SV Drensteinfurt verpasst Kreispokal-Finale

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Dennis Drepper (rechts) verlor mit dem SV Drensteinfurt die Premiere auf dem neuen Kunstrasenplatz gegen die Warendorfer SU.

Kreispokal Münster, Halbfinale: SV Drensteinfurt – Warendorfer SU: 0:1. Als es am Mittwoch um 21.19 Uhr „Finale oho! Finale ohohoho!“ vom erneuerten Kunstrasenplatz im Erlfeld schallte, verließen die Fußballer des SVD frustriert das Feld. Denn Grund zum Feiern hatten nur die Gäste. Die WSU zog durch einen völlig verdienten 1:0-Erfolg ins Pokalfinale ein, wo sie am 29. Mai (Christi Himmelfahrt) gegen Westfalenligist TuS Hiltrup um den Einzug in den Verbandspokal kämpfen wird.

„Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren. Da war Warendorf läuferisch deutlich besser“, sagte Drensteinfurts Coach Ivo Kolobaric. Nach dem Seitenwechsel habe seine Elf „alles gegeben“, aber „nach vorne waren wir nicht gut drauf“. Wichtige Spieler wie Oliver Logermann hätten „keinen guten Tag erwischt“.

Im Duell zweier Bezirksligisten präsentierte sich die WSU vor rund 140 Zuschauern von Beginn an lauf- und spielfreudiger. Nachdem Kolobaric bereits in der 14. Minute wechseln musste – Jan Wiebusch verletzte sich am Knie –, hatte Daniel Möllers die erste gute Chance für den SVD, zögerte aber zu lange (20.). Auf der anderen Seite war Stewwerts Keeper Daniel Stratmann bei Dennis Bonins Abschluss zur Stelle (26.). In der 38. Minute machte es Bonin besser und ließ Stratmann nach Vorarbeit des jungen Tobias Schwienhorst keine Chance – 0:1.

Nach dem Seitenwechsel hielten die Gastgeber zwar besser mit, hatten aber nicht eine richtig große Möglichkeit. Es mangelte an zündenden Ideen in der Offensive. In der 51. Minute hatte Warendorfs Pavel Borisov die Vorentscheidung auf dem Fuß. Nachdem Bernd Drepper als letzter Mann den Ball verloren hatte, lief der schlaksige Stürmer allein aufs Tor des SVD zu, doch der Abschluss war zu schwach. In der 78. Minute hatte der eingewechselte Nils Helmer die Riesenchance zum 0:2, verzog aber. Auch Ramazan Bas (84.) und Bonin (89.) verpassten trotz guter Gelegenheiten den zweiten Treffer für die WSU. Allerdings reichte den Gästen aus der Kreisstadt im Wiederholungsspiel – vor zwei Wochen war die Pokal-Partie in der Verlängerung wegen Dunkelheit abgebrochen worden – das eine Tor, um ins Finale einzuziehen. Der letzte Versuch des SVD von Isse Sander war eher ein Verzweiflungsschuss (90.).

SVD: Stratmann, van Elten, Gieseler, Heinsch, Logermann, D. Drepper, Sander, B. Drepper, Volkmar, Möllers, J. Wiebusch (eingewechselt: Pankok, S. Wiebusch, Kunz)

Erstes Spiel auf dem neuen Kunstrasenplatz

Es war das erste offizielle Spiel auf dem für 200 000 Euro sanierten Kunstrasenplatz im Erlfeld. Vor dem Anpfiff bedankten sich Marcus Hunsteger und Dominik Heinsch stellvertretend für die Fußballer des SVD bei Bürgermeister Paul Berlage für den neuen Belag. ▪ mak

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