Champions-League-Fehlstart

Das Kane doch nicht wahr sein! BVB verliert 1:3 bei den Spurs

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Tottenham Hotspur - Borussia Dortmund

In der Bundesliga war der Start von Peter Bosz, seit Sommer Trainer von Borussia Dortmund, fast perfekt. Doch der Liga-Spitzenreiter musste sich der BVB bei Tottenham Hotspur 1:3 geschlagen geben und startete somit mit einer Niederlage in die aktuelle Champions-League-Saison.

London –  Maßgeblichen Anteil an der Pleite hatte Harry Kane. Mit zwei Treffern und einer Vorlage sorgte der Weltklasseangreifer fast im Alleingang für den Sieg der Engländer. Für Bosz, der in der vergangenen Saison den niederländischen Erstligisten Ajax Amsterdam ins Finale der Europa League geführt hatte, war es in seinem ersten Einsatz in der „Königsklasse“ die erste Niederlage.

Im Vergleich zur Ligapartie am vergangenen Samstag in Freiburg änderte Bosz die Startaufstellung auf gleich fünf Positionen. Für die verletzten Marc Bartra und Marcel Schmelzer sowie für Mario Götze, Gonzalo Castro und Maximilian Philipp rückten Ömer Toprak, Jeremy Toljan, Shinji Kagawa, Mahmoud Dahoud und Andrey Yarmolenko in die Mannschaft.

Bilder vom Spiel

Son Ärger: BVB verliert 1:3 bei Tottenham Hotspur

Die erste Hälfte startete mit einem Paukenschlag – allerdings nicht im Sinne des BVB. Tottenhams Top-Torjäger Harry Kane schickt Heung-Min Son (4.) auf die Reise. Der ehemalige Leverkusener ließ Sokratis mit einer Körpertäuschung alt aussehen und drosch den Ball mit Wucht rechts oben ins Eck. Dortmunds Torhüter Roman Bürki machte keine glückliche Figur, schlug das Leder doch in der kurzen Ecke ein.

Nach einigen konfusen Minuten sammelten sich die Borussen wieder und hatten die passende Antwort. Kagawa legte mit Übersicht auf den 25 Millionen Euro-Zugang Andrey Yarmolenko (11.) zurück. Der Ukrainer sorgte mit einem gefühlvollen Schlenzer mit seinem starken linken Fuß für Ekstase bei den Schwarz-Gelben und für anerkennendes Klatschen der Engländer unter den 67343 Zuschauern in Wembley.

Doch das schockte wiederum die Hausherren kaum. Mit einem furiosen Antritt schüttelte Kane (15.) zunächst Sahin ab, ließ dann auch den erfahrenen Toprak wie einen Juniorenspieler stehen und machte es Son mit einem Gewaltschuss ins kurze Eck gleich. Zum Leidwesen der Borussen sah es nur aus wie eine Wiederholung des Son-Treffers, doch auf der Videowand stand ein 2:1. Zwar hatten Pulisic (30.) und Aubameyang (37.) noch gute Möglichkeiten, doch wegen der mangelnden Kaltschnäuzigkeit ging es mit einem knappen Rückstand in die Kabine.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs knüpfte die Bosz-Elf zwar zunächst an den dominanten Auftritt an, doch dank des naiven Abwehrverhaltens kam Tottenham zu zwei Großchancen. Doch diesmal ließen Kane (50.) und Son (52.) den Killerinstinkt vermissen. Großes Pech dann 56. Minute, dass das italienischer Schiedsrichtergespann Aubameyang bei seiner Tor im Abseits wähnten. Eine klare Fehlentscheidung.

Den Deckel machte der überragende Kane (60.) auf die Partie. Nach mustergültigem Zuspiel von Christian Eriksen sorgte der Blondschopf mit einem Flachschuss, der von Lukasz Piszczek noch abgefälscht wurde, für die Entscheidung. So verließ den Westfalen im Anschluss der Mut und waren sogar mit den drei Gegentreffern noch gut bedient. Während Toljan eine schwache Visitenkarte in seinem ersten „Königsklassen“-Spiel abgab, wusste Yarmolenko zu gefallen und war neben Pulisic der einzige Lichtblick in einer schwachen Dortmunder Mannschaft.

Jan Vertonghen sah nach einem Foulspiel an Mario Götze in der Nachspielzeit noch die Gelb-Rote Karte.

"Extreme Fehlentscheidungen!" Die Stimmen zum Spiel

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