21. Bundesliga-Spieltag

Trotz Krankheit: So hat BVB-Coach Favre Kontakt mit seinen Co-Trainern aufgenommen

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Manfred Stefes und Edin Terzic (rechts) haben während des Spiels gegen Hoffenheim Kontakt mit BVB-Coach Lucien Favre gehabt.

Lucien Favre konnte den BVB am Samstag nicht coachen. Doch der Trainer von Borussia Dortmund hat dennoch ins Spielgeschehen eingegriffen – per Telefon.

Dortmund – Das Telefon klingelt. "Hallo, wer ist da?" – "Hier ist Lucien, wir müssen reagieren auf die Hoffenheimer Konter." BVB-Coach Favre hustet, schnieft, legt auf. Co-Trainer Edin Terzic stellt um. 

Zugegeben: Der Einstieg ist fiktiv. Aber nicht ganz abwegig – denn Lucien Favre hatte tatsächlich während der Partie gegen Hoffenheim Kontakt mit seinen Assistenten, obwohl er wegen eines grippalen Infekts nicht selbst vor Ort im Stadion war. Seine Telefon-Intervention half aber auch nicht viel. Borussia Dortmund schenkte eine 3:0-Führung her und spielte nur unentschieden gegen Hoffenheim.

Ticker zum Nachlesen: Borussia Dortmund gegen TSG 1899 Hoffenheim

"Ja, es stimmt, wir haben es sehr altmodisch gemacht – per Telefon", sagte Co-Trainer Edin Terzic nach der Partie. Demnach habe er im ständigen Austausch mit Favre gestanden. "Wie sonst auch in der Regel. Mit dem Unterschied, dass wir uns heute nicht gesehen haben", sagte er. 

Favre ruft an

Zwar habe der BVB-Trainer noch die Mannschaftsansprache selbst gehalten im Hotel, sei dann aber nicht mit ins Stadion gekommen. Terzic: "Wir haben noch mal unmittelbar vor dem Spiel miteinander telefoniert, als wir die Aufstellung der Gegner hatten. In der Halbzeitpause dann auch noch mal." Aber das ist nicht alles: Auch während des Spiels schaltete sich Favre telefonisch dazu. "Es ist ja mittlerweile erlaubt, mit einem Mitarbeiter auf der Tribüne per Headset verbunden zu sein. Dadurch haben wir die Verbindung hergestellt", erklärte Terzic.

BVB vergibt Führung gegen Hoffenheim und verschenkt zwei Punkte

Dabei haben die Spieler den Unterschied auch kaum gemerkt. "Wir haben ja immer noch unsere Automatismen", sagte Weigl. "Aber ungewöhnlich war es natürlich", so der Aushilfs-Innenverteidiger, der im Laufe des Spiels auf die Sechs gerückt war. "Der Trainer greift ja mit seiner akribischen Art immer noch anders ein  – aber das haben die Co-Trainer auch gemacht", so Weigl. Der Ausgang des Spiel sei dahingehend nicht beeinflusst worden. "Sie haben ihn bestmöglich vertreten", sagte Weigl – und im Notfall blieb ja immer noch der Griff zum Hörer.

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