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26:30 gegen Nordwalde - Kriens vermisst einen Rückraum-Shooter

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Von: Rainer Gudra

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Max Huckenbeck wirft den Ball am Torhüter vorbei.
Max Huckenbeck erzielte gegen Nordwalde vier Tore. © Privat

Der Rückenwind vom ersten Saisonsieg kurz vor Weihnachten gegen Havixbeck hat die Handballer der HSG Ascheberg/Drensteinfurt im ersten Spiel des neuen Jahres zwar beflügelt, doch für Punkte reichte es nicht.

Drensteinfurt - Am Sonntag gab es in der Münsterland-Liga mit dem 26:30 (15:14) beim SC Nordwalde die elfte Saisonniederlage für das Schlusslicht. „Wir haben ihnen das Leben so schwer gemacht wie es irgendwie ging, und sie hatten mehr Arbeit mit uns, als sich sich das vorgestellt haben“, meinte HSG-Trainer Jörg Kriens, der mehr als 30 Jahre lang in Nordwalde gespielt und als Trainer gearbeitet hat. „Ich kenne sie alle, gerade deshalb tat die Niederlage so weh.“

Eine positive Entwicklung

Bei der HSG zeigt sich dennoch eine positive Entwicklung. Lag sie in früheren Spielen oft schnell und deutlich zurück, kam sie dieses Mal gleich sehr gut ins Spiel, führte nach elf Minuten mit fünf Toren (9:4) und lag auch zur Pause vorne. „Allerdings“, schränkt Kriens ein, „hat Nordwalde in der ersten Halbzeit etwas probiert und mit drei Kreisläufern agiert, dann aber komplett durchgewechselt und ihr eigenes Spiel gespielt.“ Die Nordwalder nutzten die Breite im Kader, und mit dem Block der „minimal routinierteren Spieler“ legten sie den Grundstein zum Sieg zwischen der 42. und 55. Minute.

Zwei Nordwalder Serien

Zunächst wandelte der Tabellensechste die 21:18-Führung der HSG durch fünf Tore in Folge in ein 23:21 um. Auch der erneute Anschluss durch Alexander Kramm half den Gästen nicht mehr, denn eine unnötige Zeitstrafe war Ausgangspunkt für vier weitere Gegentore in Folge zum 22:27-Rückstand. Die HSG verkürzte noch einmal auf 25:28, ging dann volles Risiko. „Über die letzten beiden Gegentore müssen wir deshalb nicht mehr reden“, meinte Kriens, der zwar 14 Spieler im Aufgebot hatte, aber auf die Stamm-Außen Simon Noecker, Julius Kurzhals (beide links) und Bennet Kramer (rechts) sowie auf die Langzeitverletzten verzichten musste. Letztere fehlen besonders. „Im Rückraum ist keiner, der werfen kann“, vermisst Kriens einen echten Shooter. „Aber“, sagt er, „dafür haben wir uns ganz gut geschlagen.“

HSG: L. Freyer, Sevenich – Noecker, M. Frye (4), Spiekermann (1), Kramm (7), H. Kurzhals (5), Huckenbeck (4), O. Risthaus (1), Pieper, Perdun (1), Zartner (2), Reining (1)

Spielfilm: 1:0 (1.), 1:3 (4.), 2:6 (9.), 4:9 (11.), 11:14 (22.), 14:15 (HZ) - 16:15 (34.), 18:21 (42.), 23:21 (48.), 27:22 (55.), 28:25 (59.), 30:26

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