Den Adler auf der Brust

DRENSTEINFURT ▪ Borussia Dortmund, der FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach – so heißen einige der illustren Gegner, auf die Steffen Scharbaum trifft. Der 14-jährige Drensteinfurter kickt in der kommenden Saison für Preußen Münster in der Regionalliga West, der höchsten Spielklasse für C-Junioren.

Mit dem Fußball begonnen hat der Torwart schon im Alter von drei Jahren. „Mein Vater hat selbst Fußball gespielt. Da hat er mich mit zum Platz genommen“, sagt Neu-Preuße Scharbaum zu seinen Anfängen bei den Minikickern. Nach einigen Jahren beim SV Drensteinfurt wechselte der Nachwuchskicker 2007 in die Jugend von Rot Weiss Ahlen. Schon dort sammelte er Erfahrungen im Kampf mit den Größen des Fußballs. In der D-Jugend bewies er sein Können im Reviersport, in der Bundesligisten mit ihren Teams antreten.

Die starken Leistungen des bekennenden Bayern-München-Fans blieben nicht unentdeckt. So wurde der Schüler des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums Hiltrup vor zwei Jahren in die Westfalenauswahl berufen. „In den Sichtungslehrgängen im ersten halben Jahr wurden die Besten von uns rausgesucht“, berichtet der Keeper von einer aufregenden Zeit. Das große Ziel war das DFB-Feriencamp im Juli, an dem Scharbaum mit der Mannschaft Westfalens teilnahm. „Wir sind am Ende Zweiter geworden. Das war ein schöner Erfolg“, zeigt sich der Schüler zufrieden.

Eingebracht hat dem Torwart dieser Erfolg eine Nominierung für den U15-Lehrgang des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Unter 30 Jugendfußballern muss sich der Aspirant Ende August durchsetzen, um die Chance auf einen Platz in der U15-Junioren-Nationalmannschaft zu ergattern.

Selbstverständlich ist für den Gymnasiasten und seine Eltern, dass bei den sportlichen Erfolgen die schulische Ausbildung nicht vernachlässigt wird. „Es gibt eine Vereinbarung. Die Noten müssen stimmen, dann gibt es mit dem Fußball keine Probleme“, sagt Vater Theo Scharbaum. Auch der Verein Preußen Münster kommt seinen Spielern entgegen. Auch für Steffen wird eine Nachmittagsbetreuung angeboten. Zwischen Schulende und Trainingsbeginn können Hausaufgaben erledigt werden.

Abbringen lassen will sich der Schüler von seinem großen Ziel, Profifußballer zu werden, aber nicht mehr. Da dies aber kein vorgezeichneter Weg ist, weiß der Youngster um die Arbeit, die vor ihm liegt. „Die nächste Saison wird eine Standortbestimmung. Ich muss mich im Spiel gegen die großen Teams beweisen“, weiß der passionierte Fußballer. Dafür trainiert er vier Mal in der Woche. Dass dabei Freundschaften auf der Strecke bleiben können, nimmt er in Kauf. „Meine Kumpel verstehen das und unterstützen mich“, ist Steffen Scharbaum dankbar. Mit dieser Hilfe scheinen die Erfolge im Trikot mit dem Adler auf der Brust vorprogrammiert. ▪ lhs

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