Bei der Mitgliederversammlung

Watzke macht klar: Bosz bleibt (vorerst) BVB-Trainer

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Setzt weiter auf Trainer Peter Bosz: BVB-Boss Hans-Joachim Watzke.

Mit einem lauten Pfeifkonzert wurde die Mannschaft bei der Mitgliederversammlung "begrüßt". Dennoch: BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hält weiter am Trainer Peter Bosz fest.

Dortmund – Lange wurden die 1066 Mitglieder bei der Mitgliederversammlung von Borussia Dortmund auf die Folter gespannt. Gedenken, Ehrungen und Berichte zogen sich mehr als eine Stunde. Dabei interessierten sich die Fans nur für ein Thema: Wie geht es mit BVB-Trainer Peter Bosz weiter? 

Die Stimmung war klar: Gerade nach der desolaten zweiten Halbzeit im Revierderby gegen den FC Schalke (4:4) wünschten sich viele der Anwesenden eine Ablösung des Niederländers. Sie wurden enttäuscht. 

Watzke nimmt Bosz in die Pflicht

Vorerst hält die Dortmunder Führungsriege um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke an dem 53-Jährigen fest, meint aber auch: „Ich habe die Erwartung, dass ihr alles auf den Prüfstand stellt. Es darf keine Denkverbote geben“ und fordert: „Wir müssen ganz schnell in die Erfolgsspur.“ 

Gerade die beiden Unentschieden in der Champions League gegen APOEL Nikosia (1:1) stießen dem Sauerländer übel auf: „Zwei Punkte gegen Nikosia zu holen, ist nicht zu ertragen.“ Zu einem Treueschwur war der 58-Jährige nicht bereit. Wohl auch ein Grund, warum der BVB-Boss noch an Bosz festhält, ist der Mangel an Möglichkeiten. 

Pfeifkonzert für die Mannschaft

Beim Eintreffen der Mannschaft entlud sich der Frust der Fans. Pfiffe und Buh-Rufe schallten der Mannschaft von den enttäuschten Mitgliedern entgegen.

Die zum großen Teil aufgebrachten Mitglieder versuchte er mit Giftpfeilen Richtung Schalkes Clemens Tönnies zu beruhigen. Dem S04-Aufsichtsratsvorsitzenden, der als Ziel ausgab, langfristig „vor Dortmund zu stehen“, entgegnete er: „Wir warten zehn Jahre ab. Wenn Sie in den nächsten Jahren keine Schulden haben und zweimal Deutscher Meister sind, gehe ich nach Rheda-Wiedenbrück und sage: 'Prognose eingetroffen'". 

Die Alternativen auf dem Trainermarkt sind rar

Interessante Alternativen für die schwarz-gelbe Trainerbank wie Hoffenheims Julian Nagelsmann oder der ehemaliger Dortmunder Juniorentrainer Hannes Wolf (VfB Stuttgart) sind nicht verfügbar, auch Übergangsmöglichkeiten wie die früheren Meistermacher Ottmar Hitzfeld oder Matthias Sammer haben bereits abgewunken. 

Somit gilt: Bosz muss „das Ruder rumreißen“, wie es Dortmunds Präsident Dr. Reinhard Rauball fordert. Eine Lösung hat Kapitän Marcel Schmelzer jedoch nicht parat: „Wir werden jetzt Zeit für eine Analyse finden. Wir dürfen jetzt aber nicht nur reden, sondern müssen auch arbeiten.“ 

Schmelzer fordert eine "Reaktion"

Immerhin: Der 29-Jährige machte klar, dass das zusammen mit Bosz passieren soll: „Wir müssen als Mannschaft zusammen mit dem Trainerteam auf die Lage reagieren. Am Ende der Woche muss dann in der nächsten Partie eine Reaktion folgen.“ 

Den Vorwurf, dass die Mannschaft nicht fit sei, konnte er nicht entkräften, sondern musste zugeben: „Es ist auffällig, dass wir gerade in der zweiten Halbzeit im Moment den Anschein macht, dass die Kraft nachlässt.“ Damit zumindest die Dortmunder Mitglieder nicht kraftlos den Heimweg antreten mussten, wurde am Ende traditionell Westfälischer Erbseneintopf serviert.

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