Fußball

Automatische Beregnungsanlage auf dem Rasenplatz in Walstedde

Die Steuerung der Anlage befindet sich im Ballraum. Hermann Tiggemann (links) und Uwe Müller koordinierten das Projekt.	Foto: Kleineidam
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Die Steuerung der Anlage befindet sich im Ballraum. Hermann Tiggemann (links) und Uwe Müller koordinierten das Projekt.

Die Gesamtkosten betragen 108 000 Euro. Dafür sparen die Stadt Drensteinfurt und Fortuna Walstedde in Zukunft – zum einen Wasser, zum anderen Zeit. Die automatische Beregnungsanlage zur optimalen Bewässerung des Naturrasenplatzes auf der Sportanlage am Böcken ist einsatzbereit. 

Walstedde – Das Projekt wurde vorgezogen und kurzfristig umgesetzt, sodass der Platz im Frühjahr wieder zur Verfügung steht. „Der Grundgedanke war, die ganze Fläche, also auch die Trainingsfläche, mit einer Beregnungsanlage zu versehen“, berichtet Hermann Tiggemann, der 1. Geschäftsführer des 1067 Mitglieder zählenden Sportvereins. Er hatte sich bislang quasi manuell um die Bewässerung des Rasenplatzes gekümmert. „Die Arbeit war zeitintensiv“, sagt Tiggemann. Umso mehr freut es ihn, dass die Fortunen die Kriterien erfüllten und neben Geld aus dem städtischen Haushalt mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ des Landes NRW bedacht wurden.

Den Förderantrag hatte Olaf Lenz, bis Sonntag 2. und nun 1. Vorsitzender des Vereins, gestellt. Den Bewilligungsbescheid bekam Fortuna Ende September. „Wir sind direkt gestartet und haben rumtelefoniert“, sagt Tiggemann. Er und Uwe Müller, der Geschäftsführer der Tennisabteilung, engagierten sich als Koordinatoren und sprachen die Leute an. Beauftragt wurden zwei Firmen: die Firma Bose für die Erdarbeiten und die Firma Westphal aus Münster. Die hatte laut Tiggemann vor 30 Jahren schon die Beregnungsanlage auf dem damaligen Aschenplatz gebaut.

Es hat genial geklappt.

Hermann Tiggemann

Nach nur drei bis vier Wochen waren alle Arbeiten bis zum 20. Oktober erledigt. „Es hat genial geklappt“, sagt Tiggemann. „Und das alles unter den geltenden Hygiene- und Abstandsregeln“, fügt Müller hinzu. Ein wesentlicher Teil der Eigenleistung sei erfüllt. Tiggemann spricht von zirka 300 Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder. Unter anderem mussten die Anschlussstellen am Rasenplatz und an der Kläranlage freigelegt und die Gräben verfüllt werden. Im Zuge der Arbeiten wurden auf 400 Metern auch 100er Leerrohre verlegt – perspektivisch für Leitungen.

98 000 Euro von Stadt und Land

In Summe sind es 25 Regner, die die etwa 11 000 Quadratmeter große Fläche (110 mal 100 Meter) bewässern können. Die neun sogenannten Vollregner innen können sich um 360 Grad drehen, die 16 Teilregner außen (vier an jeder Seite) um 180 Grad. „Wir können jetzt bedarfsgerechter sprengen“, erklärt Müller. Das spart Zeit und Wasser. Die Steuerung der automatischen Anlage befindet sich im Ballraum. Der Probelauf ist gelungen. „Jetzt ist die Anlage winterfest, damit die Leitungen nicht zufrieren“, erklärt Müller. Später werde das Sprengen auch über eine Fernsteuerung möglich sein.

Für den Einbau der Beregnungsanlage und die Instandsetzung der Wege und Aufenthaltsflächen hat das Land 57 921 Euro aus dem Fördertopf „Moderne Sportstätten 2022“ zur Verfügung gestellt. 40 000 Euro stammen aus dem Haushalt der Stadt Drensteinfurt für 2020. Bleiben rund 10 000 Euro, die durch Eigenleistung erbracht werden müssen. Teil zwei des Projektes – die Pflasterarbeiten und Zuwegungen an den Tennisplätzen zwei und drei – werde im Sommer erledigt, so Tiggemann und Müller. „Aktuell besteht keine Dringlichkeit.“

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