine, der allein aufs Tor zulief, ein Heber, und dann scheiterte Marius Michler an SVD-Schlussmann Patrick Thomas (72.), der am Sonntag 28 Jahre alt wurde. Zu null spielte das Geburtstagskind der Gastgeber aber nicht, weil den Hammern dank des geistreichen Einfalls von Jashari wie im Hinspiel ein Treffer für drei Punkte reichte. Drensteinfurts beste Chance hatte der eingewechselte Kunz. Er prüfte den Keeper in der Nachspielzeit mit einem Fallrückzieher. - mak

SVD: Thomas, J. Heinsch, Fröchte, van Elten, J. Wiebusch, Grönewäller (88. Wichmann), Niehues, Tas, S. Wiebusch, Brajkovic (80. Kunz), D. Heinsch

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