1. wa.de
  2. Sport
  3. Drensteinfurt

Angeschlagenen Rivalen abschütteln: SVD bei der Hammer SpVg II

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Matthias Kleineidam

Kommentare

Trägt diesmal wieder das Trikot der ersten Mannschaft: Dennis Popil (links) vom SV Drensteinfurt, hier gegen Westönnens Arndt-Christian Schneider. Foto: Kleineidam
Trägt diesmal wieder das Trikot der ersten Mannschaft: Dennis Popil (links) vom SV Drensteinfurt, hier gegen Westönnens Arndt-Christian Schneider. © Kleineidam

Zwei 2:3-Niederlagen, zwei 1:1-Unentschieden und zwei knappe Siege: Die Fußballer des SVD haben in den vergangenen sechs Spielen – zumindest in Summe – gezeigt, dass sie wettbewerbsfähig sind. Hätten sie an den ersten sechs Spieltagen genauso oft gepunktet, stünden sie im Tabellenmittelfeld.

Bezirksliga 7: Hammer SpVg II – SV Drensteinfurt (Sonntag, 14.30 Uhr). Hätte, hätte, Fahrradkette! Die Realität sieht anders aus. Die Drensteinfurter stehen als 14. auf dem ersten von vier Abstiegsplätzen. Im drittletzten Spiel vor der Winterpause bekommen sie es mit dem Drittletzten zu tun. Es geht um viel.

Die zweite Mannschaft der HSV liegt vier Punkte hinter dem SVD, hat aber im Gegensatz zu Drensteinfurt einmal spielfrei gehabt. Daher ist es für Trainer Volker Rüsing nicht nur ein „wichtiges“, sondern auch ein sogenanntes „Sechs-Punkte-Spiel“: „Wenn wir gewinnen, verlassen wir wahrscheinlich den Abstiegsplatz.“ Denn Hultrop (in Westönnen) und Heessen (in Ostinghausen), die beide einen Punkt mehr haben als der SVD, hätten schwierige Aufgaben, so Rüsing.

Alle Punkte daheim geholt

Fünf der jüngsten sechs Spiele haben die Hammer verloren und in dieser Zeit nur gegen Sönnern gewonnen – das aber deutlich (5:1). Eine andere Statistik spricht dagegen für die Gastgeber. Denn die haben alle sieben Punkte auf eigenem Platz geholt, der SVD auswärts nur drei von 18 möglichen. „Es wird Zeit, dass wir mal auswärts punkten“, sagt Rüsing. Der 2:1-Erfolg zuletzt gegen die SF Ostinghausen, als einer schwachen ersten eine starke zweite Halbzeit folgte, sollte für Selbstvertrauen gesorgt haben.

Die 3G-plus-Regelung im Amateursport – nun reicht auch ein PCR-Test aus – „tangiert uns nicht. Wir sind alle geimpft“, sagt Rüsing. Das sieht beim Gegner schon anders aus. „Angeblich sind es sechs, die nicht geimpft sind“, berichtet Rüsing, der mit HSV-II-Trainer Robin Grosch gesprochen hat. Hinzu kämen zahlreiche Verletzte.

Kein Verständnis

Dass überhaupt gespielt wird, kann Volker Rüsing angesichts der Corona-Zahlen nicht nachvollziehen. „Meiner Meinung nach müsste der Verband die Spiele absagen. Ich habe kein Verständnis dafür, dass wir ,feuchtfröhlich‘ Fußball spielen bei einer Inzidenz von über 400 und fast 400 Corona-Toten am Tag“, sagt der SVD-Coach. „Du musst doch mal proaktiv werden. Wir könnten nächstes Jahr unter der Woche zwei, drei Spieltage nachholen. Damit hätte ich gar kein Problem.“

Die Personalsituation beim SVD ist weiter angespannt. „Wenn die A-Jugend spielt, fehlen uns Fabio Bories und Sam Scharmann. Dann hätten wir 13 Leute plus Ersatztorwart.“ Neben den Langzeitverletzten wird Dennis Hoeveler nicht zur Verfügung stehen. Lars Hülsmann und Philipp Ressler, der wie Dennis Popil zuletzt die zweite Mannschaft im Kampf gegen den Abstieg unterstützte, sind zurück im Kader. Auch Max Diepenbrock ist erstmals seit Langem wieder einsatzbereit. Sollten die A-Junioren für die erste Mannschaft auflaufen können, könnte Diepenbrock in der zweiten aushelfen und Spielpraxis sammeln.

Auch interessant

Kommentare