Fußball

Als Minikicker beim SVD gestartet: Kuhlmann ist Trainer und Spieler

Spieler und Trainer beim SV Drensteinfurt: Lorenz Kuhlmann.
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Spieler und Trainer beim SV Drensteinfurt: Lorenz Kuhlmann.

Seit 2008 spielt er beim SV Drensteinfurt, seit 2018 setzt er sich zudem als Jugendtrainer ein. Das heißt: vier Trainingseinheiten pro Woche und meistens zwei Spiele am Wochenende – im Normalfall. Doch da aktuell nichts normal ist, muss auch Lorenz Kuhlmann noch auf sein größtes Hobby verzichten. 

Drensteinfurt – „Das Training mit den Jungs und das Treffen mit vielen Freuden – das fehlt halt alles“, sagt der 17-Jährige.

Durch einen Freund in der Kindertagesstätte kam Lorenz damals zum Fußballtraining. Bei den Minikickern fing er an, mittlerweile läuft er im ersten Jahr für die U19-Junioren, den ältesten Nachwuchs des SVD, auf. Gecoacht wurde er in den vergangenen fast 13 Jahren unter anderem von Christian Niemann („Er ist ziemlich gut als Trainer“) und Reinhard Kröger. Am erfolgreichsten waren Lorenz und sein Team zu seiner C-Jugend-Zeit. In der Saison 2016/17 wurde die Drensteinfurter U15 Tabellenvierter in der Leistungsliga, ein Jahr später sogar Dritter.

Jugendtrainer des SVD ist der Schüler des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums in Hiltrup (Jahrgangsstufe 11) seit gut zweieinhalb Jahren. „Marc (Heitplatz/Anmerkung der Redaktion) hat mich nach dem Pfingstturnier gefragt, ob ich mitmachen möchte“, erinnert sich Lorenz. Gesagt, getan! Im Sommer 2018 stiegen die beiden als Coaches der Minikicker mit ein und unterstützten Manfred Drepper. In den folgenden Jahren wechselten Lorenz und Marc mit der Mannschaft die Altersklasse. „Wir sind mit den Jungs hochgegangen“, berichtet der junge Stewwerter. Zurzeit kümmern sich die beiden mit Christoph Schröder und Michael Rak um die U9-Junioren.

Kicken mit einem Kumpel

Auf die Frage, warum er sich ehrenamtlich engagiert, antwortet Lorenz: In erster Linie mache es ihm Spaß. Und es sei spannend, die gleichen Spieler „über ein paar Jahre zu trainieren, zu sehen, wie sie größer werden und sich verbessern“. Zu seiner Zukunft als Trainer sagt er: „Ich versuche, es solange wie es geht zu machen. Irgendwann ist es aber besser, wenn die Jungs mal andere Trainer bekommen.“

Weil Mannschaftstraining nicht möglich ist, ging Lorenz zuletzt ab und zu mit einem Kumpel zum Kicken auf den Sportplatz. Auch mit dem Sammeln und Tauschen der SVD-Sticker hat er sich ein wenig die Zeit vertrieben. Und „ich mache manchmal Musik selbst“. Um sich für eine eventuelle Fortsetzung der Saison halbwegs fit zu halten, hatte Lorenz Ende Januar nach einer langen Pause wieder angefangen zu joggen. Ansonsten nimmt das Lernen zu Hause viel Zeit in Anspruch. „Homeschooling ist anstrengend“, sagt der 17-Jährige, der nach der Schule eine Maurerausbildung beginnen möchte.

Schwester spielt für C-Juniorinnen

Als Fan von Bayer 04 Leverkusen („Das kommt von meinem Vater“) verfolgt er natürlich regelmäßig die Fußball-Bundesliga – auch mal mit seinen Schwestern Henrike und Margrit, die sich ebenfalls für Fußball interessieren. Henrike war Jugendtrainerin und lief selbst für die SVD-Mädchen auf, Margrit spielt für die C-Juniorinnen. Für die Nationalmannschaft interessiert sich Lorenz eher weniger. Das Gleiche trifft auf die erste Mannschaft des SV Drensteinfurt zu. „Ich schaue mir gerne Spiele der dritten Mannschaft an. Da kenne ich die Leute, die auf dem Platz stehen“, sagt er.

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