1. wa.de
  2. Sport
  3. Drensteinfurt

Ohne oder mit Heinze? SVD hat nichts zu verlieren, aber auch nichts verschenken

Erstellt:

Von: Matthias Kleineidam

Kommentare

Der Kapitän fehlt dem SV Drensteinfurt: Leon van Elten (links) fährt nicht mit nach Soest. Foto: Kleineidam
Der Kapitän fehlt dem SV Drensteinfurt: Leon van Elten (links) fährt nicht mit nach Soest. © Kleineidam

Beim SV Westfalia Soest war es ein massiver Ausbruch mit mehr als zehn Infizierten. Beim SV Drensteinfurt waren es nur drei Corona-Fälle. Doch die Situation hat sich bei beiden verbessert. Von daher steht dem Duell auf dem Kunstrasenplatz im Jahnstadion nichts im Weg – auch wenn die personelle Lage hüben wie drüben angespannt ist.

Bezirksliga 7: SVW Soest – SV Drensteinfurt (Sonntag, 15 Uhr). Im Weg stehen will der SVD aber den Soestern. Für die Stewwerter geht es jedoch nicht in erster Linie darum, den Spitzenreiter ins Stolpern zu bringen, sondern darum, sich selbst eine bessere Position im Kampf um den Klassenerhalt zu verschaffen. Das gelang zuletzt richtig gut: Aus den ersten drei Spielen nach der Winterpause holte der SVD sieben Punkte – und damit einen mehr als der Tabellenführer.

Die Soester nehmen nach drei langen Wochen den Spielbetrieb wieder auf. Zuletzt gab es einen Last-minute-Sieg gegen die SF Ostinghausen (2:1), davor in Telgte die bislang einzige Niederlage (0:1). Mit welcher Dominanz der SVW ansonsten Richtung Landesliga marschiert, ist beeindruckend. Die ersten 16 Partien hatten die Jungs von Coach Ibou Mbaye allesamt gewonnen. Die Bilanz auf eigenem Platz dürfte den Drensteinfurter ordentlich Respekt einflößen: acht Spiele, acht Siege, nur vier Gegentore.

Wir werden uns nicht ergeben.

Thorsten Heinze

Der SVD hat also absolut nichts zu verlieren. In Soest muss das Team nicht punkten, um die Klasse zu halten. Weil das Duell der beiden direkten Verfolger SC Sönnern und Hammer SpVg II Corona-bedingt ausfällt, müssen die Stewwerter auch nicht befürchten, auf einen Abstiegsplatz abzurutschen.

„Wir sind nicht in der Favoritenrolle“, sagt Trainer Thorsten Heinze und muss lachen. „Die ist klar vergeben, wenn man die Spiele bis jetzt betrachtet. Wir haben aber auch nichts zu verschenken. Das heißt: Wir werden uns nicht ergeben.“ Heinzes Devise für Sonntag: „Wir versuchen, sie so lange wie möglich zu ärgern.“

Heinze will sich freitesten

Dass die Soester so viele Corona-Fälle hatten, bedeute, dass nicht alle Spieler des Spitzenreiters „bei 100 Prozent sind“, vermutet Heinze. „Es fehlt einfach die Praxis, und so eine Erkrankung schlaucht auch körperlich.“ Der SVD-Coach weiß es aus eigener Erfahrung. Auch er hat sich mit dem Coronavirus infiziert und hofft, dass er sich an diesem Samstag freitesten kann. Dann dürfte er am Sonntag wieder raus. „Das würde genau passen“, sagt Heinze. Die Einheiten unter der Woche leiteten die Kapitäne Leon van Elten und Dennis Popil. „Die Jungs haben von mir einen Trainingsplan bekommen.“

Viele Ausfälle

Zwar hatten die Drensteinfurter ein bisschen Zeit zu regenerieren, doch die Probleme bleiben. Das Corona-Trio hat die Infektion überstanden, dafür fehlen erneut viele andere Spieler. „Kürzer ist die Liste der Ausfälle nicht geworden“, sagt Heinze. Philipp Ressler und Leon van Elten sind im Urlaub. Jonas Rüsken muss wegen seiner Sprunggelenksverletzung noch lange pausieren. Dennis Hoeveler, Robin Wichmann und Dario Seljmesi fallen weiterhin aus. „Dario hat eine Bauchmuskelentzündung. Wir hoffen, dass es keine Schambeinentzündung ist. Das wäre langwierig“, sagt Heinze. Immerhin sind Maximilian Groß, Lars Hülsmann und Leo Steinert zurück im Kader. „Lars hat Dienstag und Donnerstag wieder trainiert“, so Heinze.

Liveticker: www.soester-anzeiger.de

Auch interessant

Kommentare