SVD deklassiert Schlusslicht Bönen

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Drensteinfurts Yannick Gieseler (links), der bis Sonntag erst ein Saisontor hatte, traf doppelt, Bönens Niklas Link setzte einen Strafstoß an die Latte.

Drensteinfurt - Bezirksliga 7: SV Drensteinfurt - SpVg Bönen: 8:2. Wenn die eine Mannschaft am Ende einer langen Saison völlig befreit aufspielen kann und die andere den Glauben an den Klassenerhalt verloren hat, kommen ungewöhnliche Ergebnisse zustande.

So geschehen am Sonntagnachmittag im Sportzentrum Erlfeld. Die Fußballer des SVD sendeten nach fünf Pleiten in Serie mit dem höchsten Sieg ein Lebenszeichen, die Gäste aus Bönen kassierten die höchste Niederlage und haben endgültig mit dem Kapitel Bezirksliga abgeschlossen - auch wenn noch eine theoretische Chance besteht.

Drensteinfurts Coach Ivo Kolobaric war nach dem 8:2-Erfolg vor 50 Zuschauern zufrieden. „Wir konnten mehr Qualität aufbieten als in den vergangenen Wochen“, sagte er. „Am Ende hätten wir ein bisschen konzentrierter sein können. Da haben wir die Ordnung verloren. Aber es ist schwer, die Konzentration zu halten, wenn du weißt, du hast gewonnen.“ Axel Maurischat, der Trainer der Spielvereinigung, begründete die Chancenlosigkeit mit den Personalproblemen. „Wir pfeifen aus dem letzten Loch.“ Thorsten Symmank, 49-jähriger Spieler der Alten Herren, stand ebenso in der Startelf wie Tim Faber, der normalerweise Handball spielt. Niclas Arenz fiel aufgrund von Knieproblemen erneut aus. „Drei Spieler von der zweiten Mannschaft sind noch nachgekommen“, so Maurischat. Dass sein Team am Ende nicht zweistellig verlor, hatte vor allem einen Grund: „Die Drensteinfurter waren am Ende etwas verspielt.“

Gerade einmal 14 Minuten waren gespielt, da lagen die Gastgeber durch Treffer von Yannick Niehues (7.), Yannick Gieseler (9.) und Isse Sander (14.) 3:0 in Führung. Nachdem Niehues und Oliver Logermann das vierte Tor verpasst hatten, sorgte Logermann kurz vor der Pause für den 4:0-Zwischenstand (45.). Symmank, Faber und Sedat Cakir hatten Bönens beste Chancen in der ersten Halbzeit.

Im zweiten Durchgang setzte sich das muntere Scheibenschießen fort. Gieseler erhöhte per Kopf auf 5:0 (48.), Logermann mit zwei weiteren Treffern auf 7:0 (55., 60.). In der 62. Minute verkürzte Cakir. Weil der eingewechselte Stewwerter Sven Grönewäller mit einem Distanzschuss (71.) wie Bönens Niklas Link bei einem Handelfmeter (77.) nur die Latte traf, änderte sich danach fast 20 Minuten nichts am Ergebnis. In der Schlussphase sorgte Bünyamin Tas für das 8:1 (81.), ehe Geritt Wiff den Tag des offenen Tores im Erlfeld mit dem 8:2 beendete (85.). - mak

SVD: Thomas, J. Heinsch (65. Grönewäller), Gieseler, J. Wiebusch, Niehues, Sander (46. Tas), S. Wiebusch, Brajkovic (46. van Elten), D. Heinsch, Logermann, Eising

Bönen: Berchem, Wiff, S. Symmank, Wittwer, Link, Güney, Holtmann (33. Garske), Faber (58. Siebert), Sorge, Cakir, T. Symmank (77. Koslowski)

Tore: 1:0 Niehues (7.), 2:0 und 5:0 Gieseler (9., 48.), 3:0 Sander (14.), 4:0, 6:0, 7:0 Logermann (45., 55., 60.), 7:1 Cakir (62.), 8:1 Tas (81.), 8:2 Wiff (85.)

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