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Im FLVW-Kreis Münster wird es Meister geben – Turnierabsagen sorgen für Winterloch

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Von: Matthias Kleineidam

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Im Mai schaute der 1. Vorsitzende des Fußballkreises Münster, Norbert Krevert (im Sakko), auf dem Sportplatz in Drensteinfurt vorbei. Er tauschte sich beim Treffen mit dem SVD-Vorsitzenden Thomas Klein, dem Geschäftsführer Ralf Popil, dem 1. Kassierer Detlef Neve sowie den Jugendobmännern Manfred Drepper und Christoph Semptner aus. Der SVD beteiligte sich an der Aktion „Bleib dabei!“ des FLVW-Kreises. 	Foto: Kleineidam
Im Mai schaute der 1. Vorsitzende des Fußballkreises Münster, Norbert Krevert (im Sakko), auf dem Sportplatz in Drensteinfurt vorbei. Er tauschte sich beim Treffen mit dem SVD-Vorsitzenden Thomas Klein, dem Geschäftsführer Ralf Popil, dem 1. Kassierer Detlef Neve sowie den Jugendobmännern Manfred Drepper und Christoph Semptner aus. Der SVD beteiligte sich an der Aktion „Bleib dabei!“ des FLVW-Kreises. © Kleineidam

Mehr Licht als Schatten – so fasst der Vorsitzende des FLVW-Kreises Münster, Norbert Krevert, in seinem Bericht an die Vereine das Jahr 2021 zusammen.


Drensteinfurt/Rinkerode/Münster – „Ein erneut herausforderndes Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Wie schon in 2020 hatten wir alle – ob im privaten oder im beruflichen Umfeld – mit den Auswirkungen und Einschränkungen der anhaltenden Corona-Pandemie zu kämpfen“, schreibt Krevert. Auch im Sport habe sich die Pandemie fest verankert und sei Teil des Spielbetriebs geworden. „Wir können davon ausgehen, dass uns dieses Problem auch noch im Jahr 2022 begleitet. Allerdings lernen wir mit der Situation besser umzugehen. Wir stehen nicht mehr so still wie vor einem Jahr, sondern können mit einem angemessenen und achtsamen Umgang viele Dinge im Alltag – auch den Vereinssport – wieder ausüben.“

Vorfreude auf Titel und Emotionen

In der Winterpause hat der Fußballkreis Münster im Gegensatz zur vergangenen Saison die Gewissheit, dass er am Saisonende eine Wertung vornehmen kann. Denn in allen Ligen sind mindestens 50 Prozent der Spiele absolviert. „Sie dürfen sich also wieder über Meisterschaften und sicher auch emotionale Momente freuen. Im Idealfallfall sind auch Meister- und Saisonabschlussfeiern möglich“, so Krevert. Aber auch Abstiege gehören damit in dieser Saison wieder zum gewohnten Prozess des Spielbetriebes.

„Dass wir dieses Minimalziel der Wertung erreicht haben und der Spielbetrieb nicht unterbrochen wurde, liegt in erster Linie am verantwortungsvollen Verhalten der Funktionsträger und Aktiven in unseren 75 Fußballvereinen“, lobt Krevert. Als die 2G-Regelung eingeführt wurde, musste dadurch auch die Messlatte für die Verantwortlichen noch einmal höher gelegt werden. „Dank Ihrer Unterstützung und Ihrer Aktiven konnten wir auch diese Hürde mit Bravour überspringen“, schreibt der Kreisvorsitzende in seinem Bericht an die Vereine. „Sie haben Ihre Hygienekonzepte nochmals angepasst und neue Wege gefunden, wie der Spielbetrieb und der tägliche Trainingsbetrieb auf den Sportanlagen trotz hoher Inzidenzzahlen möglich sein können.“ Auch die Spieler hätten sich vorbildlich den ständigen Anforderungen angepasst und seien „sehr souverän und verlässlich“ mit der Situation umgegangen.

Die 2G-Regel auf den Sportplätzen bedeutet für die Vereine natürlich mehr Arbeit. Foto: Kleineidam
Die 2G-Regel auf den Sportplätzen bedeutet für die Vereine natürlich mehr Arbeit. © Kleineidam

Neben dem Spielbetrieb der Senioren schließt Krevert auch den äußerst großen der Junioren mit ein. „Die in den vergangenen Wochen und Monaten gesammelten Erfahrungen helfen uns ganz sicher auch im kommenden Jahr, die notwendigen Maßnahmen einzuhalten und umzusetzen.“

Verantwortungsvolle Entscheidung

Doch wo Licht sei, gebe es bekanntlich auch Schatten. „So bedauern wir sehr, dass wir auch in diesem Winter auf den Budenzauber gänzlich verzichten müssen. Die allseits beliebten und schon traditionellen Turniere bedeuten nicht nur für die Vereine eine angenehme Abwechslung, sondern bieten auch für die Funktionäre aus dem Kreis und den Vereinen jährlich ein wichtiges Netzwerk“, so Norbert Krevert. Während die Turnierausfälle 2020 schon früh bekannt waren, „waren wir noch im November dieses Jahres bester Hoffnung, dass der Ball wieder durch die überwiegend gut gefüllten Hallen rollt“. In den meisten Fällen hatten die Auslosungen schon stattgefunden, die Planungen waren weit vorangeschritten. „Umso bitterer erwischte uns das Aus aller Veranstaltungen“, schreibt Krevert. In Anbetracht der Entwicklungen, die so nicht vorhersehbar gewesen sein, hätten sich die Absagen aber „als eine verantwortungsvolle Entscheidung im Sinne der Gesundheit der Sportler“ erwiesen.

Krevert bittet die Verantwortlichen: „Lassen Sie sich nicht entmutigen, in 2022 einen neuen Anlauf zu nehmen. Die Hallenturniere sind ein wichtiger Bestandteil unseres funktionierenden Kreises Münster und zudem eine echte Bereicherung für die Vereine, Aktiven und Zuschauer.“

Anerkennung für die Schiedsrichter

Einmal mehr dankt Krevert den Schiedsrichtern des Fußballkreises Münster, dem der SV Drensteinfurt und der SV Rinkerode angehören. Beim Lehrabend im September ehrte er gemeinsam mit dem Schiri-Boss und seinem Stellvertreter, Philipp Hagemann sowie mit dem Ehrenvorsitzenden Norbert Reisener die Jubilare. „Ganz besonders habe ich mich über die Auszeichnung für Helmut Thihatmar gefreut, der nach 50 Jahren die Pfeife an den berühmten Nagel gehängt hat“, so Krevert. Thihatmar ist aber weiterhin Vorsitzender des Kreisfußballausschusses.

Norbert Krevert liegt sehr viel daran, den Wert der Schiedsrichter hervorzuheben. „Zum Fußball gehören auch umstrittene Entscheidungen“, merkt der Kreisvorsitzende an und betont: „Unsere Schiedsrichter sind ein fester, wertvoller und unverzichtbarer Bereich des Kreises. Daher werde ich nicht müde, eine angemessene Wertschätzung gegenüber ihnen einzufordern.“

Kreistage im März

In seinem Bericht blickt Krevert auch auf den März des kommenden Jahres. Denn dann werden nicht nur mit Beginn der Rückrunde die Weichen im Spielbetrieb, sondern auch die im FLVW-Kreis Münster neu gestellt. Nach drei Jahren soll wieder ein Kreistag mit Wahlen stattfinden. Für Montag, 14. März, ist der Kreisjugendtag geplant, für Donnerstag, 17. März, der Kreistag. Infos und Einladungen würden die Vereine rechtzeitig erhalten.

900 Mannschaften

Norbert Krevert wendet sich in seinem Bericht auch an die Vereinsvertreter, „weil sie sich immer wieder den Herausforderungen stellen“ und verantwortungsbewusst handelten. „Ohne die vielen Ehrenamtlichen kann der organisierte Sport nicht bestehen“, schreibt der Kreisvorsitzende. „Auch danke ich allen Funktionären des Kreises, die viele Stunden ihrer freien Zeit opfern, um den Spielbetrieb für sage und schreibe 900 Mannschaften zu organisieren.“

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