Sportabzeichen

253 Sportabzeichen im Jahr 2020: Fronda mit dem Ergebnis „ganz zufrieden“

Urkunden gab es für die Drensteinfurter Grundschüler der Klasse 3b von Lehrerin Barbara Kröger. Foto: Kröger
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Urkunden gab es für die Drensteinfurter Grundschüler der Klasse 3b von Lehrerin Barbara Kröger.

Bronze, Silber und Gold – das sind die Leistungsstufen, auf denen die Sportabzeichen Jahr für Jahr vergeben werden. Auch in Drensteinfurt gibt es einen Stützpunkt. Dessen Leiterin Ulrike Fronda kann mit dem Resultat im von der Pandemie geplagten Jahr 2020 gut leben. „Ich bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden“, sagt sie.

Drensteinfurt/Rinkerode/Walstedde – 253 Sportabzeichen kamen insgesamt zusammen. Das bedeutet zwar ein Minus von rund 30 Prozent im Vergleich zum Jahr davor, aber ein Plus von elf Prozent gegenüber 2018. Für Corona-Zeiten seien die Zahlen gut, sagte Fronda. 108 Erwachsene stellten ihre überdurchschnittliche und vielseitige körperliche Leistungsfähigkeit unter Beweis. Das sind 39 Prozent weniger als 2019. Zudem absolvierten 142 Kinder und Jugendliche (sechs bis 17 Jahre einschließlich) die erforderlichen Disziplinen erfolgreich – ein Plus von 15 Prozent. Aus den vier Gruppen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination muss jeweils eine Übung bewältigt werden – mindestens auf der Leistungsstufe Bronze. Außerdem müssen die Anwärter belegen, dass sie schwimmen können. Stark eingebrochen ist die Zahl der Minisportabzeichen – von 58 auf nur noch drei.

„Die Kindertagesstätten haben nicht teilgenommen“, begründet Fronda den Rückgang. Dass sie mehr Urkunden für Kinder und Jugendliche ausstellen durfte, lag in erster Linie an der Kardinal-von-Galen- und der Teamschule Drensteinfurt. „Die Grundschule war erstmalig dabei“, betont Fronda. 102 Schüler aus den Klassen drei und vier schafften das Abzeichen. Außerdem gingen 15 Teamschüler (eine Klasse) in die Statistik für 2020 ein. „Ich habe mich riesig darüber gefreut und fand es super, wie es organisiert war“, spricht die Stützpunktleiterin den Lehrern der beiden Stewwerter Schulen einen Dank aus. „Ich hoffe, dass sich das etabliert.“

Keine Prüfungen in Rinkerode

Allerdings hätten die Zahlen besser sein können. Denn die Lambertus-Grundschule Walstedde und die Katholische Grundschule Rinkerode beteiligten sich ebenso wenig wie die Kitas in Rinkerode. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass keine Prüfungen mehr im Davertdorf angeboten werden. Die Rinkeroder müssen zum Sportplatz nach Drensteinfurt kommen. Die Zahl der Absolventen war daher verschwindend gering. Fünf erfolgreich geprüfte Rinkeroder waren es 2020 nur. Aus Walstedde nahmen 30 Erwachsene sowie sechs Kinder und Jugendliche teil. Zudem gab es ein Minisportabzeichen.

Ich habe mich riesig darüber gefreut und fand es super, wie es organisiert war.

Ulrike Fronda

Ein weiterer Grund dafür, dass nicht alle Teilnehmer auch ein Abzeichen in Gold, Silber oder Bronze bekamen – die Verleihungen fielen Corona-bedingt aus, Fronda verteilte die Urkunden und erließ den kleinen Beitrag –, war der fehlende Schwimmnachweis. Dabei kann der gleich für einen Zeitraum von fünf Jahren erbracht werden. Kinder unter zwölf Jahren müssen 50 Meter, alle anderen 200 Meter im Wasser zurücklegen.

--- Gregor Buthe und Bernd Wimber holen auf Anhieb Gold ---

Besonders bedankt sich Ulrike Fronda natürlich bei den anderen Prüfern. In Drensteinfurt wurde sie von Andrea Diepenbrock, Andrea Frohne und Manfred Kraft unterstützt, in Walstedde kümmerten sich wie gewohnt Claudia Grünewald, Susanne Reuter, Beate Kosela und Uwe Buchta um die Sportler. Alle mussten 2020 laut Fronda mehr Aufwand betreiben. „Wir haben zum Beispiel Handschuhe getragen und die Geräte desinfiziert. Gott sei Dank ist alles gut gegangen“, sagt die Drensteinfurterin. Das Hygienekonzept war mit der Stadtverwaltung abgestimmt worden.

Saisonstart wohl erst im Juni

Wann in diesem Jahr mit dem Training und der Abnahme begonnen wird, ist noch nicht klar. „Wir wollten gerne Ende Mai starten, aber es wird wohl Juni“, sagt Fronda. Die Zeiten sollen unverändert bleiben: in Drensteinfurt mittwochs von 17 bis 20 Uhr, in Walstedde in den Sommerferien montags.

Fronda wünscht sich nicht nur, dass sie und die anderen Prüfer bald wieder Sportler begrüßen dürfen, sondern auch verbesserte Bedingungen. „Wir haben so ein schönes Sportzentrum in Drensteinfurt, aber es muss mehr gepflegt werden“, sagt die Stützpunktleiterin und nennt ein konkretes Beispiel: Die Laufbahn sei uneben. „Es wäre schön, wenn sie in einem besseren Zustand wäre.“

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