Tönnishoff und Romberg bei Paris-Brest-Paris dabei

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Harry Romberg und Anne Tönnishoff dürfen im kommenden Jahr bei Paris-Brest-Paris starten.

WALSTEDDE ▪ Die radsportbegeisterten Fortunen Anne Tönnishoff (43 Jahre) und Harry Romberg (52) legten mit einer erfolgreich beendeten Qualifikation einen weiteren Baustein in der langfristigen Vorbereitung auf das große Ziel Paris-Brest-Paris.

2015 gibt es die nächste Auflage des nur alle vier Jahre stattfindenden legendären Langstreckenrennens. Dabei geht es über 1200 Kilometer mit 10 000 Höhenmetern, die in maximal 90 Stunden bewältigt werden müssen. Die Teilnehmer für das Rennen müssen sich im Vorjahr dafür qualifizieren. Zur Qualifikation sind Strecken von 200, 300, 400 und 600 Kilometern in vorgegebenen Zeiten zu fahren. Die 600-km-Distanz muss zum Beispiel in 40 Stunden bewältigt werden. „So etwas Verrücktes kann man nur fahren, wenn in einem die Leidenschaft zum Radsport steckt“, so Tönnishoff.

Die 200, 300 und 400 km legten sie und Romberg als Team zurück, wobei Tönnishoff von den Erfahrungen ihres Radsportkollegen profitierte, der Paris-Brest-Paris bereits im Jahr 2011 gefahren ist.

Den Höhepunkt, die 600-km-Strecke, konnten die beiden Fortunen aus terminlichen Gründen nicht zusammen fahren. Romberg benötigte für die 600 km und 3000 Höhenmeter mit Start und Ziel in Twisteden am Niederrhein laut Tönnishoff „bemerkenswerte 26 Stunden“. Anne Tönnishoff nahm eine Woche später das 600-km-Brevet des RSC Lohne im Emsland in Angriff und erreichte das Ziel in einer „hervorragenden Zeit“ von 29 Stunden. „Eine solch lange Tour erfordert eine gute logistische Vorbereitung. Da die Nacht durchgefahren wird, ist eine sichere Radbeleuchtung Pflicht. Zudem spielt auch die optimale Verpflegung eine große Rolle. Gerade auf so langen Strecken muss viel gegessen und getrunken werden“, berichtete Tönnishoff. Allein beim 600-km-Brevet haben die Fortunen jeweils rund 100 000 Pedalumdrehungen ausgelöst.

„In der Nacht hatte ich schon ein wenig mit der Müdigkeit zu kämpfen, ansonsten lief es aber super. Die Grenze meiner Möglichkeiten hat sich weiter nach hinten verschoben. Fast alles ist machbar, wenn man trainiert, die Zähne zusammenbeißt und es möchte“, so Tönnishoff. Die Qualifikation wird für beide Fortunen zu einem „unvergesslichem Abenteuer mit vielen erlebnisreichen Details und Höhepunkten“. ▪ da

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