DORTMUND Ein Sieg gegen den 1. FC Nürnberg ist Pflicht

BVB will auch in der Liga zurück in die Spur

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DORTMUND - Nach der Pleite von Hamburg will der BV Borussia Dortmund auch in der Bundesliga zurück in die Erfolgsspur. Mit dem Rückenwind des Triumphs von St. Petersburg erwarten die Schwarz-Gelben mit dem 1. FC Nürnberg heute um 15.30 Uhr vor ausverkauften Haus allerdings einen Gegner, der laut BVB-Trainer Jürgen Klopp bisher eine außergewöhnliche Rückrunde spielt und deshalb mit sehr breiter Brust in Westfalen erscheint.

Von Peter Schwennecker

Dass seine Mannschaft plötzlich auch im Fußball-Oberhaus mächtig unter Druck steht, sieht Klopp nicht als Problem. „Wir haben den Vorsprung, denn wir hatten, schon eine Weile aufgebraucht“, betont der 47-Jährig, der davon ausgeht, dass der Kampf um die direkte Qualifikation für die Champions League bis zum Schluss eng bleiben wird. „Das macht die Sache mit Hamburg ja besonders ärgerlich. Weil sie unnötig war“, erklärt der Coach. „Diese drei Punkte hätten uns wahnsinnig gut getan.“

Klopp geht davon aus, dass kein Stadionbesucher damit rechnet, dass der BVB die Nürnberger mal so einfach aus dem Stadion schießen wird. „Den Respekt, den wir haben, haben sich die Franken in den vergangenen Wochen hart erarbeitet“, sagt Klopp und verspricht, dass der Club die maximale Aufmerksamkeit und idealer Weise auch die maximale Leistung aller Dortmunder zu spüren bekommt. Die Fans bezieht er damit ein, die für eine entsprechende Atmosphäre sorgen sollen.

Mit Hochachtung spricht der Fußball-Lehrer der Borussia von seinem Nürnberger Kollegen: „Sie haben mit Gertjan Verbeek einen herausragenden Trainer. Ich habe schon von Anfang an bewundert, welch fantastische Ruhe er ausstrahlt, als die Spiele unglücklich gegen Nürnberg gelaufen sind, er selber in der Spur geblieben ist und selbst die Zuversicht nicht verloren hat. Das hilft.“ Auch die Aktion „Ich bereue diese Liebe nicht“, die beim 1. FC initiiert wurde, habe Wirkung gezeigt. „Das ist ein Beweis dafür, dass der Zusammenschluss aller Kräfte eben auch Kräfte frei setzt“, sagt Klopp. „Wir sind gewarnt“, beteuert der Trainer. „Wichtig ist, dass wir die richtige Herangehensweise hinbekommen. Gelingt uns das, dann sind wir auch für Nürnberg ein unangenehmer Gegner.“

Gegenüber der Partie in St. Petersburg wird es beim BVB zwei Veränderungen geben. Mats Hummels wird in die Innenverteidigung rücken, entweder für Sokratis, falls dieser wegen der Schwellung an der Achillessehne ausfallen sollte, oder aber für Manuel Friedrich.

Für Marco Reus dürfte Pierre-Emerick Aubameyang den rechten Flügel besetzen. Neuzugang Milos Jojic ist laut Klopp noch kein Kandidat für die Startelf, obwohl er mit seiner Entwicklung sehr zufrieden ist. „Milos ist sehr weit“, bestätigt Klopp. „Noch gibt es keinen Grund, das Zeitfenster, was wir uns gesetzt haben, zu beschleunigen. Er durchläuft da gerade eine Ausbildung hin zu unserem Fußball. Er macht im Training einen ganz tollen Eindruck, ist wirklich ballsicher sehr dynamisch, hat einen sehr guten Abschluss, ist ganz stark im Spiel nach vorne und sehr, sehr willig im Defensivspiel. Er ist auf einem guten Weg.“

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