Freitag wird ausgelost

Trotz 1:2-Pleite: BVB folgt Bayern ins Viertelfinale

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Robert Lewandowski sah die Gelbe Karte – und ist damit für das Viertelfinalhinspiel gesperrt.

DORTMUND - In der Fußball-Bundesliga läuft Borussia Dortmund dem großen FC Bayern im Schneckentempo hinterher, doch in der Champions League bleiben die Münchner für die Schwarz-Gelben vorerst auf Augenhöhe. Trotz einer peinlichen 1:2 (1:1)-Niederlage vor 65 629 Zuschauern gegen den russischen Tabellenzweiten Zenit St. Petersburg folgte der BVB den Münchnern in das Viertelfinale der Königsklasse.

Von Peter Schwennecker

Und dort könnte es am 1./2. sowie am 8./9. April sogar zu einem rein deutschen Duell kommen. „Ein Spiel gegen die Bayern muss noch nicht sein“, meinte Dortmunds Schlussmann Roman Weidenfeller und blickt der Auslosung am Freitag im schweizerischen Nyon (12 Uhr/Eurosport) gespannt entgegen.

Der Routinier hat sich schon einmal mit dem FC Barcelona als möglichen Kontrahenten „angefreundet“. Daran verschwendete Trainer Jürgen Klopp nach dem Schlusspfiff keine Gedanken, wohl mit dem Wissen, dass es in der Runde der besten acht europäischen Teams nur „Granaten“ gibt.

Warum Klopp trotz des 4:2-Erfolges im Hinspiel seine Mannschaft vor Zenit gewarnt hatte, wurde schon im ersten Durchgang deutlich. Woran die Borussia allerdings maßgeblichen Anteil besaß, da sie die Russen regelrecht aufbaute. Zum einen, weil Pierre-Emerich Aubameyang bereits nach fünf Minuten das möglich 1:0 verschenkte, als er freistehend nach einer Flanke von Marcel Schmelzer unbedrängt vorbeiköpfte. Zum anderen, weil der BVB die Gäste im Mittelfeld nicht richtig störte.

So durfte der Brasilianer Hulk ungestört genau Maß nehmen und aus gut 25 Metern das Leder im oberen linken Tordreieck zum 0:1 (16.) versenken. Ein Treffer, der bei den Borussen und Klopp durchaus Nervosität erzeugte. Zunächst lief nicht viel beim Bundesligisten zusammen, weil die entscheidenden Bälle nicht präzise genug gespielt wurden. Nur gut, dass Zenit wenig Kapital daraus schlug. Doch sorgte Sebastian Kehl kurz vor der Pause für etwas mehr Gelassenheit auf den Rängen, als er per Kopfball nach einer Linksflanke von Schmelzer den Ausgleich (38.) erzielte. Es war Kehls erster Treffer in seinem 30. Spiel in der Königsklasse.

Der BVB fand auch nach dem Seitenwechsel nicht den Rhythmus und das nötige Tempo, um St. Petersburg entscheidend unter Druck zu setzen. Zenit bemühte sich zwar um Spielkontrolle, doch so richtigen Glauben an ein mögliches Weiterkommen verkörperten die Gäste nicht. Sie lebten in erster Linie von den Unkonzentriertheiten des Bundesligisten, der weit von seinen glanzvollen Auftritten der starken Vorrunde entfernt war.

Verloren, aber weiter: BVB im Viertelfinale der Königsklasse

Vorn rieb sich Torjäger Robert Lewandowski, der nach der dritten Gelbe Karten im Viertelfinal-Hinspiel gesperrt ist, in den Zweikämpfen auf, fand dabei allerdings wenig Unterstützung. Wenn es bei den Dortmundern mal etwas zügiger lief, dann über die linke Seite vom Schmelzer und Kevin Großkreutz. Rechts blieben Lukasz Piszczek und Aubameyang dagegen blass.

Auch Henrikh Mkhitaryan überzeugte nicht. Für ihn kam nach 69 Minuten Milos Jojic, der so noch auf dem Platz seinen 22. Geburtstag feiern durfte. Kurz darauf gelang dem eingewechselten Rondon (72.) das 1:2 für die Gäste. Zudem schied Schmelzer in der Schlussphase verletzt aus. Ein aus Dortmunder Sicht bitteres Ende eines schwachen Spiels.

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