SVD scheidet im Pokal gegen Senden aus

+
Jens-Uwe Niemeyer (links), hier beim Schuss, verlor mit dem SV Drensteinfurt gegen den VfL Senden mit 2:3.

Drensteinfurt - Kreispokal, 1. Runde: SV Drensteinfurt – VfL Senden: 2:3 n.V. (2:2). Vom Pokal hält Ivo Kolobaric nicht viel. Dennoch war der Trainer des SVD tief enttäuscht, als Schiedsrichter Thomas Kappek am Dienstag um 21.54 Uhr die Partie im Erlfeld abpfiff.

In der 116. Minute kassierten die Drensteinfurter Fußballer im Duell zweier Bezirksligisten gegen Senden das Gegentor zum 2:3-Endstand und schieden wie im Vorjahr gleich in Runde eins aus.

„Die Jungs haben es wirklich nicht verdient, dass sie so ausscheiden“, sagte Kolobaric, nachdem er kurz nach dem Ende mit dem Unparteiischen über die entscheidende Szene diskutiert hatte. Leon van Elten, der keinem Zweikampf aus dem Weg ging, setzte im Strafraum seinen Arm ein und verursachte einen Elfmeter, den Rabah Abed verwandelte. Zuvor hatte Kappek in einer ähnlichen Szene auf der anderen Seite nicht auf Strafstoß entschieden. „Schade, wir haben alles gegeben“, meinte Kolobaric, dem einige Leistungsträger nicht zur Verfügung standen. Unter anderem fehlten Kapitän Dominik Heinsch, Patrick Günner, Davor Brajkovic und Michel Eising. „Das war eine verstärkte A-Jugend vom letzten Jahr.“ In Dennis Popil und Nico Weichenhain standen sogar zwei A-Junioren in der Startelf. Routinier Yannick Gieseler half aus und agierte neben van Elten als Innenverteidiger.

Trotz der personellen Probleme verkaufte sich der SVD vor rund 50 Zuschauern gut. Die reifere Spielanlage zeigte von Beginn an allerdings Senden. Kolobaric sprach von einer „richtig guten Truppe. Das ist Landesliga-Niveau.“ Dennoch gingen die Gastgeber in der 22. Minute in Führung – durch ein Eigentor. Eine Flanke von Nico Weichenhain drückte ein Akteur des VfL über die Linie. Abed besorgte aber nur kurze Zeit später den Ausgleich, nachdem der Ball von der Grundlinie zurückgelegt worden war (29.).

Fünf Minuten nach der Pause musste Oliver Logermann mit Verdacht auf Bänderriss verletzt vom Platz. Isse Sander ersetzte den Angreifer. Der Eingewechselte leitete mit einem starken Pass die erneute Führung ein. Der junge Robin Wichmann vollstreckte mit einem ebenso sehenswerten wie unhaltbaren Schuss ins lange Eck (66.). Doch wiederum antworteten die von Rainer Leifken trainierten Sendener schnell. Nach einer Flanke von links war Rico Schmider zur Stelle (77.). Nur eine Minute später hätte der SVD beinahe ein Eigentor fabriziert, hatte aber Glück, das Leder ging vorbei. Danach wurde es ruppiger, ein Tor fiel in der regulären Spielzeit nicht mehr.

In der ersten Hälfte der Verlängerung hielt Keeper Christopher Kemper den SVD im Spiel (98.), in der zweiten half der Pfosten mit (107.). Doch kurz vor dem Ende beendeten die Gäste den packenden Pokal-Fight mit dem 2:3 vom Elfmeterpunkt. In der zweiten Runde tritt der VfL Senden beim A-Kreisligisten FC Münster 05 an, der sich 3:1 beim TSV Ostenfelde durchsetzte. - mak

SVD: Kemper, N. Weichenhain, van Elten, Gieseler, Wichmann, Niehues, Juras, Niemeyer, Popil, T. Weichenhain, Logermann (eingewechselt. Sander, Hülsmann)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare