Tönnishoff und Romberg bei Paris-Brest-Paris

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Für Anne Tönnishoff ist es die Premiere bei Paris-Brest-Paris.

Walstedde - Die radsportbegeisterten Fortunen Anne Tönnishoff (44 Jahre) und Harry Romberg (55 Jahre) gehen am kommenden Sonntag beim legendären, nur alle vier Jahre stattfindenden Langstreckenrennen Paris-Brest-Paris für Deutschland an den Start.

Dabei gilt es, 1230 Kilometer mit 10 000 Höhenmetern in maximal 90 Stunden zu bewältigen.

Die Qualifikation für die Teilnahme am Radmarathon beendeten Tönnishoff und Romberg erfolgreich. Dafür waren Strecken von 200, 300, 400 und 600 Kilometer in vorgegebenen Zeiten zu fahren. „Die Qualifikation zu fahren, hatte es schon in sich“, berichtet Tönnishoff. „Die Strecken waren sehr anspruchsvoll und die Wetterbedingungen dabei nicht immer optimal. So hatten wir im Mai bei der 400-Kilometer-Strecke, die uns durch die Ardennen führte, in der Nacht bis minus zwei Grad Kälte.“

In diesem Jahr gehen bei Paris-Brest-Paris rund 6000 Teilnehmer aus über 50 Nationen an den Start, darunter 522 deutsche Teilnehmer. Gestartet wird am Sonntag in der Nähe von Versailles. Von dort geht es durch die Bretagne nach Brest an die Atlantikküste. Teile der Strecke sind in diesem Jahr während der Tour de France genutzt worden. In Brest angekommen, wird eine Kehrtwende gemacht und zurück nach Paris gefahren. Die größten Schwierigkeiten sind die zum Teil sehr rauen Straßenbeläge, der stetige Wind, der in Atlantik-Nähe auch schon mal sehr heftig ausfallen kann, sowie der Kampf gegen die Müdigkeit. „Um Paris-Brest-Paris erfolgreich abzuschließen, ist es unerlässlich, die eigene Komfortzone zu verlassen und Dinge wie acht Stunden Schlaf pro Tag kurzfristig zu vergessen“, so Tönnishoff. Eine weitere Schwierigkeit der Strecke sei, dass diese sehr hügelig ist. Die zu bewältigenden 10 000 Höhenmeter verteilen sich auf mehr als 360 Anstiege.

Während Romberg bereits 2011 erfolgreich Paris-Brest- Paris meisterte, ist es für Tönnishoff die Premiere. „Ich bin schon sehr gespannt, und so richtig kann ich es mir noch gar nicht vorstellen, so viele Kilometer am Stück zu fahren“, so Tönnishoff. Die beiden Fortunen starten am Sonntag mit rund 6500 Trainingskilometern in den Beinen und freuen sich auf das Abenteuer, das sie mit großem Respekt in Angriff nehmen. - da

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